Antikriegstag des Friedensbündnisses in Braunschweig…
Gestern wurde im Rahmen des Antikriegstages stellvertretend für alle Kriegsopfer der Menschen, die heute vor einem Jahr in der afghanischen Provinz Kundus einer Völkerrecht und Menschenrechte missachtenden Militärmaschinerie zum Opfer gefallen sind, gedacht. Ich war mit der Kamera dabei…
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Aus dem verteilten Flugblatt:
“Bei dem durch einen von der deutschen Bundeswehr veranlassten Bombenangriff auf zwei von Taliban geraubte Tanklastzüge wurden 140 Menschen, darunter Kinder und Jugendliche, ermordet. Dadurch ist deutlich geworden, was für viele bis dahin nur eine böse Ahnung schien: dass Deutschland im Krieg ist und das Geschehen im Kundus einen grausamen Teil des Kriegsalltags gegen die Zivilbevölkerung in Afghanistan darstellt. Der Oberst, der den Befehl zum so genannten Tanklasterangriff gegeben hatte, ist seit voriger Woche rehabilitiert, nachdem die Bundeswehr angekündigt hat, kein Disziplinarverfahren gegen ihn einleiten zu wollen. Mindestens beschämend für ein Land, in dem die Einhaltung der Menschenrechte garantiert wird; heißt es doch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (Artikel 1, Absatz 2): |
Die Forderungen des Friedensbündnisses:
Die dadurch freiwerdenden Milliarden Militärausgaben werden im Bildungs- und Sozialhaushalt dringend benötigt.
Spätestens heute, wo Kriege mehr und mehr auch zur Massenvernichtung an Zivilisten geworden sind, wird es Zeit, den KRIEG als Mittel der Politik zu verdammen!
Dem kann ich mich voll und ganz anschließen…
CIAO Hans
Der 8.Mai 1945 – Befreiung vom Faschismus…
Am 8. Mai 1945 unterzeichnete das Oberkommando der deutschen Wehrmacht in Berlin die bedingungslose Kapitulationerklärung. Dieser Tag bedeutete das Ende des Nazi-Regimes in Deutschland. Endlich war Schluss mit den Verbrechen der Nationalsozialisten. Dieser Tag war eine wahre Befreiung der deutschen Bevölkerung und Richard von Weizäcker, Bundespräsident von 1984 bis 1994, hat dies in seiner wohl bedeutensten Rede von 1985 sehr eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht (Bild anklicken!):
Wer die Rede nochmals nachlesen möchte, der kann dies hier tun.
An diesen Tag der Befreiung erinnerte heute ein Demonstrationszug durch Braunschweigs Straßen. Unter dem Motto “Kein Fußbreit den Nazis!” gingen einige – vor allen junge Menschen – auf die Straße. Ein “Aktionsbündnis gegen rechts” wollte auch auf die heutigen Gefahren durch rechte Parteien hinweisen.
Den Abschluss bildete eine Kranzniederlegung an der KZ-Gedenkstätte Schillstraße. Als Redner sprach Dr.jur. Helmut Kramer, Richter am Oberlandesgericht i.R., der sich mit vielfältigen Arbeiten zur Justiz im Nationalsozialismus einen Namen gemacht hat. Wer möchte, kann ja mal auf seine Website vorbeischauen!
Hier nochmals einige Bilder von der Demonstration und der Kranzniederlegung:
Ich meine, dieser Tag verdient es, zum gesetzlichen Feiertag erklärt zu werden…
CIAO Hans
Der 1.Mai in Braunschweig…
Gestern schien in Braunschweig die Sonne und bot damit gute Voraussetzungen für den 1. Mai. Mal wird der 1. Mai als Tag der Arbeit, Maifeiertag oder auch Kampftag der Arbeiterbewegung bezeichnet. ln Braunschweig fanden dieses Jahr sowohl eine Kundgebung auf dem Burgplatz, eine Demonstration und ein Maifest im Bürgerpark statt.
Entstanden ist dieser gesetzliche Feiertag Anfang 1886 durch die nordamerikanische Arbeiterbewegung. Sie forderte zur Durchsetzung des Achtstundentags zum Generalstreik am 1. Mai auf (in Anlehnung an die Massendemonstration am 1. Mai 1856 in Australien, welche ebenfalls den Achtstundentag forderte).
Die Nationalsozialisten nannten diesen Tag in “Feiertag der nationalen Arbeit” um, während gleichzeitig die Gewerkschaften verboten und ihre Gewerkschaftshäuser gestürmt wurden. 1934 machten die Nazis diesen Tag zum gesetzlichen Feiertag.
Nach dem braunen Terror wurde die alte Tradition des 1.Mai wieder aufgenommen. In der ehemaligen DDR wurde der Tag sogar zum „Internationaler Kampf- und Feiertag der Werktätigen für Frieden und Sozialismus“ hochstilisiert. In der BRD war er vor allem der Tag der Gewerkschaften.
In der letzten Zeit erheben neben den Gewerkschaften auch Schüler und Studenten sowie Atomkraftgegener ihren Protest. Der 1. Mai ist zu einem Spiegelbild der sozialen Bewegungen geworden.
Einige benutzen den Tag auch zu ausgelassener Randale – so wie jetzt wieder in Berlin und Hamburg. Aber von Randale war in Braunschweig keine Spur. Nach der Kundgebung wurde auch im Bürgerpark bei Bier und Döner reichlich gefeiert. Das Wetter lud ganze Familien dazu ein.
Aber seht selbst:
CIAO Hans



