Protestkundgebung der Linken Braunschweig gegen das Sparpaket…

Gestern fand vor dem Citypoint in Braunschweig eine Protestkundgebung des Kreisverbandes der Linken Braunschweig statt. Das Wetter war super und eine Sambaband von Attac sorgte zwischen den Redebeiträgen für gute Stimmung.

Dies war der erste Versuch, den Protest gegen das Sparprogramm der Regierung auf die Straße zu tragen. Nach den Schulferien sind weitere Kundgebungen auch in Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und anderen Organisationen geplant.

Ich lasse einfach das Video sprechen…


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CIAO Hans

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Gedenken an die Bücherverbrennungen der Nazis 1933 in Braunschweig…

Heute wurde mit der Verlegung einer Gedankplatte vor dem Braunschweiger Schloss der Bücherverbrennung 1933 durch die Nazis auf dem Schlossplatz gedacht.

Diese Gedenkplattenverlegung fand nach einstimmigem Beschluss der Ratsversammlung statt. Und zwar genau an dem Ort, an dem 1933 die Bücher verbrannt wurden – dem Schlossplatz.

In den Reden von Oberbürgermeister Dr. Hoffmann und Prof. Dr. Biegel wurde nochmals die Bedeutung dieses Ereignisses hervorgehoben.

Begleitet wurde diese Erinnerung musikalisch durch Musiker der städtischen Musikschule.
 
 
 
 
 
 
Um die Ereignisse nochmals vor unseren Augen darzustellen, zitiere ich aus dem Text der Rede von Prof. Dr. Biegel, der an die Umstehenden verteilt wurde:

Auszug aus der Rede von Prof. Dr. Biegel:

“Es war aus geschichtlicher Distanz und mit dem Wissen um die Folgen betrachtet, keineswegs ein Mittwoch wie jeder andere, der 10 Mai 1933 vor 77 Jahren. In seinen Abendstunden flammten in den deutschen Universitäts- und Hochschulstädten – den Zentren der Intelligenz und der weltweit vernetzten Wissenschaften – die Scheiterhaufen auf, verbrannten die braunen Schergen von der SA und dem Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund (NSDStB) die Bücher und Schriften missliebiger Autoren. Wie entwürdigend und menschenverachtend die Aktionen durchgeführt wurden, macht ein Zeitungsbericht über die Bücherverbrennung in Hannover erschreckend deutlich:

»Es ist ein Viehwagen! – Man hätte außer einer Dungkarre kaum ein besseres Gefährt finden können für den Berg von Schmutz, der sich darauf häuft. Es ist noch Zelt, schnell einmal hinaufzuklettern und einen Blick in die umfangreiche Auswahl an „Literatur“ zu werfen. Einem Nationalsozialisten kann dabei schlecht werden. Man ist versucht zu vergessen, dass der leise Stallgeruch eigentlich dem Wagen anhaftet, er könnte gerade so gut diesem Haufen Unrat entströmen«.

Tendenz dabei war eindeutig: Die Bücherverbrennung sollte sein: antimarxistisch, antibolschewistisch, antijüdisch und antirepublikanisch. Plakate und politische Symbole, die mit verbrannt wurden, sollten diese Orientierung verdeutlichen.

Von der Technischen Hochschule ging in Braunschweig die Bücherverbrennung aus, von dort marschierten am 10. Mai 1933 die Bannerträger gegen den undeutschen Geist zum Schlossplatz. Der Rektor der Technischen Hochschule befand sich an der Spitze und eine »große Menschenmenge« hatte sich am Schlossplatz eingefunden, dazu Behördenvertreter sowie Vertreter der Berufsfeuerwehr einschließlich einer aktiv tätigen Löschmannschaft. Auch die Bevölkerung war über die Presse zur Mitwirkung aufgefordert worden und hat kräftig und mit Elan mitgewirkt, um die heimischen Bücherregale »zu säubern«. So konnte schließlich auf dem Schlossplatz zwischen den herzoglichen Reiterstandbildern »ein riesiger Scheiterhaufen errichtet« werden mit »Schmutz- und Schundschriften« – fast drei Meter hoch, von einer dichten Menschenmenge umlagert:

