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Westafrika - 3 Monate in Togo, Burkina Faso, Niger und Benin


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Herzlich willkommen auf einer kleinen Reise durch Westafrika. Schnallt euch an - es geht los!
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Nachdem ich mein Studium der Politologie und Geschichte zur Halbzeit abgebrochen und mir ein wenig Geld als Krankenpflegehelfer im Krankenhaus verdient hatte, beschloss ich, meinen Freund Peter, der als Entwicklungshelfer im Lepradienst arbeitete, einfach spontan zu besuchen. Mit dem Flugzeug startete ich von Frankfurt über Kairo und Lagos nach Accra (Ghana).
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Dies war meine erste richtige Fernreise. Zu Beginn hatte ich ein recht flaues Gefühl im Magen. Noch dazu hatte ich meinen Besuch nicht vorher angekündigt. Ob ich wohl Peter in Atakpamé (Togo) finden würde. Ja damals war ich noch völlig unbeschwert.
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Auf dem Flughafen Frankfurt sah ich die vielen Flugzeuge und malte mir aus, wohin sie wohl alle in der Welt fliegen würden...
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Über den Wolken ist das Leben grenzenlos!
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Jedesmal genieβe ich das Gefühl des Fliegens. Man schwebt über den Dingen und kann sich ganz seinen Träumen hingeben.
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Der Flug lief glatt. Nur bei der Übernachtung im Flughafenhotel in Kairo gab es einen Zwischenfall. Ich lag mit zwei afrikanischen Mitfliegern im Hotelzimmer, als jemand versuchte, einzubrechen. Meine Flugbegleiter regelten das mit Hilfe einer massiven Drohung. Ich verschlief die ganze Aktion.
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Wir flogen über die Sahara und ich sah vereinzelte kleine Ansiedlungen. Wie die Menschen in diesen Orten wohl leben möchten? Die Weite des Sandes der Sahara hat mich fasziniert.
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Hier eine kleine Übersichtskarte von der Region, die ich besuchen wollte. Man erkennt Togo mit der Hauptstadt Lome, Burkina Faso mit Ouagadougou, Niger mit Niamey und Benin mit Cotonou.
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Das Freiheitsdenkmal von Togo
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Und hier ist der damalige Präsident von Togo - Eyadéma - zu sehen. Der erste Präsident der Republik wurde 1963 ermordet, sein Nachfolger 1967 in einem Militärputsch unter Führung von General Etiénne Gnassingbé Eyadéma gestürzt. Dieser regierte Togo seither diktatorisch. Unruhen und Putschversuche führten 1991 zu demokratischen Reformen, die jedoch an den Machtverhältnissen nichts änderten. Die letzten Jahre sind von teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Opposition und dem Präsidenten geprägt, der den demokratischen Prozess systematisch unterläuft. Die UN kritisierten wiederholt die sich stetig verschlechterende Menschenrechtssituation.
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Der damalige Präsident hatte einen Flugzeugabsturz überlebt, was er als Gottesfügung empfand. Zur allgemeinen Kenntnisnahme wurde das Wrack ausgestellt. Alle Mitinsassen seien getötet worden.
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Langsam muss man sich auf das afrikanische Lebensgefühl einstimmen. Am Anfang ist das gar nicht so einfach...
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Togo liegt am Atlantischen Ozean. Die alten Hafenanlagen wurden damals von den Deutschen gebaut - schliesslich war Deutschland in Togo Kolonialmacht (bis 1918). Baden kann man allerdings kaum - die Strömung Richtung Atlantischer Ozean ist einfach zu groβ!
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Eisenbahnschienen in der Hafenanlage
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Nach der Ankunft in Accra (Ghana) ging es per Bus nach Lomé (Hauptstadt Togos) weiter. Dabei traf ich einen jungen Afrikaner, der mir eine Unterkunft in Lomé vermittelte: das Hotel DU PAIX - eine Luxusunterkunft. Ich blieb nur 3 Tage, sammelte erste Eindrücke. So fand ich es doch sehr befremdend, als ich abends in der Hotelhalle ziemlich allein saβ und an der Wand 9 Angestellte standen. Kippte ich die Asche von meiner Zigarette in einen Aschenbecher, sprang einer der Bediensteten auf und leerte den Becher. Und so ging das den ganzen Abend!
