Antikriegstag des Friedensbündnisses in Braunschweig…

Gestern wurde im Rahmen des Antikriegstages stellvertretend für alle Kriegsopfer der Menschen, die heute vor einem Jahr in der afghanischen Provinz Kundus einer Völkerrecht und Menschenrechte missachtenden Militärmaschinerie zum Opfer gefallen sind, gedacht. Ich war mit der Kamera dabei…

Aus dem verteilten Flugblatt:

“Bei dem durch einen von der deutschen Bundeswehr veranlassten Bombenangriff auf zwei von Taliban geraubte Tanklastzüge wurden 140 Menschen, darunter Kinder und Jugendliche, ermordet. Dadurch ist deutlich geworden, was für viele bis dahin nur eine böse Ahnung schien: dass Deutschland im Krieg ist und das Geschehen im Kundus einen grausamen Teil des Kriegsalltags gegen die Zivilbevölkerung in Afghanistan darstellt.

Der Oberst, der den Befehl zum so genannten Tanklasterangriff gegeben hatte, ist seit voriger Woche rehabilitiert, nachdem die Bundeswehr angekündigt hat, kein Disziplinarverfahren gegen ihn einleiten zu wollen.

Mindestens beschämend für ein Land, in dem die Einhaltung der Menschenrechte garantiert wird; heißt es doch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (Artikel 1, Absatz 2):
Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.”

Die Forderungen des Friedensbündnisses:

  • Konsequente Abrüstung einschließlich der noch auf deutschem Boden befindlichen Atomwaffen
  • Stopp der Waffenlieferungen in Krisengebiete
  • Abzug der deutschen Soldaten aus Afghanistan
  • Die dadurch freiwerdenden Milliarden Militärausgaben werden im Bildungs- und Sozialhaushalt dringend benötigt.
    Spätestens heute, wo Kriege mehr und mehr auch zur Massenvernichtung an Zivilisten geworden sind, wird es Zeit, den KRIEG als Mittel der Politik zu verdammen!

    Dem kann ich mich voll und ganz anschließen…

    CIAO Hans

    • Share/Bookmark

    Prof. Dr. Ekkehart Krippendorff beim Friedensbündnis Braunschweig…

    Prof. Dr. Ekkehart Krippendorff ist einer der Pioniere der Friedensforschung und referierte gestern bei dem Friedensbündnis Braunschweig zu dem Thema “STAAT & KRIEG”.

    Einige seiner Gedanken erinnerten mich an meinen letzten Artikel. Er schilderte die besondere Situation der Deutschen bei der Ausbildung eines Nationalbewusstseins. Erinnern wir uns: das “Heilige Römische Deutsche Reich” war ein Flickenteppich vieler kleiner Fürstentümer. Ein deutsches Nationalbewusstsein gab es im Gegensatz zu den Spaniern oder Franzosen noch nicht. Erst mit der Beendigung des 30jährigen Krieges durch den Westfälischen Frieden 1648, der quasi zum damaligen Grundgesetz des Reiches wurde, erkannten die Fürstentümer ihre gegenseitige Souveränität an. Doch auch da bestand noch kein gesamtdeutsches Nationalbewusstsein. Man fühlte sich als Schwabe, Holsteiner oder auch als Braunschweiger…

    Ändern tat sich die Situation erst durch die napoleonischen Eroberungen, als die Fürsten und Herzöge vor der Frage standen: wie können wir Napoleon vertreiben? Dazu brauchte man Armeen, Soldaten, die man gegen die napoleonischen Truppen in den Krieg schicken konnte. Eine Wehrpflicht wurde eingeführt und das Militär wurde somit zur “Schule der Nation”. Die deutsche Nation wurde also von oben eingeführt und nicht vom Volk. Die ausgedienten Soldaten wurden als Lehrer in den Schulen eingesetzt und trichterten ihren Schülern mit Rohrstock und Drill das “deutsche Wesen” ein. Militärische Denkmäler und Straßenbenennungen sollten der Identitätsfindung dienen. Im späteren Kaisertum trugen die Kinder Marinekleidung, um ihre Nationalität zu dokumentieren.

    Es dauerte also recht lange, ehe sich die Vorstellung von Deutschland als Kulturnation (Weimarer Klassik: Goethe,Schiller u.a.) in eine Staatsnation wandelte.

    Das Militär denkt in dem Schema Befehl und Gehorsam. Das ist einfach und nicht so kompliziert. Deshalb erscheinen auch militärische Lösungen von Konflikten am einfachsten. Aber am Beispiel Afghanistans sieht man sehr deutlich, dass dieses Vorgehen nicht auf fremde historisch gewachsene Strukturen anwendbar ist. In Afghanistan besteht eine Stammesgesellschaft – Beamte oder ein öffentlicher Dienst, der einer Staatsethik verpflichtet ist, existiert nicht. Die allgemein Korruption in Afghanistan lässt sich nicht auf einzelne Individuen (wie bei uns) reduzieren, sondern ist Teil der bestehenden sozialen Netzwerke (Stammesloyalität).