»Die ganze Studentenschaft der hiesigen Hochschule zog unter Vorantritt der SA-Kapelle Lukaschik das von SA-Männern getragenen Hochschulbanners der Carolo Wilhelmina, der Hakenkreuzbanner, der Fahne der Stahlhelm-Hochschulgruppe Mackensen und der Fahnen der studentischen Korporationen zum Schlossplatz, auf dem bei ihrer Ankunft bereits eine dichte Menschenmenge den großen Feuerstoß umstand. An dem symbolischen Akt auf dem Schlossplatz nahmen auch der Rektor der Technischen Hochschule, Professor Dr. Hormann, ein Teil der Professorenschaft und Vertreter der Behörden und Formationen der nationalen Verbände teil. Der Leiter des „Kampfausschusses wider den undeutschen Geist“, Student Probst, gab seiner Freude über die starke Anteilnahme an diesem Akt Ausdruck und begrüßte besonders die Vertreter der Hochschule und die Behörden. Im lodernden Schein des Feuerstoßes hielt der Vorsitzer der Braunschweiger Studentenschaft cand. Lindenberg, an die Versammelten eine mitreißende Ansprache, in der er u.a. ausführte: Die deutsche Studentenschaft hat ihr Handeln gegen den undeutschen Geist gerichtet. Die deutsche Studentenschaft, die deutsche Jugend ist sich der Tatsache bewusst, Hüter des geistigen Erbes der Nation zu sein. Mit der nationalen Revolution falle dem Studenten mit die Aufgabe zu, den Staat auch geistig zu erobern und ihn geistig zu gestalten und neu zu gestalten. Die deutsche Studentenschaft hat sich als Schrittmacherin in die vorderste Reihe gesetzt, um den undeutschen Geist und alles Wesensfremde auszurotten. Die Scheiterhaufen in allen deutschen Hochschul- und Universitätsstädten sollen aller Welt ein Symbol dafür sein, dass die deutsche Jugend begonnen hat, mit aller Energie an der geistigen Erneuerung an dem geistigen Wiederaufstieg zu arbeiten.« (BlZ vom 11. Mai 1933)

Verbrannt wurden u.a. 640 Bände aus der TH- Bibliothek, ca. 240 Bände aus der Bücherei des Studentenwerks und 117 Bände aus der Öffentlichen Bücherei sowie viele aus Privatbesitz…

Was man vor 77 Jahren am 10. Mai 1933 verbrannte, waren Stellvertreter für den freien Geist, auf dem die Kultur Europas gründete, der die Humanität unserer Welt erst möglich macht…

Gedenken wir heute des Fanals vom 10. Mai 1933 und versuchen wir uns selbst eine ehrliche Antwort auf diese letzte Frage zu geben! Ein Ansatz zum Nachdenken und auch für die Hoffnung, gegen das Vergessen nicht vergeblich anzukämpfen, mag die Tatsache sein, wegen der wir uns heute hier getroffen haben: daß mit dieser Gedenkplatte dem barbarischen Ereignis von 1933 am »Tatort« gedacht und für die Zukunft wir alle und besonders auch die Jugend unserer Stadt erinnert werden, damit wir das »Nie wieder!« nicht als Phrase sondern ernste Mahnung begreifen lernen!”

Gegen das Vergessen!

CIAO Hans

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Afrika hat seine eigene Geschichte…

Afrika – dieser Begriff übte für mich schon in meiner Jugendzeit eine Faszination aus. Ich werde nie meine Gefühle vergessen, als ich das erste Mal auf einer Fähre von Algeciras nach Ceuta übersetzte. In jungen Jahren verließ ich Europa und machte mich erstmals auf in Richtung Afrika. Mal abgesehen von den Problemen mit den langen Haaren damals am Grenzübertritt (ich musste sie auf dem Schiff schneiden, um in Marokko eingelassen zu werden) und der totalen Filzung nach Haschisch waren die Fahrten in Marokko mit meinem alten Renault ein wunderbares Erlebnis. In Marrakesch saß ich auf einer Terasse und beobachtete erstmals das mir so fremde Treiben der Markthändler, der Schlangenbeschwörer und Geschichtenerzähler. Alles war mir fremd und ich sog die Eindrücke tief in mich hinein.