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Mein afrikanischer Hotel_Luxus_Schreibtisch...
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Blick aus meinem Hotelzimmer. Erste Eindrücke von Lomés Stadtleben
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Damals fuhr täglich der Präsident durch die Stadt. War er unterwegs, wurden alle Straβen gesperrt. Das Präsidentenauto fuhr mit Sirene.
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Per Taxi fuhr ich nach Atakpamé (Togo). Da ich nur den Namen von Peter kannte, musste sich der Taxifahrer erst durchfragen, bis er ein Haus fand, in dem deutsche Entwicklungshelfer wohnten. Und - Peter hatte gerade Urlaub in Ostafrika genommen, zur Besteigung des Kilimandscharo. Aber seine Mitbewohnerin Anne (ebenfalls Entwicklungshelferin) nahm mich freundlich auf.
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Blick vom Balkon des Hauses, in dem früher mal ein Minister gewohnt hatte.
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Der gegenüber liegende Hügel...
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Hier sieht man die Terrasse, auf dem ich später noch viele Abende mit Anne, Peter und anderen Besuchern verbrachte.
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Der Hauptwohnraum von Anne und Peter.
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Es war alles sehr sauber und ordentlich.
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Und hier sieht man mich, so wie ich damals aussah. Bundeswehrhemd, längere Haare und relaxed.
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Hier sieht man Peter und Anne, meine netten Gastgeber.
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Abends hatten wir oft Besuch von anderen Entwicklungshelfern und einfachen Besuchern. Später kamen auch noch Annes Schwester und ihr Freund dazu.
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Hund und Katze in trauter Zweisamkeit. Das gibt es auch in Togo!
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Peter mit seinen Hühnern. Da gab es jeden Tag ein frisches Ei!
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Natürlich fraβen die Hühner auch Dinge, die zur Aussaat gestreut waren. Wir bastelten ein Verbotsschild - aber ....
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Hier sieht man Kossi, den Hausboy von Anne und Peter. Er war zuständig für Haushalt, Wäsche, Ordnung und das Schlachten von Hühnern (auf afrikanische Art mit langsamem Ausbluten). Kossi, zu deutsch «Sonntag» (die Togolesen werden auch nach dem Tag der Geburt benannt), war 17 Jahre alt. Er war überglücklich eine Arbeit bekommen zu haben. Am Anfang fand ich einen Hausboy als "kapitalistische Ausbeutung". Später begriff ich.
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Kossi und Peter mit Hund. Die Lampe ist aus einer Kalebasse gefertigt. Auch sieht man hier erstmalig 2 Bierflaschen. Togolesisches Bier! Es gab eine Deutsche (!!!) Brauerei in Togo.
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Der Marktplatz von Atakpamé. Herrliches buntes Treiben...
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Toll (und verängstigt) fand ich die Marktapotheke: auf einem groβen Teller waren alle möglichen Tabletten verteilt, rote, grüne, gelbe, groβe und kleine. Die Marktfrau fragte einen nach seinen Beschwerden. Dann wurde einfach eine Tablette ausgewählt und man kaufte. Puuuh - dachte ich.
Der Korb, den die Togolesin auf dem Kopf trägt, steht jetzt bei mir auf dem Schrank.
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In Togo sind die Frauen geschäftstüchtig, nicht die Männer! Die Männer sitzten tagsüber in den Kneipen (na klar, nicht alle), während die Frauen den Handel betreiben. Es gibt sehr reiche Marktfrauen! Einige verfügen über mehrere Mercedesse und stellen sie auch dem Präsidenten zur Verfügung.
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Friseurbesuch in Togo. Wie die tollen afrikanischen Frisuren angefertigt werden, konnte ich hier beobachten. Die Afrikanischen Kämme sind viel gröβer als unsere. Die Haartracht ist einfach widerspenstiger. Mit einem (für uns) normalen Kamm kommt man einfach nicht durch die Frisur.
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Die Wellblechdächer sollen Schatten spenden...
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Die Togolesen lieben bunte Farben. Die Stoffe kommen meist aus Burkina Faso.
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Die Afrikaner tragen die meisten Dinge auf dem Kopf. Auch sehr schwere Lasten werden per Kopf transportiert. Sie verfügen über ein tolles Gleichgewicht!