    Auch in Afrika wurden die Staaten nach dem Kolonialismus einfach in die Unabhängigkeit entlassen, wobei die alten Kolonialmächte ihr eigenes Staatsbild einfach auf Afrika projizierten, ohne die Bedingungen der afrikanischen Strukturen zu berücksichtigen. Und die neuen Staaten waren so brav und postulierten die Unantastbarkeit der neuen Staatsgrenzen.

    Die Lage in Nahost – der Konflikt Palästina/Israel – ist sehr schwierig, weil sich beide Seiten auf eine Staatsfixierung mit starren Grenzen festgelegt haben. Prof. Krippendorff nannte Martin Buber, einen Zionisten und Philosophen, der schon zu Beginn der zionistischen Bewegung und der jüdischen Einwanderung nach Palästina eindringlich mahnte, gute Beziehungen zu den Arabern aufzubauen, was ihm viel Widerspruch und Feindschaft eintrug.
    Wie wäre es, wenn Israel Palästina einfach annektiert und dann ein gemeinsamer Staat mit einem neuen Modus vivendi (Völkerrechtlich bezeichnet der Begriff die vorläufige Verständigung zwischen Völkerrechtssubjekten, die später durch eine endgültige Abmachung abgelöst werden soll) geschaffen wird. Aber gegenwärtig ist dieser Gedanke unrealistisch…

    Zu den immer wieder auftretenden Sezessionsbewegungen meinte Krippendorff:
    unter der Diktatur Francos in Spanien habe sich der Staat immer von den Bevölkerungsgruppen (Basken, Katalanen) entfernt. Die heimischen Sprachen wurden einfach verboten und die Kultur unterdrückt.
    England als United Kingdom war da schlauer. Es verfolgte die Strategie der Devolution (Übertragung administrativer Funktionen in einem Einheitsstaat an regionale Körperschaften). So konnten Konflikte mit Schottland oder Wales befriedet werden.
    Die Auflösung Jugoslawiens, als eine serbische Armee versuchte, die Interessen des Gesamtstaates zu vertreten, war eine Konsequenz. Es wurde diskutiert, in wieweit auch westliche Nationen involviert waren.
    Als positves Beispiel nannte Krippendorf die Schweiz. Die Eidgenossenschaft existiert als loser Staatenbund seit dem 13. Jahrhundert, ist in in 26 Kantone gegliedert und drei-sprachig (Deutsch, Französisch, Italienisch). Föderalismus kann viele Probleme beheben.

    Bemerkenswert fand ich Krippendorffs Einschätzung der Politik Obamas. Mit seiner Wahl zum Präsidenten der USA habe sich ein “Window of opportunity” (günstige Gelegenheit) geboten, das jedoch die Europäer nicht genutzt haben und einfach verstreichen ließen. Heute ist Obama in seinem eigenen Land einer riesigen Hasswelle ausgesetzt. Viele US-Bürger halten Obama für keinen Amerikaner oder einen Moslem. Er hat viele Dinge in den USA in Gang gesetzt, jedoch ist seine Politik mangels Unterstützung wahrscheinlich zum Scheitern verurteilt.

    Was haben wir für Möglichkeiten, den Friedensprozess in der Welt voranzubringen?
    Wie wäre es, wenn wir uns von unserer militärischen Staatsethik in unserem Denken verabschieden würden, wenn bei einem Staatsempfang nicht mehr Soldaten Spalier stehen sondern Vertreter aus jeder Berufsgruppe. Wir müssen einfach klar zur Kenntnis nehmen, dass eine militärische Lösung von Konflikten zwar einfach erscheint, jedoch keine Dauerlösung verspricht.

    Krippendorf rezitierte die “Kinderhymne” von Bertold Brecht (ich habe sie im vorigen Artikel aufgeführt) und nannte das Forum Ziviler Friedensdienst.

    Ich habe an dem Abend viel gelernt…

    CIAO Hans

    • Share/Bookmark

    Die Geschichte Lateinamerikas…

    This movie requires Flash Player 9

    Ich habe mich in letzter Zeit mit der Geschichte Lateinamerikas beschäftigt und danach obige kleine Animation erstellt. Lateinamerika ist ein politisch-kultureller Begriff, der dazu dient, die spanisch- und portugiesischsprachigen Länder Amerikas von den anglo-amerikanischen Ländern Amerikas abzugrenzen. (Wikipedia)

    Lateinamerika ist die Geschichte der indigenen Völker, der Konquistadoren – der Abenteurer und Eroberer im Namen Spaniens und der Portugiesen – , des Sklavenhandels, der Unabhängigkeitskämpfe der Kreolen, des Panamerikanismus und der vielen Militärputsche. Guerillakämpfe fanden in vielfältiger Form in vielen dieser Länder statt und neuerdings versucht man in einigen Ländern die Umsetzung einer neuen Form des Sozialismus.

