Hier habe ich es bei Schulmedizin belassen. Wems zuviel wird, der gehe weiter...
1. Die retrocoecale Appendicitis ist hinter dem Coecum gelagert, in Verbindung mit der hinteren Bauchwand. Die Hauptzeichen sind also nach dorsal entwickelt, der Druckschmerz ist nur durch bimanuelle (dorso-ventrale) Palpation zu provozieren. Die in der Lende palpierende Hand erzeugt in erster Linie den Schmerz am Überrrand der Darmbeinschaufel unterhalb des Nierenlagers. Dieser Appendicitis-Typ entwickelt sich leichter nach hinten, retroperitoneal, als in die freie Bauchhöhle auf Grund der sich hier anbietenden retroperitonealen Loge (Psoas-Schmerz). Lokalisationen 2. Die Becken-Appendicitis ist neben den Schmerz- und Infektionszeichen durch zusätzliche Syndrome im Harnwegsbereich auffallend: Cystitis, Pollakisurie, Hinweis auf Mitbeteiligung der Blase. Die rectale Untersuchung, die bei allen Fällen unerläßlich ist, deckt diesen Typ der Appendicitis am leichtesten auf, durch den sehr heftig ausgeprägten Douglas-Druck- und Schiebeschmerz.
3. Appendicitis der mittleren Bauchhöhle. Bei der zur mittleren Bauchhöhle lokalisierten Appendicitis decken die letzten Dünndarm-Ileumschlingen den entzündlichen Prozeß ab, wodurch es leicht zu einem fieberhaften Occlusions-Ileus kommen kann. Dieser Appendicitis-Typ ist besonders schwer zu identifizieren auf Grund des von den Darmschlingen in der Tiefe abgekapselten Appendicitis-Prozesses und den dadurch abgeschwächten Palpationssymptomen; auch entzieht sich diese Lokalisation nicht selten der rectalen Palpation. Lediglich die Leukocytose gibt gewisse indirekte Hinweise auf das Bestehen eines Infektionsherdes. 4. Die subhepatische Appendicitis täuscht durch die überwiegend im rechten Oberbauch lokalisierten Schmerzen eine Cholecystitis oder eine Pyelonephritis vor.