Später traf ich auf die arabische Kultur in Ägypten und Syrien, sah die vielen Überbleibsel des großen Reiches der Pharaonen und anderer Völker. Doch dies war Nordafrika und nicht Afrika. Wenn ich einen Ägypter in Kairo fragte, wie er sich als Afrikaner fühle, so bekam ich meist die Antwort: “Ich bin kein Afrikaner…”.

Erst viel später auf meinen Reisen durch Ghana, Togo, Burkina Faso, Niger und Benin begriff ich den Unterschied zwischen Nordafrika und dem Subsaharischen Afrika. Und da ich in Togo einen Entwicklungshelfer aus dem Lepradienst des Deutschen Entwicklungsdienstes als Freund kannte, bekam ich die seltene Möglichkeit, als Tourist auch mal in die Buschdörfer zu gelangen und das Leben auf dem Lande kennenzulernen. Durch die Begleitung der Erfassung und Arbeit mit Leprakranken “im offiziellen Auftrag” bekam ich Kontakte mit den Dorfchefs (Chef du Villages) und wir hatten stets einen Dolmetscher dabei, der unsere Worte in Ewe und andere Sprachen übersetzte. Manchmal waren auch mehrere Übersetzer erforderlich. Stets wurden wir von dem Dorfchef in seiner Hütte mit Begrüßungstrunk empfangen und auf seine Frage “Woher kommen Sie…” wurde aus meiner knappen Antwort durch die vielen Übersetzungen meist eine lange Abhandlung, begleitet durch vielfältiges Kopfnicken der Anwesenden. Wir tranken selbstgebrautes Bier aus Kalebassen und einige Riten mussten auch von uns Europäern eingehalten werden. Erst nach dieser Begrüßungszeremonie – wobei vielfältige schwarze Kinderaugen durch die Tür lugten – wurden die orgnisatorischen Dinge geklärt. Es galt einen Tag zu finden, wo sich das ganze Dorf zu einer Reihenuntersuchung einfand – Frauen mit ihren Kindern und alle Männer. Leprakranke mussten versorgt werden und auch Medikamente wurden verteilt. Einen Bericht zu meiner Reise könnt ihr hier lesen.

Mal abgesehen von Ägypten und den Pharaonen, von denen wohl schon jedes Kind schon einmal etwas gehört hat, hat aber auch der “Rest”-Afrika eine lange Geschichte. Es ist die Geschichte von lange untergegangenen Reichen, dem Vordringen des Islam in Nord- und Ostafrika nach dem Tod Mohammeds (632 n.Chr.), dem Sklavenhandel (15. Jahrhundert bis 1815 – als auf dem Wiener Kongress die Sklaverei geächtet wurde), der ungefähr 15 Millionen aus ihrer Heimat riss und entwurzelt in der Karibik und im nord- und südamerikanischen Kontinent stranden ließ. Es folgten vielfältige Missionierungsversuche und die gewaltsame Besitznahme der Ländereien durch europäische Kolonisten, die auf der Kongokonferenz in Berlin von 1884 unter der Leitung von des deutschen Kanzlers Bismarck die Länder Afrikas unter sich aufteilten (dabei gab es ein Deutsches Reich erst seit 1871!). Vor einer 5 Meter großen Karte von Afrika wurden einfach mit dem Lineal Linien über den Kontinent verteilt, ohne Rücksicht auf Kulturen oder Menschen wurden nur die Interessen der Europäer beachtet, Interessengebiete zur Ausbeutung des Kontinents festgelegt.

Und die neuen Kolonialherren verteidigten ihre Gebiete – wenn es sein musste auch militärisch -, und verübten Gräuel an den Einheimischen bis hin zum Völkermord. Die Weißen hielten eine eigenständige Kultur der Schwarzen nicht für möglich. Und viele Europäer vertraten rassistisches Gedankengut, welches ja sogar bis in die Neuzeit in Südafrika überlebte (Buren, Apartheid).

In den 60er Jahren erhielten die meisten afrikanischen Staaten teilweise nach erbitterten Kämpfen ihre Unabhängigkeit. Dabei gab es ein unveränderliches Gebot: die durch die Konolialmächte gezogenen Grenzen durften nicht angetastet werden. Aber auch unter dieser Voraussetzung versuchte Afrika, sich neu zu organisieren.