    Jeder bilde sich selber ein Urteil – die Animation ist nur zum Einstieg in die Problematik Lateinamerika gedacht…

    Hinweis: die einzelnen Szenen der Animation lassen sich durch den Stopp-Button anhalten und über die Maustaste sind viele Links zu Wikipedia geschaltet. Mit der Weiter-Taste erfolgt die Fortsetzung. Man kann aber auch einfach alles durchlaufen lassen…

    CIAO Hans

    • Share/Bookmark

    Gedenken an den Atombombenabwurf über Hiroshima/Nagasaki…


    Download Video or MP3

    Auch nach 65 Jahren ist es ein Gebot der Stunde, an die Ereignisse des Augustmonats im Jahre 1945 zu erinnern. Die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki haben die Welt grundlegend verändert. Die Menschheit hat versucht, die Kraft der Sonne für ihre Zwecke einzusetzen – und das in der zerstörerichsten Art. Seit dem 6. August 1945 schwebt ein Damoklesschwert über der Menschheit.

    Doch statt aus dem Elend der unbezähmbaren Kraft der Atomenergie zu lernen, haben immer mehr Staaten auf diese Kraft gebaut. Arsenale der Vernichtung wurden angelegt, mit dem Argument der Abschreckung. Doch die Zukunft steht uns nur offen, wenn wir für eine atomwaffenfreie Welt einstehen und dieses Ziel mit all unsere Kraft zu verwirklichen suchen. Möglichkeiten gibt es, wir müssen sie nur ergreifen… (Beispiel: Aktion – “unsere Zukunft – atomwaffenfrei”)

    Als ich mir nochmals bei Wikipedia die Ereignisse nachlas, fielen mir ein paar Zeilen ein:

    Achtuhrfünfzehn schlug die Stunde
    Da gab Tibbets Abwurf frei
    Und Hiroshima ging voll zugrunde
    Sein Bomber hieß Enola Gay.

    Er nannte ihn nach seiner Mutter
    Und die Bombe “Little Boy”
    Er meinte noch, er wär ein Guter,
    Und er warf sie ohne Scheu.

    Nach dem Blitz die Sturmeswelle
    Feuer von Millionen Grad
    Schatten blieben nur an Mauerstelle
    Und atomar war auch die Saat.

    Viele Mütter unten – die Verletzten
    Weinten ums verbrannte Kind
    Deren Haut hing nur in Fetzen
    Und der Tod – er kam geschwind.

    Das Blut – es quoll aus allen Poren
    Niemand war davor gefeit
    Das Leben so sie schnell verloren
    Hilfe stand nicht mehr bereit.

    Mahnung sei uns all dies Elend
    Menschheit gibts nur ohn Atom
    Stoppt die Bombe – macht ein Ende
    Bombenfrei – das sei der Lohn!

    PS: Eine kleine Kindergeschichte zu Atomversuchen findet ihr hier – GAIA – Planet der Pilze

    CIAO Hans

    • Share/Bookmark

    Cristopher-Street-Day – Sommerlochfestival in Braunschweig…

    Am letzten Wochenende fand auch in Braunschweig ein Christopher-Street-Day-Festival statt. Christopher Street Day (CSD) ist ein Festtag, Gedenktag und Demonstrationstag von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender. Der CSD erinnert an den ersten, bekannt gewordenen Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street im Stadtviertel Greenwich Village am 28. Juni 1969.

    2000 Besucher schauten der Parade zu und feierten gemeinsam mit den Schwulen, Lesben, Bi-, Trans- und Heterosexuellen. Unter dem Motto “Demonstrativ für ein neues Klima” standen die Forderungen nach mehr gesellschaftlicher Toleranz und Anerkennung sowie gegen Diskriminierung.

    Ich war mit meiner Videokamera dabei und habe das bunte Treiben aufgenommen:


    Download Video or MP3

    Auch die Politik soll nicht zu kurz kommen…


    Download Video or MP3

    Viel Spaß beim Ansehen!

    CIAO Hans

    • Share/Bookmark

    Gedenken an die Rieseberg-Opfer des Nationalsozialismus…

    Am Jahrestag der Ermordung der Opfer von Rieseberg erinnerten sich Braunschweiger an ihre Schicksale. Auf einer Sonderfahrt wurden Kränze an den Gedenkstätten von Heinrich Jasper, an den Gräbern auf dem Urnenfriedhof der Stadt Braunschweig sowie am Gedenk-Relief in Rieseberg niedergelegt.