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Straβe in der Hauptstadt von Togo - Lomé
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Hier ein Kind mit einem typischen Spielzeug: ein aus Draht selbst gebasteltes Automodell. Der lange Stock dient zum Steuern und Lenken.
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Mitarbeiter der Krankenstation und Besucher...
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Die Apothekerin bei der Arbeit...
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Gerätschaften im Operationssaal. Mit wenigen Mitteln schaffen die Afrikaner erstaunliche Erfolge!
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Doch die Mittel aus der Apotheke sind sehr beschränkt...
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Das war mein täglicher Blick im Auto, wenn wir wieder in den Busch fuhren zur Behandlung der Leprakranken.
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Anne bei der Arbeit. Ambulante Wundversorgung bei einem Leprakranken.
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Peter mit Dolmetscher bei einer Reihenuntersuchung. Das ganze Dorf stellte sich in Gruppen auf. Hier die Frauen mit ihren Babys auf dem Arm, dort die Männer und schlieβlich die Kinder. Mit dem Dorfältesten musste immer ein Termin vereinbart werden, damit Frauen und Männer von der Arbeit auf dem Feld zur Untersuchung kamen. Ich als Besucher nahm die Kleinkinder von den Müttern, damit sie frei zur Untersuchung waren. Doch man stelle sich vor: der Mutterbrust entrissen, öffneten die kleinen Würmer die Augen und sahen in das Gesicht von einem Weiβen!!! "Wer fürchtet sich vorm weiβen Mann" - fast alle Kinder lieβen spontan Wasser (einige koteten sogar). Wohlgemerkt, wir sind in den Buschdörfern. Hier kennt man keinen realen Weiβen Mann. In den Städten ist das natürlich anders.
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Auf diesen kleinen Karten wurden dann die Ergebnisse der Untersuchung festgehalten: gab es Sensibilitätsstörungen, farbliche Hautveränderungen oder bestand schon eine Lepra. Das Krankheitsbild Lepra ist so brutal (Finger, Zehen und anderes faulen ab und werden verloren), dass ich keine Bilder zeige. Wer sich interessiert kann auf meiner Homepage unter Medizingeschichte mehr zu Lepra erfahren. Die Entwicklungshelfer gaben bei Erkrankung Tabletten, die die Betroffenen regelmässig nehmen mussten. Dabei war es gar nicht so einfach, den Kranken die Notwendigkeit dieser Maβnahme und eine geregelte Einnahme zu gewährleisten.
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Gruppenphotos waren beliebt bei den Buschbewohnern. Hier stellt sich eine Gruppe mit Peter und Dolmetscher.
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So sieht die Küche im Busch aus. Altes trockenes Holz wird verbrannt und ein Topf darauf gesetzt.
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Ein Vater hält bei der Untersuchung stolz seinen Jungen auf dem Arm.
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Wir besuchen ein Buschdorf. Rechts mit Kopfschmuck der "Chef du village". Man hat extra für uns Bierflaschen aus dem Nachbardorf geholt. Ein Luxus, den man sich sonst nicht leistet. Bier wird selbst gebraut. Später mehr dazu.
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Bei der ersten Besprechung mit dem Chef du village schauten immer viele Neugierige zu. Sie hatten meist noch nie Weiβe gesehen und waren äuβerst interessiert. Zu Beginn gab es immer einen Begrüβungstrunk aus halben Kalebassen. Dabei musste man darauf achten, dass der Daumen nicht in das Getränk reinragte. Dann nämlich hatte jeder stets den Verdacht auf eine Vergiftung.
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Peter mit Dolmetscher bei der Reihenuntersuchung.
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Junge Dorfbewohner...
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Hier wird ein typisches Gericht vorbereitet: Fufu.
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Frauen stampfen aus der Maniokwurzel einen Brei. Rythmisch werden die Holzschlegel in den Trog gestoβen.
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Der entstandene weiβe Brei wird dann später aufgearbeitet.
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Typische Dorfszene. Die Kinder waren an meinem Photoapparat immer sehr interessiert. Am Liebsten hätte ich ihnen auch die Bilder gezeigt. Doch damals hatte ich noch keinen digitalen Photoapparat. Nur eine einfache simple Kleinbildkamera.
