Gedenken an die Rieseberg-Opfer des Nationalsozialismus…

Am Jahrestag der Ermordung der Opfer von Rieseberg erinnerten sich Braunschweiger an ihre Schicksale. Auf einer Sonderfahrt wurden Kränze an den Gedenkstätten von Heinrich Jasper, an den Gräbern auf dem Urnenfriedhof der Stadt Braunschweig sowie am Gedenk-Relief in Rieseberg niedergelegt.

Was war 1933 unter dem Terror der Nazi-Diktatur geschehen?

Am Donnerstag, dem 29. Juni 1933, gingen in Braunschweig in Zivil gekleidete SA- und SS-Männer gegen politische Gegner unter der dortigen Arbeiterschaft vor. Den Grund dafür lieferte die Suche nach Personen, die kurz zuvor illegale Flugblätter verteilt hatten. Während dieser Aktion im Braunschweiger Arbeiterviertel Eichtal trafen an der Kreuzung Eichtalstraße, Gartenkamp, Spinnerstraße zwei SS-Trupps aufeinander, die sich gegenseitig für die Gesuchten hielten und das Feuer aufeinander eröffneten. Der SS-Angehörige Gerhard Landmann wurde dabei tödlich getroffen.

Ein offizielles Ermittlungsverfahren wurde dann jedoch nicht eingeleitet, alle Bestrebungen dies zu tun, wurden aktiv unterbunden. Stattdessen entschlossen sich Landespolizeichef und SS-Obergruppenführer Jeckeln und der braunschweigische Ministerpräsident und Innenminister Klagges wider besseres Wissen, die Tat den Kommunisten anzulasten und die eigentlichen Umstände des Todes zu vertuschen und so die Tat für die Ziele der Nationalsozialisten auszuschlachten.

So wurden mehrere Hundert Personen, die „üblichen Verdächtigen“ der Nationalsozialisten, verhaftet und in das von der SA zuvor besetzte und zum „Schutzhaft“-Gefängnis zweckentfremdete AOK-Gebäude in der Fallersleber Straße verbracht, wo sie z. T. tagelang gefoltert wurden, um Informationen und Geständnisse zu erpressen. Die Gefangenen wurden am 4. Juli per Lastkraftwagen zum Pappelhof bei Rieseberg, ca. 30 km östlich von Braunschweig, transportiert. Über mehrere Stunden wurden die Opfer von SS-Männern aufs Schwerste misshandelt. Gegen 23 Uhr sei schließlich ein Personenkraftwagen auf den Hof gefahren, dem vier bis fünf Personen entstiegen, die die Gefangenen binnen kürzester Zeit erschossen. Einige Tage darauf wurden die Leichen auf dem Rieseberger Friedhof in ungekennzeichneten Gräbern verscharrt. (Näheres siehe Wikipedia)

Hier zwei kurze Videos von der Gedenkveranstaltung:


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Gegen das Vergessen!

PS: Braunschweig unter dem Hakenkreuz hier

CIAO Hans

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