    Was war 1933 unter dem Terror der Nazi-Diktatur geschehen?

    Am Donnerstag, dem 29. Juni 1933, gingen in Braunschweig in Zivil gekleidete SA- und SS-Männer gegen politische Gegner unter der dortigen Arbeiterschaft vor. Den Grund dafür lieferte die Suche nach Personen, die kurz zuvor illegale Flugblätter verteilt hatten. Während dieser Aktion im Braunschweiger Arbeiterviertel Eichtal trafen an der Kreuzung Eichtalstraße, Gartenkamp, Spinnerstraße zwei SS-Trupps aufeinander, die sich gegenseitig für die Gesuchten hielten und das Feuer aufeinander eröffneten. Der SS-Angehörige Gerhard Landmann wurde dabei tödlich getroffen.

    Ein offizielles Ermittlungsverfahren wurde dann jedoch nicht eingeleitet, alle Bestrebungen dies zu tun, wurden aktiv unterbunden. Stattdessen entschlossen sich Landespolizeichef und SS-Obergruppenführer Jeckeln und der braunschweigische Ministerpräsident und Innenminister Klagges wider besseres Wissen, die Tat den Kommunisten anzulasten und die eigentlichen Umstände des Todes zu vertuschen und so die Tat für die Ziele der Nationalsozialisten auszuschlachten.

    So wurden mehrere Hundert Personen, die „üblichen Verdächtigen“ der Nationalsozialisten, verhaftet und in das von der SA zuvor besetzte und zum „Schutzhaft“-Gefängnis zweckentfremdete AOK-Gebäude in der Fallersleber Straße verbracht, wo sie z. T. tagelang gefoltert wurden, um Informationen und Geständnisse zu erpressen. Die Gefangenen wurden am 4. Juli per Lastkraftwagen zum Pappelhof bei Rieseberg, ca. 30 km östlich von Braunschweig, transportiert. Über mehrere Stunden wurden die Opfer von SS-Männern aufs Schwerste misshandelt. Gegen 23 Uhr sei schließlich ein Personenkraftwagen auf den Hof gefahren, dem vier bis fünf Personen entstiegen, die die Gefangenen binnen kürzester Zeit erschossen. Einige Tage darauf wurden die Leichen auf dem Rieseberger Friedhof in ungekennzeichneten Gräbern verscharrt. (Näheres siehe Wikipedia)

    Hier zwei kurze Videos von der Gedenkveranstaltung:


    Download Video or MP3


    Download Video or MP3

    Gegen das Vergessen!

    PS: Braunschweig unter dem Hakenkreuz hier

    CIAO Hans

    • Share/Bookmark

    Protestkundgebung der Linken Braunschweig gegen das Sparpaket…

    Gestern fand vor dem Citypoint in Braunschweig eine Protestkundgebung des Kreisverbandes der Linken Braunschweig statt. Das Wetter war super und eine Sambaband von Attac sorgte zwischen den Redebeiträgen für gute Stimmung.

    Dies war der erste Versuch, den Protest gegen das Sparprogramm der Regierung auf die Straße zu tragen. Nach den Schulferien sind weitere Kundgebungen auch in Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und anderen Organisationen geplant.

    Ich lasse einfach das Video sprechen…


    Download Video or MP3

    CIAO Hans

    • Share/Bookmark

    Gedenken an die Bücherverbrennungen der Nazis 1933 in Braunschweig…

    Heute wurde mit der Verlegung einer Gedankplatte vor dem Braunschweiger Schloss der Bücherverbrennung 1933 durch die Nazis auf dem Schlossplatz gedacht.

    Diese Gedenkplattenverlegung fand nach einstimmigem Beschluss der Ratsversammlung statt. Und zwar genau an dem Ort, an dem 1933 die Bücher verbrannt wurden – dem Schlossplatz.

    In den Reden von Oberbürgermeister Dr. Hoffmann und Prof. Dr. Biegel wurde nochmals die Bedeutung dieses Ereignisses hervorgehoben.

    Begleitet wurde diese Erinnerung musikalisch durch Musiker der städtischen Musikschule.
     