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Die Älteren gesellen sich dazu.
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Hier sieht man plötzlich einen Weiβen im Dorf. Doch er ist kein Weiβer! Er hat Lippen wie ein Afrikaner und auch sein ganzer Körperbau ist afrikanisch. Nur seine Hautfarbe ist weiβ! Ja, was ist nun? Er ist ein Albino. So nennt man eine Erkrankung, bei der keine Pigmente in der Haut gebildet werden. Sowas gibt es auch bei uns. Bei uns erkennt man Albinos an den roten Augen. Auch der afrikanische Albino hat rote Augen. Was ihn jedoch von uns unterscheidet: die Sonne scheint über Afrika sehr stark. Folglich bekommt er bei der weiβen Hautfarbe viel UV-Strahlen ab. Die Erkrankung an Hautkrebs ist erhöht. Viele Albinos sterben in Afrika schon in frühen Jahren!
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Hier sieht man eine Familie mit einem Albino. Ich hatte nicht das Gefühl, dass er ausgestoβen ist. Aber als Weiβer unter den anderen Kindern - bestimmt nicht einfach.
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Wieder möchte sich jemand präsentieren. Peter will aus dem Bild gehen. Doch gerade diese Situation wollte ich aufzeichnen.
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Gruppenbild mit Peter und Agent itinerant...
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Posieren für den Besucher aus Deutschland...
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Sammelpunkt für alltägliche Plaudereien.
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Typische Dorfstraβe.
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Hütten in Togo.
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Dorfältere beim Plaudern und Trinken. Das Trinkgefäβ ist eine halbe Kalebasse. Tassen - wie bei uns - werden nicht benutzt.
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Hier sieht man die Schule des Dorfes.
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Und so sieht es drinnen aus. Nicht viel anders als bei uns. Kinder malen Bilder, die togolesische Flagge und ein Bild der Vorfahren.
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Hier wird Alkohol aus Mais gebraut. Um die Hefe zu bekommen, spucken die Frauen ein paar Mal in den Trog. Keine Angst, von der Spucke merkt man später nichts mehr. Das Produkt schmeckt fruchtig. Ich habe es auf den Dorfempfängen immer als Erstes trinken müssen. Später auf einem Dorffest zu unseren Ehren, haben wir den Trunk von den Dorfbewohnern produzieren lassen und all ihre Aufwendungen bezahlt. Später mehr...
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Ein Filter in der Alkoholproduktion.
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Innenhofstilleben mit junger Dame...
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...die Mutter der Kleinen. überprüft ein Gericht.
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Hier sieht man eine typische Kalebasse, ähnlich unseren Kürbissen.
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Typische Stoffe aus Burkina Faso...
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Mutter mit ihrem Jüngsten in Einheitstracht.
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Alltagsszene
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Ich traf diesen Jäger unterwegs.
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Dorfszene
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Beim Anrichten des Essens (Fufu?)
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Vorratshütte
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Blick in die westafrikanische Landschaft.
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Straβe
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?
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Mit dem Wagen unterwegs. Es war meist ein Citröen. Da hatte man die Radlager höher gelegt. Pannen gab es trotzdem genugt. Als Besucher durfte ich übrigens die Wagen der Entwicklungshelfer nicht fahren. Es gab versicherungsrechtliche Probleme.
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Blick aus einer Hütte.
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Die Fauna in Westafrika ist unvergleichlich.
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Hier eine Buschstraβe. Mit dem Wagen gab es manchmal kaum ein Durchkommen.
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Und so begegneten mir die Togolessinen unterwegs.
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dito...
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Auf dem Marsch ins nächste Buschdorf.
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Und wieder hat uns eine Panne ereilt. Ich tue so, als hätte ich Ahnung - doch weit gefehlt!
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Der Innenraum des Citröens ist recht geräumig. Für Entwicklungsdienste allemal ausreichend.
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Peter bei der zigfachsten Radreparatur...
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Wir und unser Auto auf Safaritrip...
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Hier sieht man mal wieder mich zusammen mit Peters Hund Lupo. Ich trug damals vereinzelt afrikanische Tracht. Sich ein Kostüm schneidern zu lassen mit Bubu, Hose und Mütze ist sehr günstig. Und vor allem ist die KLeidung an die afrikanischen Temperaturen angepasst.