Die Identität einer Staatszugehörigkeit war bei vielen Menschen noch nicht ausgebildet. Der Familienverband oder die Ethnie waren die alten afrikanischen Denkmuster. Große Führer, die ihre Ausbildung zum Teil an europäischen Universitäten erhalten hatten, da es die afrikanischen einfach noch nicht gab, versuchten, neue Strukturen aufzubauen. Nkrumah in Ghana, Nyerere in Tansania, Touré in Guinea, Lumumba im Kongo, um nur einige zu nennen, hatten eine schwere Aufgabe vor sich. Doch der Neuanfang scheiterte meist durch Militärputsche junger Offiziere, wie zum Beispiel im Kongo durch Mobutu, Bokassa in Zentralafrika oder Idi Amin in Uganda. In einer Authentizitätskampagne benennt der Diktator Mobutu den Kongo um in Zaire und verlangt sogar die Änderung aller christlicher Namen in Namen afrikanischen Ursprungs. Dabei betrachteten diese Diktatoren die Länder als ihre Länder und bereicherten sich auf Kosten des Volkes. Korruption ist ein weit verbreitetes Übel in Afrika.

Im Süden Afrikas, wo sogar ein ganzes Land nach dem englischen Kolonisten Cecil Rhodes benannt wurde – Rhodesien -, hielt sich das rassistische Denken bis in unsere Tage. Sogar die alten Zeugnisse von Great Zimbabwe, einer frühen afrikanischen Kultur, wurden nicht den Afrikaner zugeordnet sondern sie sollten das Goldland Ophir von Salomon aus dem Alten Testament der Bibel sein. Nur diese Vorstellung vertrug sich mit dem rasistischen Denken der Weißen. Heute ist Rhodesien in Sambia und Simbabwe aufgeteilt. In Simbabwe herrscht heute Robert Mugabe, der einst mit sozialistischen Ideen angetreten war. Ab 1990 vertrat er eine Politik der Enteignung und Vertreibung der weißen Farmbesitzer, die die Schwarzen für das geschehene Unrecht der Vergagenheit entschädigen sollte. Heute sind heute Hunger, Arbeitslosigkeit, Energieknappheit und Binnenflucht in Simbabwe weit verbreitet.

Die oben aufgeführten Beispiele sind nur ein kleiner Ausschnitt aus der Geschichte Afrikas. Afrika hat eine lange sehr komplexe Geschichte. Heute ist so wenig von den alten Reichen bekannt, weil Afrika nur sehr wenige Schriftstücke hinterlassen hat (Geschichte durch mündliche Überlieferung). Und Afrika befindet sich immer noch in der Phase der Selbstfindung mit allen daraus resultierenden Folgen wie Korruption, Diktatoren und Kriegen. Die einfache Übertragung von unserem Demokratiebegriff auf Afrika ist aufgrund der eigenständigen Entwicklung nicht möglich. Auch die einfache Gabe von Entwicklungsgeldern, was ja unser Gewissen beruhigt, ist nicht so ohne weiteres immer sinnvoll. Natürlich ist humanitäre Hilfe im Notfall immer gerechtfertigt. Aber im Mittelpunkt sollte stehen: die Hilfe zur Selbsthilfe. Das sage ich nicht als überheblicher Europäer, der weiß, wo es langgeht…

Jetzt schaut die ganze Welt auf Afrika: erstmals findet auf diesem Kontinent ein Weltereignis statt – die Fußballweltmeisterschaft. Geben wir Afrika das Selbstvertrauen, was es für seine Zukunft braucht. Ich wünsche es Afrika von ganzem Herzen…
…denn ich bin auch ein Afrikaner…

Hier ein paar Stichpunkte aus der Geschichte Afrikas:


Afrika – der unbekannte Kontinent auf einer größeren Karte anzeigen

CIAO Hans

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Zur aktuellen Situation der Kinderarmut in Braunschweig…

Auch in den reichen Industriestaaten wird ein Problem immer drängender: die Zunahme der Armut und da vor allem die Kinderarmut. Als armutsgefährdet gelten nach EU-Definition Personen, die mit weniger als 60% des mittleren Einkommens auskommen müssen und die über so geringe materielle, kulturelle und soziale Mittel verfügen, dass sie von der Lebensweise ausgeschlossen sind, die in dem Mitgliedsstaat, in dem sie leben, als Minimum hinnehmbar ist.