     
     
     
     
     
    Um die Ereignisse nochmals vor unseren Augen darzustellen, zitiere ich aus dem Text der Rede von Prof. Dr. Biegel, der an die Umstehenden verteilt wurde:

    Auszug aus der Rede von Prof. Dr. Biegel:

    “Es war aus geschichtlicher Distanz und mit dem Wissen um die Folgen betrachtet, keineswegs ein Mittwoch wie jeder andere, der 10 Mai 1933 vor 77 Jahren. In seinen Abendstunden flammten in den deutschen Universitäts- und Hochschulstädten – den Zentren der Intelligenz und der weltweit vernetzten Wissenschaften – die Scheiterhaufen auf, verbrannten die braunen Schergen von der SA und dem Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund (NSDStB) die Bücher und Schriften missliebiger Autoren. Wie entwürdigend und menschenverachtend die Aktionen durchgeführt wurden, macht ein Zeitungsbericht über die Bücherverbrennung in Hannover erschreckend deutlich:

    »Es ist ein Viehwagen! – Man hätte außer einer Dungkarre kaum ein besseres Gefährt finden können für den Berg von Schmutz, der sich darauf häuft. Es ist noch Zelt, schnell einmal hinaufzuklettern und einen Blick in die umfangreiche Auswahl an „Literatur“ zu werfen. Einem Nationalsozialisten kann dabei schlecht werden. Man ist versucht zu vergessen, dass der leise Stallgeruch eigentlich dem Wagen anhaftet, er könnte gerade so gut diesem Haufen Unrat entströmen«.

    Tendenz dabei war eindeutig: Die Bücherverbrennung sollte sein: antimarxistisch, antibolschewistisch, antijüdisch und antirepublikanisch. Plakate und politische Symbole, die mit verbrannt wurden, sollten diese Orientierung verdeutlichen.

    Von der Technischen Hochschule ging in Braunschweig die Bücherverbrennung aus, von dort marschierten am 10. Mai 1933 die Bannerträger gegen den undeutschen Geist zum Schlossplatz. Der Rektor der Technischen Hochschule befand sich an der Spitze und eine »große Menschenmenge« hatte sich am Schlossplatz eingefunden, dazu Behördenvertreter sowie Vertreter der Berufsfeuerwehr einschließlich einer aktiv tätigen Löschmannschaft. Auch die Bevölkerung war über die Presse zur Mitwirkung aufgefordert worden und hat kräftig und mit Elan mitgewirkt, um die heimischen Bücherregale »zu säubern«. So konnte schließlich auf dem Schlossplatz zwischen den herzoglichen Reiterstandbildern »ein riesiger Scheiterhaufen errichtet« werden mit »Schmutz- und Schundschriften« – fast drei Meter hoch, von einer dichten Menschenmenge umlagert:

    »Die ganze Studentenschaft der hiesigen Hochschule zog unter Vorantritt der SA-Kapelle Lukaschik das von SA-Männern getragenen Hochschulbanners der Carolo Wilhelmina, der Hakenkreuzbanner, der Fahne der Stahlhelm-Hochschulgruppe Mackensen und der Fahnen der studentischen Korporationen zum Schlossplatz, auf dem bei ihrer Ankunft bereits eine dichte Menschenmenge den großen Feuerstoß umstand. An dem symbolischen Akt auf dem Schlossplatz nahmen auch der Rektor der Technischen Hochschule, Professor Dr. Hormann, ein Teil der Professorenschaft und Vertreter der Behörden und Formationen der nationalen Verbände teil. Der Leiter des „Kampfausschusses wider den undeutschen Geist“, Student Probst, gab seiner Freude über die starke Anteilnahme an diesem Akt Ausdruck und begrüßte besonders die Vertreter der Hochschule und die Behörden. Im lodernden Schein des Feuerstoßes hielt der Vorsitzer der Braunschweiger Studentenschaft cand. Lindenberg, an die Versammelten eine mitreißende Ansprache, in der er u.a. ausführte: Die deutsche Studentenschaft hat ihr Handeln gegen den undeutschen Geist gerichtet. Die deutsche Studentenschaft, die deutsche Jugend ist sich der Tatsache bewusst, Hüter des geistigen Erbes der Nation zu sein. Mit der nationalen Revolution falle dem Studenten mit die Aufgabe zu, den Staat auch geistig zu erobern und ihn geistig zu gestalten und neu zu gestalten. Die deutsche Studentenschaft hat sich als Schrittmacherin in die vorderste Reihe gesetzt, um den undeutschen Geist und alles Wesensfremde auszurotten. Die Scheiterhaufen in allen deutschen Hochschul- und Universitätsstädten sollen aller Welt ein Symbol dafür sein, dass die deutsche Jugend begonnen hat, mit aller Energie an der geistigen Erneuerung an dem geistigen Wiederaufstieg zu arbeiten.« (BlZ vom 11. Mai 1933)

    Verbrannt wurden u.a. 640 Bände aus der TH- Bibliothek, ca. 240 Bände aus der Bücherei des Studentenwerks und 117 Bände aus der Öffentlichen Bücherei sowie viele aus Privatbesitz…

    Was man vor 77 Jahren am 10. Mai 1933 verbrannte, waren Stellvertreter für den freien Geist, auf dem die Kultur Europas gründete, der die Humanität unserer Welt erst möglich macht…