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On the way, ein riesiger Termitenhügel. Diese kleinen Tiere knappern gerne an den Holzbrücken. Da muss man sich vorher vergewissern.
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Schlaglöcher gibt es viele und manchmal sind sie sogar mit Wasser gefüllt.
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In der Pause...
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Wieder auf dem Weg durch den Busch.
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Der Agent itinerant an einem Trockenplatz für Früchte.
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Der Chef du village mit Entwicklungshelferin und Dolmetscher.
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Porträtaufnahme
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Beim Bearbeiten von Holz...
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Dorfszene...
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On the way...
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Wasser ist in den Ländern der südlichen Halbkugel ein wichtiges Gut!
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...ein kleines Schweinchen (Ferkel)
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Bei der Arbeit...
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On the way...
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Transit über eine brüchige Holzbrücke. Oft sind diese Planken von Termiten zerfressen, so dass man ihre Befahrbarkeit erst vorher prüfen muss.
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On the way...
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Eine Dorffamilie...
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Eine kleine Mühle.
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Einmal luden wir ein ganzes Dorf zu einem Fest ein. Sie brauten den Trank und zeigten uns etwas Kultur. Vor allem die Tänzer hatten mich fasziniert - mit ihren wilden Trachten und rythmischen Tänzen. Auch die Musik spielten sie selber.
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Beim Tanzen. Alte Tracht mit moderner Sonnenbrille.
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Die Tänzer kauten eine Nuss, was sie etwas high machte. Man schaue sich den vergeisterten Blick an. Ob sie Kontakt mit ihren Ahnen in den Tänzen spüren?
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Mit Pfeil und Bogen sind alle gut aufgelegt.
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High, ich fühle mich high. An der Hüfte hängt Muschelschmuck, früher Zahlungsmittel in Westafrika.
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Auch die Dorfbevölkerung tanzt mit.
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Durch das wilde Tanzen rutscht der Schmuck.
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Geisterbeschwörung???
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Auch die Kleisten tanzen mit. Sie haben den Rythmus im Blut. Mit der Dose raschelt er gekonnt zum Rythmus mit.
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Auf dem groβen Fest...
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Dorfbewohner schmiegen sich an die Tänzer.
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Auch das Dorf kann tanzen. Die Tanzfläche ist für alle da.
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Der Dolmetscher begutachtet die Szene.
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Tanz mit typischem Bubu.
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So gut trommeln wie die Afrikaner kann ich bei Weitem nicht. Ich liebe den afrikanischen Rythmus.
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Auch die Älteren halten nicht hinter dem Berg.
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Szene bei Nacht und Lagerfeuer.
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Die Mädchen schon tragen ihre Geschwister auf dem Rücken.
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Aufstellung zum Gruppenphoto. Alle tragen ihre Sonntagskleidung. Wer noch keinen BH hatte, legt sich jetzt schnell einen an.
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Auf dem Weg zu einer groβen Textilfabrik.
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Bei der Ankunft werden wir (2 Entwicklungshelferinnen vom Service de la lepre und icke) freundlich empfangen.
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Blick in die Halle mit den Spinnspulen.
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Männer bei der Arbeit mit den Nähmaschinen.
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Frauen waren der ganzen Fabrik nicht zu sehen - bis auf uns Besucher.
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Produktschau
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Falten der fertigen T-Shirts.
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Maschine zum Aufwickeln der Stoffe.
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Zum Teil konnten wir auch ältere Maschinen besichtigen.
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Lagerraum
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Fertig bedruckte T-Shirts...
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... da hängen sie...
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Waschmaschinen
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Spinnapparat
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Etwas einfachere Spinnmaschinen.
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Blick in einen Fabrikgang.
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Kontrolle des Produktes.
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Einer der Chefs begleitete uns...
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Nach der Besichtigung der Fabrikanlage suchte ich Entspannung. Peter ludt mich ein, die Wasserfälle von Blitta zu besuchen. Dabei mussten wir zunächst einen kleinen Fuβmarsch durch die faszinierende Natur machen. Sein Hausboy Kossi begleitete uns.
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...über Stock und Stein galt es zu springen.
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Auch Lupo - Peters Hund - hatte stets Neuess zu entdecken.