“Die Zunahme der Armutsrisikobetroffenheit in Deutschland fällt mit Blick auf die Bevölkerungsgruppe der Kinder unter 15 Jahren besonders drastisch aus: Während im Jahr 2000 15,7% der Kinder von einem Armutsrisiko betroffen waren, kam es im Laufe der letzten Jahre zu einer Steigerung um zwei Drittel, so dass derzeit (2006) 26,3% der Kinder unter 15 Jahren unter der Armutsrisikoschwelle leben. Die Armutsrisikoquote von Kindern ist nicht nur stärker als die Quote der Gesamtbevölkerung gestiegen; Kinder waren auch immer erheblich stärker von einem Armutsrisiko betroffen als die gesamte Bevölkerung” (Quelle).

Kinderarmut ist immer auch Familienarmut. Der Begriff der Kinderarmut umfasst die Folgen familiärer Einkommensarmut auf Mädchen und Jungen. Damit meint er weit mehr als materielle Armut. Auch die kulturelle Versorgung, die soziale, die psychische und die physische Lage der Kinder ist betroffen. Ebenso wird der Schulerfolg durch das frühe Erleben von Armut geprägt.

“Während in der oberen Herkunftsschicht 82 Prozent aller Kinder das Abitur anstreben, sind es bei der unteren Herkunftsschicht nur 21 Prozent. Die Ungleichheit zeigt sich besonders deutlich in der Freizeit. Das benachteiligte Viertel der Kinder verbringt diese Zeit überwiegend mit passiven Handlungen, insbesondere Fernsehen und andere elektronische Spiele. Demgegenüber kommen Sport, Kunst, Musik und Lesen erheblich zu kurz.”(World Vision Kinderstudie)

Der UNICEF-Bericht zur Lage von Kindern in Deutschland kommt zu dem Schluss, dass Deutschland zwar eine der wichtigsten Exportnationen dieser Erde sein mag, in Bezug auf das Wohlbefinden der hier lebenden Kinder kann es jedoch in allen untersuchten Dimensionen allenfalls als Mittelmaß gelten!
Die skandinavischen Länder, die für einen umfassenden Wohlfahrtsstaat mit einer ausgeprägten Kindorientierung bekannt sind, die niedrigsten Kinderarmutsraten aufweisen (Dänemark 3%, Finnland 4%, Schweden 4%, Norwegen 5%).(Quelle)

Vor allem in Familien, die ihren Lebensunterhalt mit Hartz IV bestreiten müssen, in Familien mit einem allein erziehenden Elternteil oder in Familien mit Migrationshintergrund, sind Kinder von Armut zunehmend betroffen. Durch die jetzt geplante Streichung des Hartz IV-Eltern-Geldes von monatlich 300,- € würde sich die Lage der Kinder noch mehr verschärfen…

Da Kinderarmut meist in Familien mit ALGII (HartzIV) auftritt, schauen wir uns einmal die Verteilung der Kinder mit Hartz IV in Braunschweig an:

Kinder in ALGII-Bezug in Braunschweig

Ich finde, diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache!

Es ist unbedingt notwendig, dass auch in Braunschweig vermehrte Anstrengungen gegen Kinderarmut unternommen werden. Der jetzt geplante Abbau von Sozialleistungen (Elterngeld) ist der falsche Weg. Die Kinder sind unsere Zukunft! Sie brauchen die Chance auf gute Ausbildung und Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben. Und dazu brauchen sie die materielle Unterstützung unserer Gesellschaft. Sollten wir dafür keine Mittel übrig haben…?

CIAO Hans

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Stolpersteine – Schüler erinnern an das Schicksal der Familie Meyer…

“Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.” Dies ist das Motto des bundesweiten Projektes STOLPERSTEINE. Mit den Stolpersteinen soll an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedacht werden. Über das Projekt habe ich schon in einem früheren Artikel geschrieben (hier).