    Gedenken wir heute des Fanals vom 10. Mai 1933 und versuchen wir uns selbst eine ehrliche Antwort auf diese letzte Frage zu geben! Ein Ansatz zum Nachdenken und auch für die Hoffnung, gegen das Vergessen nicht vergeblich anzukämpfen, mag die Tatsache sein, wegen der wir uns heute hier getroffen haben: daß mit dieser Gedenkplatte dem barbarischen Ereignis von 1933 am »Tatort« gedacht und für die Zukunft wir alle und besonders auch die Jugend unserer Stadt erinnert werden, damit wir das »Nie wieder!« nicht als Phrase sondern ernste Mahnung begreifen lernen!”

    Gegen das Vergessen!

    CIAO Hans

    • Share/Bookmark

    Afrika hat seine eigene Geschichte…

    Afrika – dieser Begriff übte für mich schon in meiner Jugendzeit eine Faszination aus. Ich werde nie meine Gefühle vergessen, als ich das erste Mal auf einer Fähre von Algeciras nach Ceuta übersetzte. In jungen Jahren verließ ich Europa und machte mich erstmals auf in Richtung Afrika. Mal abgesehen von den Problemen mit den langen Haaren damals am Grenzübertritt (ich musste sie auf dem Schiff schneiden, um in Marokko eingelassen zu werden) und der totalen Filzung nach Haschisch waren die Fahrten in Marokko mit meinem alten Renault ein wunderbares Erlebnis. In Marrakesch saß ich auf einer Terasse und beobachtete erstmals das mir so fremde Treiben der Markthändler, der Schlangenbeschwörer und Geschichtenerzähler. Alles war mir fremd und ich sog die Eindrücke tief in mich hinein.

    Später traf ich auf die arabische Kultur in Ägypten und Syrien, sah die vielen Überbleibsel des großen Reiches der Pharaonen und anderer Völker. Doch dies war Nordafrika und nicht Afrika. Wenn ich einen Ägypter in Kairo fragte, wie er sich als Afrikaner fühle, so bekam ich meist die Antwort: “Ich bin kein Afrikaner…”.

    Erst viel später auf meinen Reisen durch Ghana, Togo, Burkina Faso, Niger und Benin begriff ich den Unterschied zwischen Nordafrika und dem Subsaharischen Afrika. Und da ich in Togo einen Entwicklungshelfer aus dem Lepradienst des Deutschen Entwicklungsdienstes als Freund kannte, bekam ich die seltene Möglichkeit, als Tourist auch mal in die Buschdörfer zu gelangen und das Leben auf dem Lande kennenzulernen. Durch die Begleitung der Erfassung und Arbeit mit Leprakranken “im offiziellen Auftrag” bekam ich Kontakte mit den Dorfchefs (Chef du Villages) und wir hatten stets einen Dolmetscher dabei, der unsere Worte in Ewe und andere Sprachen übersetzte. Manchmal waren auch mehrere Übersetzer erforderlich. Stets wurden wir von dem Dorfchef in seiner Hütte mit Begrüßungstrunk empfangen und auf seine Frage “Woher kommen Sie…” wurde aus meiner knappen Antwort durch die vielen Übersetzungen meist eine lange Abhandlung, begleitet durch vielfältiges Kopfnicken der Anwesenden. Wir tranken selbstgebrautes Bier aus Kalebassen und einige Riten mussten auch von uns Europäern eingehalten werden. Erst nach dieser Begrüßungszeremonie – wobei vielfältige schwarze Kinderaugen durch die Tür lugten – wurden die orgnisatorischen Dinge geklärt. Es galt einen Tag zu finden, wo sich das ganze Dorf zu einer Reihenuntersuchung einfand – Frauen mit ihren Kindern und alle Männer. Leprakranke mussten versorgt werden und auch Medikamente wurden verteilt. Einen Bericht zu meiner Reise könnt ihr hier lesen.

    Mal abgesehen von Ägypten und den Pharaonen, von denen wohl schon jedes Kind schon einmal etwas gehört hat, hat aber auch der “Rest”-Afrika eine lange Geschichte. Es ist die Geschichte von lange untergegangenen Reichen, dem Vordringen des Islam in Nord- und Ostafrika nach dem Tod Mohammeds (632 n.Chr.), dem Sklavenhandel (15. Jahrhundert bis 1815 – als auf dem Wiener Kongress die Sklaverei geächtet wurde), der ungefähr 15 Millionen aus ihrer Heimat riss und entwurzelt in der Karibik und im nord- und südamerikanischen Kontinent stranden ließ. Es folgten vielfältige Missionierungsversuche und die gewaltsame Besitznahme der Ländereien durch europäische Kolonisten, die auf der Kongokonferenz in Berlin von 1884 unter der Leitung von des deutschen Kanzlers Bismarck die Länder Afrikas unter sich aufteilten (dabei gab es ein Deutsches Reich erst seit 1871!). Vor einer 5 Meter großen Karte von Afrika wurden einfach mit dem Lineal Linien über den Kontinent verteilt, ohne Rücksicht auf Kulturen oder Menschen wurden nur die Interessen der Europäer beachtet, Interessengebiete zur Ausbeutung des Kontinents festgelegt.