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Bei kleinen Flussläufen wurden die Hosenbeine hochgekrempelt und man musste sich vorsichtig vorwärts tasten, denn die Steine waren zum Teil sehr glitschig.
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Hier sieht man eine Bananstaude, die sogar Früchte trägt.
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Ein etwas müder Schmetterling.
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Ein afrikanischer Skorpion.
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Und was sehen wir hier? Richtig, es ist Kakao. Er wächst an den Stämmen des Kakaobaumes. Die gelben Früchte sind etwas reifer.
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Eine Palme mit Nüssen.
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So erntet man auf den Palmen.
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Wenn ich mich recht entsinne, waren dies Papayas (oder?).
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Der Wasserfall kommt in Sicht.
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Wir tasten uns langsam ran.
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Da ist er in all seiner Pracht.
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Ich konnte es mir nicht verkneifen, ein Bad zu nehmen. Etwas Angst hatte ich schon, weil ab und zu kleine Steine mit dem Wasserfall in die Tiefe stürzten. Aber es war ein tolles Badegefühl.
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Nach einigen Wochen wollte ich auf eigene Faust einige Länder Westafrikas kennenlernen. Ich entschied mich für die Route Ouagadougou - Niamey - Cotonou - Lomé. Ab jetzt war ich für einige Wochen allein, ohne die Hilfe der Entwicklungshelfer. Ein neues Abenteür begann.
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Eine Entwicklungshelferin wollte nach Sokodé. Ich fuhr im Lastwagen mit.
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Von Sokodé ging es dann per Buschtaxe weiter nach Ouagadougou - Hauptstadt von Burkina Faso. Hier sieht man das Maison du People (Haus des Volkes).
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Eine der Nebenstraβen in Ougadougou.
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Wir nähern uns dem zentralen Markt.
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Ouagadougou war die Stadt der Motor- und Fahrräder.
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Man findet sie überall.
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Ein schönes Motiv - Marktalltag. Später habe ich das Bild in Öl nachgemalt...
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In Burkina Faso gibt es 50% Muslime, rund 40% Anhänger von Naturreligionen und 10% Christen (meist Katholiken).
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Straβenalltag
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Marktstände
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Auf den Märkten ist alles in Gruppen unterteilt - so wie bei uns früher in Zünften. Hier die Kleiderhändler, da die Früchte und so weiter.
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Ein Affe in Ougadougou. Er ist aber eigentlich nicht frei, sondern angekettet. Man sieht die Fessel nur nicht.
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Von Ouagadougou (Burkina Faso) ging es im Buschtaxi weiter nach Niamey (Niger). Erst als das Taxi voll war, fuhren wir los. Die Fahrt dauerte ca. 19 Stunden - die ganze Nacht durch. Ich saβ an der Hinterseite. Die Hintertür war nicht richtig verschlossen, so dass ich bei jedem Anfahren nach hinten gedrückt wurde. Wenn es extrem wurde, ergriffen die Mitinsassen meine Arme und hielten mich fest. Der Sitz bestand aus einer Holzbank, mein Hintern war bei Ankunft ziemlich blau.
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Es gab nur wenige Pausen - zum Pinkeln und zum Beten. In aller Frühe breiteten die Moslems Ihre Matten am Strassenrand aus und beteten gen Mekka - für mich eine fremde Welt.
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Das Buschtaxi war voll bis oben hin. Neben den vielen Personen wurden noch Hühner und Gepäck verstaut, im Innenraum und auf dem Dach.
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Eine einsame Hütte am Wegesrand.
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Geier mitten in einer Kleinstadt. Hier war das Elend deutlich sichtbar. An Getränken gab es in einer Kneipe nur alte CocaCola-Flaschen.
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In Niamey besuchte ich ein Museum, in dem handwerkliche Tätigkeiten und verschiedene Baustile gezeigt wurden.
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Ein Weber bei der Arbeit.
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Die langen Webfäden.
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Eine Hütte im Rohbau.
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dito...
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Stilleben mit zwei Stampfgefäβen.
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Die Struktur der Hüttenwände.
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Hütte mit kleiner Vorratskammer.
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Eine Sitzgelegenheit.
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Ein Platz zum geselligen Beisammensein.
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Hütte in anderem Stil.
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Park im Museum.