Am 2. Juni fand nun in Braunschweig wieder eine Verlegung von Stolpersteinen statt. Die Schüler der Nibelungen-Realschule aus Braunschweig hatten in ihrem Geschichtsunterricht über das Schicksal der von den Nazis vertriebenen jüdischen Arztfamilie Dr. Meyer recherchiert und schlossen ihr Pojekt mit vier Stolpersteinen vor dem letzten Wohn- und Praxissitz der Familie Meyer ab.

Ich konnte sie mit meiner Videokamera auf ihrem Weg begleiten. Da ich meine, dass den Opfern des Nationalsozialismus auch in der Erinnerung ausreichend Platz eingeräumt werden muss, habe ich mein Video nur geringfügig geschnitten und bei YouTube deshalb komplett in drei Teile aufgenommen.

Auch die Braunschweiger Zeitung berichtete von diesem Schülerprojekt: hier


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Gegen das Vergessen…

CIAO Hans

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Spontanaktion des Braunschweiger Friedensbündnisses zum Angriff auf die Hilfsschiffe für Gaza…

Als ich in den frühen Morgenstunden des 31. Mai die ersten Videos von dem Angriff des israelischen Militärs auf den Schiffskonvoi sah, der Hilfsgüter nach Gaza bringen sollte, war ich sehr geschockt. In den folgenden Stunden erhielt ich einige Mails vom Braunschweiger Bündnis für den Frieden, in denen spontan zu einer Protestaktion gegen diesen Piratenakt der Israelis aufgerufen wurde. Auf dem Kohlmarkt machte ich dann folgende Aufnahmen:


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Auf dem Schiff war die deutsche Delegation unter anderem mit dem Juristen Professor Norman Paech, zwei Bundestagsabgeordneten und Matthis Jochheim von der IPPNW, den Ärzten für soziale Verantwortung vertreten.

Nach dem blutigen israelischen Marineeinsatz gegen die Gaza-Hilfsflotte kritisierte der schwedische Schriftsteller Henning Mankell:

Die israelischen Soldaten gingen fernab der eigenen Gewässer zum bewaffneten Angriff über. Das war in internationalen Gewässern. Also handelt es sich um Seeräuberei und Kidnapping.

Zur Erstürmung der Flottille mit Hilfsgütern für den Gazastreifen durch israelische Soldaten erklärt Gregor Gysi, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE:

Israel versucht seit geraumer Zeit den Gazastreifen, in dem es seine Besatzung aufgegeben hat, abzuriegeln. Dazu hat Israel kein Recht. Es gibt keine einzige völkerrechtliche Norm, auf die Israel eine solche Abriegelung stützen kann. Deshalb ist sie mehrfach und von einer Vielzahl von Staaten verurteilt worden.
Mehrere Schiffe waren unterwegs, um Hilfsgüter an die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen zu liefern. Die israelische Armee wollte dies rechtswidrig nicht zulassen und die Schiffe besetzen. Ohne im Einzelnen beurteilen zu können, was bei der Besetzung geschah, ist es niemals und durch nichts zu rechtfertigen und deshalb verbrecherisch, dass einseitig das Feuer eröffnet wird und friedliche Menschen getötet oder verletzt werden. Unter den Passagieren befinden sich auch die Bundestagsabgeordneten Annette Groth und Inge Höger, beide Mitglieder der Fraktion DIE LINKE sowie der ehemalige Abgeordnete der Linksfraktion, der 72-jährige Norman Paech.
Ich erwarte vom Bundespräsidenten, vom Bundestagspräsidenten, von der Bundeskanzlerin und vom Bundesaußenminister, dass sie sich unverzüglich gegenüber der israelischen Regierung für das Ende der Gewalt gegenüber den Besatzungen der Schiffe, für die unverzügliche Freilassung sämtlicher friedlicher Besatzungsmitglieder, für die Bildung einer internationalen Untersuchungskommission zur Klärung der Vorgänge und für das Ende der rechtswidrigen Abriegelung des Gazastreifens einsetzen.

Ich bin gespannt, wie die Weltgemeinschaft auf dieses Vorgehen der israelischen Regierung reagieren wird…

PS: Free-Gaza-Termine im deutschsprachigen Raum hier

CIAO Hans

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