    Und die neuen Kolonialherren verteidigten ihre Gebiete – wenn es sein musste auch militärisch -, und verübten Gräuel an den Einheimischen bis hin zum Völkermord. Die Weißen hielten eine eigenständige Kultur der Schwarzen nicht für möglich. Und viele Europäer vertraten rassistisches Gedankengut, welches ja sogar bis in die Neuzeit in Südafrika überlebte (Buren, Apartheid).

    In den 60er Jahren erhielten die meisten afrikanischen Staaten teilweise nach erbitterten Kämpfen ihre Unabhängigkeit. Dabei gab es ein unveränderliches Gebot: die durch die Konolialmächte gezogenen Grenzen durften nicht angetastet werden. Aber auch unter dieser Voraussetzung versuchte Afrika, sich neu zu organisieren.

    Die Identität einer Staatszugehörigkeit war bei vielen Menschen noch nicht ausgebildet. Der Familienverband oder die Ethnie waren die alten afrikanischen Denkmuster. Große Führer, die ihre Ausbildung zum Teil an europäischen Universitäten erhalten hatten, da es die afrikanischen einfach noch nicht gab, versuchten, neue Strukturen aufzubauen. Nkrumah in Ghana, Nyerere in Tansania, Touré in Guinea, Lumumba im Kongo, um nur einige zu nennen, hatten eine schwere Aufgabe vor sich. Doch der Neuanfang scheiterte meist durch Militärputsche junger Offiziere, wie zum Beispiel im Kongo durch Mobutu, Bokassa in Zentralafrika oder Idi Amin in Uganda. In einer Authentizitätskampagne benennt der Diktator Mobutu den Kongo um in Zaire und verlangt sogar die Änderung aller christlicher Namen in Namen afrikanischen Ursprungs. Dabei betrachteten diese Diktatoren die Länder als ihre Länder und bereicherten sich auf Kosten des Volkes. Korruption ist ein weit verbreitetes Übel in Afrika.

    Im Süden Afrikas, wo sogar ein ganzes Land nach dem englischen Kolonisten Cecil Rhodes benannt wurde – Rhodesien -, hielt sich das rassistische Denken bis in unsere Tage. Sogar die alten Zeugnisse von Great Zimbabwe, einer frühen afrikanischen Kultur, wurden nicht den Afrikaner zugeordnet sondern sie sollten das Goldland Ophir von Salomon aus dem Alten Testament der Bibel sein. Nur diese Vorstellung vertrug sich mit dem rasistischen Denken der Weißen. Heute ist Rhodesien in Sambia und Simbabwe aufgeteilt. In Simbabwe herrscht heute Robert Mugabe, der einst mit sozialistischen Ideen angetreten war. Ab 1990 vertrat er eine Politik der Enteignung und Vertreibung der weißen Farmbesitzer, die die Schwarzen für das geschehene Unrecht der Vergagenheit entschädigen sollte. Heute sind heute Hunger, Arbeitslosigkeit, Energieknappheit und Binnenflucht in Simbabwe weit verbreitet.

    Die oben aufgeführten Beispiele sind nur ein kleiner Ausschnitt aus der Geschichte Afrikas. Afrika hat eine lange sehr komplexe Geschichte. Heute ist so wenig von den alten Reichen bekannt, weil Afrika nur sehr wenige Schriftstücke hinterlassen hat (Geschichte durch mündliche Überlieferung). Und Afrika befindet sich immer noch in der Phase der Selbstfindung mit allen daraus resultierenden Folgen wie Korruption, Diktatoren und Kriegen. Die einfache Übertragung von unserem Demokratiebegriff auf Afrika ist aufgrund der eigenständigen Entwicklung nicht möglich. Auch die einfache Gabe von Entwicklungsgeldern, was ja unser Gewissen beruhigt, ist nicht so ohne weiteres immer sinnvoll. Natürlich ist humanitäre Hilfe im Notfall immer gerechtfertigt. Aber im Mittelpunkt sollte stehen: die Hilfe zur Selbsthilfe. Das sage ich nicht als überheblicher Europäer, der weiß, wo es langgeht…