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Vögel im Gatter.
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Ein Blick aus meinem Hotelzimmer in Niamey. Es war aber mehr eine Absteige denn ein Hotel. Hier lag ich drei Tage krank im Bett. Ich hatte Fieber und es ging mir schlecht. Ich war allein und hatte Angst, was werden sollte. Den ganzen Tag über spielte man zwei Lieder von den Rolling Stones über die Innenhoflautsprecher. Permanent die gleichen Songs. Ich war voll abgenervt. Aber nach drei Tagen berappelte ich mich und das Abenteür ging weiter.
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Letzter Blick auf das Museum.
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Wir befinden uns jetzt am unteren Saharagürtel. Kamele bestimmten mit das Stadtbild. Tuaregs sah ich, fand aber keinen Kontakt.
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Schnappschuss auf dem Busbahnhof in Niamey. Hier erkundigte ich mich nach einer Weiterfahrmöglichkeit nach Benin.
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So sahen die Buschtaxis aus, die die grossen Strecken fuhren.
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Afrikanerin in Bewegung - ein Schnappschuss.
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Gewöhnliche Straβe in Niamey.
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... ich steck den Kopf aber nicht in den Sand...
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Alltag in Niamey...
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...
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Alte und neü Transportmittel.
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Eine Brücke
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Holz ist ein wichtiger Rohstoff.
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Häuser in Niamey.
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Jetzt ging es wieder richtig los. Die Fahrt von Niamey zur Grenze Benins begann.
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Eine wichtige Buschstraβe.
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Häuser beim Weg aus Niamey.
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Stilleben
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Freundschaften konnte ich viele auf den Buschtaxitouren schlieβen.
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Ein Grenzstein auf dem Weg nach Benin.
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An der Grenze zu Benin hatte ich einen Zwangsaufenthalt. Der Grenzbeamte von Benin wollte mich zunächst nicht einreisen lassen. Ich war Deutscher und er fragte, aus welchem Teil Deutschlands ich käme (!). Benin sei sozialistisch unter der Führung von Präsident Kérékou. Ich schwafelte was von meinem Politikstudium und dass ich einen sozialistischen afrikanischen Staat kennenlernen wollte. Nach einigem Palawer lieβ er mich schlieβlich einreisen. Puuuh...
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Unterwegs traf ich diesen Lehrer. Er sprach Englisch, und eine Unterhaltung war möglich. Er ludt mich ein, sein Elternhaus in Parakou zu besuchen. Ich willigte ein.
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Eine Schöne in Parakou...
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Begegnung auf dem Weg...
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Ein stolzer Fahrradfahrer.
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Ich bin bei der Familie meines Lehrerfreundes angekommen.
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Mit den Kindern konnte ich herrlich spielen.
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Hofansicht
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Zu den Übernachtungen lud mich der Groβvater der Familie in seinem Bett ein. Ich war einverstanden. Das Bett war ziemlich geräumig. Doch bei Dunkelheit (in Westafrika wird es um ca. 18.00 Uhr schlagartig dunkel - liegt an der Erdkugel plus Sonneneinstrahlung) kamen die Mücken. Mit einem Tuch bedeckt, fand ich keine Ruhe. Ich packte meinen Bundeswehrschlafsack aus und verkroch mich darin. Doch ich schwitzte wie Sau. Am nächsten Morgen war der Schlafsack wie auch ich völlig durchnässt.
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Junge trägt Kalebassen zum Markt.
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Szene in Parakou.
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Wir sind nicht in Indien sondern in Benin!
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Die Kinder von Parakou interessieren sich für mein Treiben.
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Auch hier wird - wie überall in der Welt - Fuβball gespielt.
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Ein kleiner Plausch.
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Ich mache einen kleinen Abstecher zu einem sogenannten heiligen See. Hier sollte es noch Krokodile geben. Das wollte ich sehen.
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Unterwegs traf ich auf diese Gruppe.
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Auch diese Kinder traf ich. Holzsammeln gehört zu ihren wichtigsten Aufgaben.
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Wir nähern uns dem heiligen See.
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Hier ist er...
