Zukunftsvisionen

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Internet in Südkorea bis zu 52,5 GBit/s schnell
Carsharing
Fahrradverleihsystem
Bundesregierung erwägt kostenlosen öffentlichen Nahverkehr
Kostenfreier Nahverkehr
Öffentlicher Personennahverkehr in Wien
Was hat der ÖPNV in Wien, was andere nicht haben?
Wien: Mehr Öffi-Jahreskarten als zugelassene Pkw
Die Drohne als Ein-Mann-Taxi – in Dubai schon Realität
Schneller als der Hyperloop: China will 4000 km/h schnellen Zug entwickeln
2000 Kilometer Deutschland in zweieinhalb Stunden
Humangenomprojekt
CRISPR/Cas-Methode
Gen-editing mit CRISPR/Cas9 (english subtitles)
Pluripotenz
Stammzellforschung: Aus Haut mach‘ Herz
Was bringt die Medizin in der Zukunft
Der ärztliche Bereitschaftsdienst
Quanten Computer – Die Supercomputer der Zukunft
Wie funktionieren Quantencomputer? (Teil 1/2)
Wie funktionieren Quantencomputer? (Teil 2/2)
SSPS : Space Solar Power System
Modular Aircraft Clip-Air
Nutzung von Blitzenergie

Ciao Hans

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Biohacking: das Spielen mit der Evolution …

Als Jugendlicher habe ich mich sehr für die Naturwissenschaften interessiert. Fruchtfliegen, Mäuse, Stabheuschrecken, Frösche und vieles andere belebten mein Zimmer. Mit Vorliebe habe ich mikroskopiert und chemische Experimente durchgeführt. Mein Vater unterstütze meine Leidenschaft.

Mittlerweile sind viele Jahrzehnte ins Land gegangen und die technologischen Möglichkeiten haben sich enorm erweitert.

Heute kann man sich für wenig Geld ein Genlabor errichten und mit Genen experimentieren. Einerseits faszinierend und andererseits bekomme ich ein wenig Angst, wenn ich mir überlege, was da alles mit den neuen Möglichkeiten ausprobiert wird.

Damit ihr wisst, was ich befürchte, hier einen Fund aus dem Internet…

Ciao Hans

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Reisebilder aus Syrien vor dem Bürgerkrieg …

(Für die Fotoserie diesen Artikel einzeln aufrufen – z.B. Überschrift anklicken)

Vor vielen Jahren besuchte ich Syrien. Ich fuhr von Damaskus bis nach Aleppo und Palmyra – eine alte Römerstadt. Damals herrschte Bürgerkrieg im Libanon, und in Syrien war noch der Vater des jetzigen Baschar al Assad, nämlich Hafiz al Assad, an der Regierung. Ich habe mal wieder die alten Dias hervorgekramt und mit Sepia unterlegt, da das Syrien, was ich kennen und lieben lernte, nicht mehr existiert.

In unserer Klinik arbeiteten mehrere syrische Doktoren, die mich einluden, ihre Heimat zu besuchen. Kurz entschlossen machte ich mich auf den Weg und besuchte ihre Familien. Überall wurde ich herzlich empfangen und lernte viele nette Menschen kennen. Ich genoss die arabische Atmosphäre, die so verschieden von meinem bisherigen Umfeld war. Das Treiben auf den vielen Märkten mit den vielen bunten Geschäften und dem lebhaften Handel faszinierten mich. Die Umstellung von Europa auf Arabien gelang mir aber recht schnell.

Doch auch schon damals spürte ich die allgemeine Angst der Menschen. In Aleppo wohnte ich in einem Haus neben der Geheimpolizei des Hafiz al Assad. Man höre nachts manchmal Schreie, erzählte man mir. Als ich in einem Taxi einen vorbeikommenden Panzer fotografierte, flippte der Taxifahrer fast aus, weil er meinte, das dürfe man nicht tun. Die Angst war unter der Oberfläche allgegenwärtig.

Einen besonderen Eindruck machten mir die Erzählungen eines alten Mannes in den Golan-Höhen. Als Araber verkleidet war ich in die UNO-Zone gekommen und konnte so am Lagerfeuer seine Geschichte anhören. Er war der einzige seines Dorfes, der noch geblieben war. Er erzählte von den Zerstörungen im Golan durch die Israelis, und ich war tief bewegt. Er lasse sich nicht verpflanzen und deshalb war er noch als Letzter in seinem Dorf.