    Jetzt schaut die ganze Welt auf Afrika: erstmals findet auf diesem Kontinent ein Weltereignis statt – die Fußballweltmeisterschaft. Geben wir Afrika das Selbstvertrauen, was es für seine Zukunft braucht. Ich wünsche es Afrika von ganzem Herzen…
    …denn ich bin auch ein Afrikaner…

    Hier ein paar Stichpunkte aus der Geschichte Afrikas:


    Afrika – der unbekannte Kontinent auf einer größeren Karte anzeigen

    CIAO Hans

    • Share/Bookmark

    Zur aktuellen Situation der Kinderarmut in Braunschweig…

    Auch in den reichen Industriestaaten wird ein Problem immer drängender: die Zunahme der Armut und da vor allem die Kinderarmut. Als armutsgefährdet gelten nach EU-Definition Personen, die mit weniger als 60% des mittleren Einkommens auskommen müssen und die über so geringe materielle, kulturelle und soziale Mittel verfügen, dass sie von der Lebensweise ausgeschlossen sind, die in dem Mitgliedsstaat, in dem sie leben, als Minimum hinnehmbar ist.

    “Die Zunahme der Armutsrisikobetroffenheit in Deutschland fällt mit Blick auf die Bevölkerungsgruppe der Kinder unter 15 Jahren besonders drastisch aus: Während im Jahr 2000 15,7% der Kinder von einem Armutsrisiko betroffen waren, kam es im Laufe der letzten Jahre zu einer Steigerung um zwei Drittel, so dass derzeit (2006) 26,3% der Kinder unter 15 Jahren unter der Armutsrisikoschwelle leben. Die Armutsrisikoquote von Kindern ist nicht nur stärker als die Quote der Gesamtbevölkerung gestiegen; Kinder waren auch immer erheblich stärker von einem Armutsrisiko betroffen als die gesamte Bevölkerung” (Quelle).

    Kinderarmut ist immer auch Familienarmut. Der Begriff der Kinderarmut umfasst die Folgen familiärer Einkommensarmut auf Mädchen und Jungen. Damit meint er weit mehr als materielle Armut. Auch die kulturelle Versorgung, die soziale, die psychische und die physische Lage der Kinder ist betroffen. Ebenso wird der Schulerfolg durch das frühe Erleben von Armut geprägt.

    “Während in der oberen Herkunftsschicht 82 Prozent aller Kinder das Abitur anstreben, sind es bei der unteren Herkunftsschicht nur 21 Prozent. Die Ungleichheit zeigt sich besonders deutlich in der Freizeit. Das benachteiligte Viertel der Kinder verbringt diese Zeit überwiegend mit passiven Handlungen, insbesondere Fernsehen und andere elektronische Spiele. Demgegenüber kommen Sport, Kunst, Musik und Lesen erheblich zu kurz.”(World Vision Kinderstudie)

    Der UNICEF-Bericht zur Lage von Kindern in Deutschland kommt zu dem Schluss, dass Deutschland zwar eine der wichtigsten Exportnationen dieser Erde sein mag, in Bezug auf das Wohlbefinden der hier lebenden Kinder kann es jedoch in allen untersuchten Dimensionen allenfalls als Mittelmaß gelten!
    Die skandinavischen Länder, die für einen umfassenden Wohlfahrtsstaat mit einer ausgeprägten Kindorientierung bekannt sind, die niedrigsten Kinderarmutsraten aufweisen (Dänemark 3%, Finnland 4%, Schweden 4%, Norwegen 5%).(Quelle)

    Vor allem in Familien, die ihren Lebensunterhalt mit Hartz IV bestreiten müssen, in Familien mit einem allein erziehenden Elternteil oder in Familien mit Migrationshintergrund, sind Kinder von Armut zunehmend betroffen. Durch die jetzt geplante Streichung des Hartz IV-Eltern-Geldes von monatlich 300,- € würde sich die Lage der Kinder noch mehr verschärfen…

    Da Kinderarmut meist in Familien mit ALGII (HartzIV) auftritt, schauen wir uns einmal die Verteilung der Kinder mit Hartz IV in Braunschweig an:

    Kinder in ALGII-Bezug in Braunschweig

    Ich finde, diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache!

    Es ist unbedingt notwendig, dass auch in Braunschweig vermehrte Anstrengungen gegen Kinderarmut unternommen werden. Der jetzt geplante Abbau von Sozialleistungen (Elterngeld) ist der falsche Weg. Die Kinder sind unsere Zukunft! Sie brauchen die Chance auf gute Ausbildung und Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben. Und dazu brauchen sie die materielle Unterstützung unserer Gesellschaft. Sollten wir dafür keine Mittel übrig haben…?

    CIAO Hans

    • Share/Bookmark
    Pages: 1 2 3 Next

    Nächste Seite »

    This site employs the Wavatars plugin by Shamus Young.