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In einem Dorf nahe des Sees hatte ich mich nach dem Weg erkundigt. Die Bewohner waren sofort begeistert und begleiteten mich. Ich kaufte ein Huhn für einen Fetischeur, der mir die Krokodile anlocken wollte. Am See angekommen unternahm er einige Anstrengungen mit dem verängstigten Huhn. Doch es geschah - nichts. Ich schenkte dem Fetischeur das Huhn.
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Von Parakou ging es weiter mit der Eisenbahn.
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Wir hatten eine Panne mit dem Zug und plötzlich befanden sich die Mitinsassen nicht im sondern unterm Zug und beobachteten die Reparatur.
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Blick in den Zug.
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An jeder Haltestelle gab es reges Markttreiben.
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Wie in der Berliner U-Bahn werden auch hier Fahrräder transportiert...
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Blick aus dem Zug auf die Landschaft.
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Maniokwurzeln wechseln den Besitzer.
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Hühner als Marktware.
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Ich bin in Abomey angekommen. Dieses Denkmal fand ich interessant und fotografierte es.
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Sehr interessant...
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Auch diese Haus nahm ich auf. Danach wurde ich von der Polizei verhaftet. Man nahm mir Kamera inclusive Film ab und sagte, ich hätte Geheimnisse fotografiert. In meiner Not fing ich an zu Weinen und dass so überzeugend, dass die Beamten nicht mehr weiterwussten. Schlieβlich gaben sie mir Kamera mit Film zurück. Gott-sei-Dank!!!
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In Abomey gibt es ein schönes Museum über die Volkskultur. In Abomey gab es früher Königsreiche. Leider durfte man im Museum nicht fotografieren. Ich musste meine Kamera am Eingang abgeben. Nach dem Museumsbesuch wollte ich sie wiederhaben - doch sie war verschwunden. Da sah ich etwas entfernt zwei Männer mit meiner Kamera. Ich sprach sie an. Sie meinten, dass sie mir meine Kamera gerade bringen wollten...
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In diesem von auβen nobel aussehenden Haus habe ich in Abomey übernachtet. Drinnen war es sehr karg. Keine Matratzen im Bett. Ich nahm meinen Schlafsack. Abends schlich ein Hund ums Haus und bellte. Ich konnte kaum schlafen...
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Südlich von Abomey liegt ein malerischer See. Seinen Namen habe ich zu meiner Schande vergessen (vielleicht kann mir jemand helfen?). Hier sollte es Hütten auf dem Wasser geben. Das wollte ich mir angucken. Wir starten vom Festland mittels kleinem Boot.
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Start...
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Erster Blick auf das Wasserdorf.
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Alltagsszene
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Reusen zum Fischfang.
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Fischer beim Ausbessern des Netzes.
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Das Netz wird ausgeworfen...
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Dorfansicht
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Bei dieser Familie war ich zu Gast. Ihr Haus bestand nur aus Holzplanken. Man konnte das Wasser durch die Ritzen sehen. Auch eine Feuerstelle befand sich im Haus. Das fand ich erstaunlich bei dem vielen Holz.
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Alltagsszene
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Leben auf dem Wasser...
Afrika326
Alltägliche Verrichtungen...
Afrika327
Eine Wasserstraβe.
Afrika330
Ausgelegte Reusen für den Fischfang.
Afrika331
Markt auf dem Wasser.
Afrika332
Wasserplatz
Afrika333
Hüttengerüst etwas genauer.
Afrika334
Auf meinem Weg von Cotonou nach Lomé traf ich auf diesen Entwicklungshelfer. Er fuhr mit dem Motorad in die Buschdörfer. Ich durfte als Sozius mitfahren.
Afrika335
Ihr habt es geschafft - wir sind am Ende meiner kleinen Reise... Ich hoffe, der Trip hat euch Spaβ gemacht und ihr habt auch Interesse, selbst einmal ein Abenteuer zu erleben. Ich kann euch nur zuraten. Läβt man sich auf die Gepflogenheiten eines Landes ein und klagt auch nicht über Entbehrungen, dann kann so ein Abenteuer zu einer echten Bereicherung des Lebens führen. Dies war nicht meine letzte Reise. Spätere sind gefolgt. Wer Interesse hat, der schau mal auf meiner Homepage http://www.hanskottke.de vorbei. Es gilt viel zu entdecken. Ihr könnt mir auch eine Email schicken.

CIAO HANS

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