In meiner Blauäugigkeit wollte ich auch von Damaskus aus Beirut besuchen. Ich hatte eine Einladung, doch der libanesische Grenzposten ließ mich nicht einreisen. „Dies ist keine Zeit für Touristen“, sagte er. Und er hatte recht. Am nächsten Tag erfuhr ich, dass es Schießereien auf der nur 50 km langen Strecke gegeben habe. Nun gut, ich bezahlte den Taxifahrer und ging wieder nach Damaskus.

All dies ist schon lange her. Doch durch den Bürgerkrieg in Syrien wird meine Seele immer wieder aufgerührt. Ich denke an die vielen schönen Städte und sehe täglich in Videos per Internet, mit welcher Gewalt sie zerstört werden. Die Eintracht zwischen sunnitischen und schiitischen Muslimen, Alawiten, Christen, Kurden, Drusen, Jesiden und Juden ist scheinbar für immer zerstört.

Ich weiß auch keine Lösung und hoffe nur auf einen baldigen Frieden, damit die Zerstörung dieses wertvollen Kulturkreises ein Ende nimmt.

CIAO Hans

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Kleiner Trailer für meinen Blog …

Trailer

Bist gestoßen auf meinen Kanal,
das war eine gute Wahl.
Hier reflektier ich viele Sachen,
die mir im Denken Freude machen.

Mal als Video oder Lied,
mal ist ein Text mein Favorit.
Gedichte schreib ich wirklich gern,
führen sie oftmals nur zum Kern.

Belehrend möchte ich kaum sein,
die Wahrheit finden – das sei dein!
Im Vordergrund stehe der Spaß,
der sei für dich das rechte Maß.

Als User bist du stets willkommen,
ich hoffe, du tust wiederkommen.
Bist interessiert an meinem Treiben,
und nimmst dir Zeit hier zu verbleiben.

Ein Feed-Back für meine Mühe wäre angemessen,
dann bin im Internet ich nicht vergessen.
Also nur Mut und kommentiere,
damit ich mich nicht ganz verliere.

Nochmals ganz kurz meine Adresse,
www.hanskottke/wordpress/ als Presse.
Ich hoff auf rege Anteilnahme,
dieser Trailer ist nur Reklame!

CIAO Hans

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Freiheit JA – ACTA NEIN … Demonstration in Braunschweig …


Fast tausend – vor allem junge Braunschweiger – brachten ihren Protest zu dem geplanten ACTA-Abkommen auf der Demonstration zum Ausdruck. Die „Generation Internet“ fürchtet um die frei Nutzung des Internets. Doch nur wenige wissen bisher, was das ACTA-Abkommen eigentlich ist.

Deshalb hier eine Stellungnahme der Bundestagsfraktion der Linken, die den Sachverhalt erklärt:

In letzter Sekunde hat die Bundesregierung in der vergangenen Woche ihre Zustimmung zum Handelsabkommen ACTA zurückgezogen – einen Tag vor bundesweiten Protesten, mit deren Ausmaß kaum jemand gerechnet hatte. Was ist ACTA? Was bedeutet es für die Nutzung des Internets? Was fordert die Fraktion DIE LINKE? Kurz und verständlich erklärt:

Was ist ACTA?

ACTA – Anti-Counterfeiting Trade Agreement ist ein multilaterales, also von mehreren Staaten geschlossenes Handelsabkommen zur internationalen Durchsetzung von Urheber- und Schutzrechten wie etwa Markenrechten, Patenten oder Geschmacksmuster.

Ist Deutschland daran beteiligt?

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben der EU-Kommission ein Mandat für die Verhandlungen erteilt. Die Verhandlungen führte die Europäische Kommission mit den weiteren beteiligten Staaten: Australien, Kanada, Japan, Südkorea, Mexiko, Marokko, Neuseeland, Singapur, der Schweiz und den USA. Deutschland nahm als Beobachter teil und muss wie alle anderen EU-Mitgliedstaaten den Vertrag unterzeichnen und nach einem entsprechenden Beschluss des Bundestages ratifizieren.

Warum wird ACTA als Geheimabkommen bezeichnet?

Der Verhandlungsstand wurde während der Verhandlungen über längere Zeit nicht veröffentlicht. Erst als auf Webseiten von interessierten Wissenschaftlern und NGOs Teile des Vertragstextes auftauchten, erfuhr die Öffentlichkeit von den vereinbarten Vorhaben. Auf Druck des Europäischen Parlamentes und der Zivilgesellschaft haben sich Vertragspartner dann 2010 entschlossen, den gesamten Text des Abkommens zugänglich zu machen. Weiterhin unter Verschluss sind jedoch die Protokoll der Verhandlungen und frühere Verhandlungsstände, die Aufschluss über die Auslegung des Vertragstextes geben könnten. DIE LINKE drängt auf die Offenlegung dieser Dokumente.

Schränkt ACTA das freie Internet ein?

Das erklärte Ziel von ACTA ist, JEDE Urheberrechtsverletzung im Internet zu verhindern. Dieses Vorhaben wird nicht gelingen, ohne Freiheitsrechte der Nutzerinnen und Nutzer einzuschränken. Der Vertragstext selbst sieht in der Endfassung Netzsperren nicht mehr vor, diese werden jedoch durch ergänzende Dokumente wie IPRED und die kürzlich veröffentlichte Studie aus dem Wirtschaftsministerium vorbereitet.

Durch ACTA sollen die in Deutschland bereits existierenden, problematischen Rechtsinstrumente wie Abmahnungen, Eilverfahren bei Urheberrechtsverletzungen oder die Auskunftspflicht durch die Internetprovider in allen Staaten verankert werden. Auch das Verbot der Umgehung von Digital Rights Management und aller Hilfsmittel dazu soll verbindlich verankert werden. ACTA zementiert zugunsten der Interessen von Musik-, Film- und Verlagsindustrie ein überholtes Urheberrechtsregime, das längst nicht mehr in das digitale Zeitalter gehört.

Hat ACTA auch Folgen für andere Bereiche außerhalb des Internets?

ACTA hat zum Ziel, den Transfer von Wissen und Kreativgütern zu kontrollieren und Kopien von Produkten aufzuspüren und zu vernichten. Dazu sind in ACTA Grenzkontrollen des internationalen Handels- aber auch des Privatverkehrs vorgesehen. Das Beispiel der gefälschten Sonnebrille oder Luxusuhr ist sehr geläufig. Nachgebaut werden jedoch auch Investitionsgüter wie Maschinen oder Roboter.
Die Befürworter von ACTA wollen den Firmen aus den Industriestaaten ihre Einnahmen aus geschützten Marken, Patenten und sonstigen Schöpfungen sichern. Gegner des Abkommens argumentieren, dass durch ACTA und weitere Abkommen wie TRIPS ärmere Regionen von dem Wissen der Industriestaaten abgeschnitten werden. Eine nachholende Innovations- und Technologieentwicklung, wie sie auch in Deutschland im 19. Jahrhundert stattgefunden hat, wäre auf diese Weise kaum möglich.

Was hat ACTA mit Medikamenten zu tun?

Medikamente stehen im Fokus von ACTA, weil sie insbesondere in Entwicklungsländern vielfach kopiert und nachproduziert werden (Generika). Ohne diese Medikamente wäre eine Versorgung Kranker etwa in den ärmsten Staaten Afrikas nicht möglich, weil die Originalpreise für die Länder nicht bezahlbar sind. ACTA verpflichtet die Vertragspartner zur Kontrolle der Handelswege, etwa in großen, internationalen Handelshäfen.
Sollten nichtlizensierte Medikamente, etwa mit einem gefälschten Markenlogo, aufgespürt werden, müssen diese laut ACTA konfisziert und vernichtet werden. Indien als größter Produzent von Generika hat sich mit anderen Entwicklungsländern gegen ACTA gestellt.

Was will DIE LINKE?

DIE LINKE lehnt das ACTA-Abkommen ab. Sie hat sich dafür ausgesprochen, ACTA einer breiten Debatte zu unterziehen und dazu auch alle bisher geheim gehaltenen Dokumente zu veröffentlichen. Der Ratifizierungsprozess ist endgültig zu stoppen.
Maßnahmen zur Bekämpfung von Produkt- und Markenpiraterie sollen nur im Rahmen der entsprechenden unilateralen Organisationen wie der WTO und der WIPO diskutiert und dürfen erst nach einer transparenten Debatte der angestrebten Instrumente und Maßnahmen sowie deren Auswirkungen auf kreative und wissensbasierte Güter, Weltgesundheit und Ernährungssouveränität beschlossen werden.
Wissen und Kulturgüter sind eine Ressource, die nicht weniger wird, wenn man sie teilt. Wir wollen, dass diese besondere Eigenschaft zum Nutzen der Gemeiheit eingesetzt wird. Die Digitalisierung bietet dafür beste Voraussetzungen.
Das veraltete Urheberrecht muss nicht mit neuen Abkommen durchgesetzt, sondern modernisiert und der digitalen Gesellschaft angepasst werden. DIE LINKE hat dazu Vorschläge gemacht, die auf eine direktere Vergütung der Urheberinnen und Urheber zielen und den Nutzerinnen und Nutzern mehr Rechte einräumen. Das Ziel muss sein, die Chancen des Internets und der Digitalisierung für eine Demokratisierung von Kultur, Bildung und Wissenschaft zu nutzen.
DIE LINKE will natürlich, dass Unternehmen ihre Forschungs- und Entwicklungsleistung refinanzieren können. Dies muss jedoch einhergehen mit Schritten zur Öffnung von Forschungsprozessen und über einen verstärkten Wissenstransfer in Entwicklungsländer.
(Quelle: Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag, http://www.linksfraktion.de/nachrichten/acta-fragen-antworten/)

CIAO Hans

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Die Macht des Internet – die 4. Gewalt …

Schon im Februar 2006 schrieb ich begeistert von der „Revolution im Internet“… (siehe hier)

Und die Entwicklung hat sich fortgesetzt: innerhalb von Stunden kann das Internet Revolutionen hervorrufen – wie jetzt in der arabischen Welt zu sehen war. Auch bei uns nutzen die Jugendlichen das Netz und sind nicht durchweg unpolitisch. Sie betätigen sich nur anders als ihre Eltern des neuen Kommunikationsmediums. Viele Politiker gehören heute einer Generation an, die in dem Gebrauch des Internets keine Erfahrungen haben. Und so haben sie auch nicht begriffen, welche Macht das Internet im gesellschaftlichen Rahmen mittlerweile übernommen hat. Da kann man schon von einer 4. Gewalt sprechen neben der Legislative, Judikative und Exekutive.

Die noch herrschenden Diktatoren haben diese Gefahr erkannt und versuchen stets in gesellschaftlichen Umbrüchen das Internet abzuschalten. Doch das gelingt immer nur teilweise. Wenn Parteien oder andere politische Gruppierungen mit Verbot belegt werden, dann verschafft ihnen das Netz eine Stimme.

Während früher Informationen über die Zeitungen im Tagesrhythmus eintrafen und durch Radiosendungen ergänzt wurden, so geschieht das heute durch die Internetdienste wie z.B. Twitter im Sekundentakt. Und auch neue Möglichkeiten werden geboten: per Videoübertragungen (teilweise vom Handy) kann der Nutzer auch mit seinen Gefühlen die Situation vor Ort direkt nachempfinden.

Bei der grünen Revolution im Iran wurde die Macht des Netzes in vielen Artikeln immer wieder bezweifelt. Der Grund dafür liegt wahrscheinlich in ihrem Scheitern. Doch die jetzigen Ereignisse in der arabischen Welt zeigen nochmals in aller Deutlichkeit, welche gesellschaftlichen Prozesse das Netz verstärken kann. Ich sage bewusst „verstärken“, denn der Auslöser gesellschaftlicher Veränderungen liegt noch immer in den gesellschaftlichen Widersprüchen, ihre Bewegung in den Köpfen der Menschen, die dann auch versuchen, aktiv zu werden.

Doch auch kleiner Auseinandersetzungen – wie der „Fall Guttenberg“ zeigt – können über das Internet Lawinen auslösen…

CIAO Hans

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„Us now“ – wie sich die Demokratie durch das Netz ändert…

Die US-Dokumentation “Us Now” behandelt in 60 Minuten die Frage, wie sich Demokratie und Regierungen öffnen können und transparenter werden.

Erzählt wird die Geschichte von Online-Netzen, die die herrschenden Hierarchien herausfordern. Die Frage ist, wie man sich in den Bereich der bestehenden Regierungen einbringen kann, um die Politik der Zukunft mit bestimmen zu können.

Es wird das Schicksal eines Fußballklubs von Ebbsfleet beschrieben, der besessen von seinen Anhängern geführt wird; Zopa, einer Bank, in der jeder der Betriebsleiter ist; und das Couch-Surfen, ein riesengroßes Online-Netz, dessen Mitglieder ihre Wohnungen mit fremden Usern teilen. Der Film schildert, wie man auf diesem Weg Neues versuchen kann, wie man Länder aus neuer Sicht betrachten und Einfluss nehmen kann.

Kurz: der Film erzählt die Geschichten der Online-Netze, deren radikale sich selbstorganisierende Strukturen dazu führen könnten, Regierungen für immer zu verändern…

CIAO Hans

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