Poema: JO – Sisyphos

Poema: JO – Sisyphos

Zufriedenheit und Harmonie
Im Leben ich anstrebe
Überwinden meine Melancholie
Auf dass ich glücklich lebe.

Im Auf und Ab find ich mich wieder
Bin ich obenfallich tief
Spür’s in jedem meiner Glieder
Bin dann nicht mehr sehr aktiv.

Im Mythos gibt’s den Sisyphos
Für mich die rechte Allegorie
Ein Gleichnis meines Spiritus
Verfolg’s mit Akribie.

Zeus strafte diesen Sisyphos
Der trickreich Zeus verriet
Und schickte ihn zu Thanatos
Ins Totenreichgebiet.

Doch Sisyphos war ziemlich schlau
Er becherte mit Thanatos
Der war dann schließlich blau
Und lag gefesselt bloß.

Kein Mensch kam mehr ins Totenreich
Dem Zeus das sehr missfiel
Er schickt ihn dann ziemlich gleich
Zu Hades ins Totenexil.

Sisyphos wies seine Gattin an
kein Totenopfer, kein Begräbnis
Doch Hades sehr erbost daran
Das Opfer war Erfordernis.

Erneut schickt Hades Sisyphos in die Welt
Damit er seine Frau ermahne
Sisyphos verspricht dies wie bestellt
Entsprach es seinem Plane.

Doch Sisyphos im Reich des Lebens
Hielt nicht sein gegeben Wort
Hades wartete vergebens
Sisyphos lebte genussvoll dort.

Doch Hades hat vom Spott genug
Er straft Sisyphos mit Gewalt
Für seinen schweren Götterbetrug
In sinnloser Arbeit Gestalt.

Ein schwerer Stein an einem Berg
Den sollter rollen dort hinauf
Und ist er zuend mit diesem Werk
Rollt dieser hinab in schnellem Lauf.

Von vorn beginnt die große Plage
Die Zeit steht auf Unendlichkeit
Auf dass Sisyphos es niemals wage
Zu spotten mit seiner Gottlosigkeit.

Wie sinnlos dies in stetem Treiben
Die Depression deutet sich an
Wer möchte schon darin verbleiben
Es geht nicht recht voran.

Bin ich obenfallich tief
Von Neuem mich aufraffen
Das scheint nicht effektiv
Doch trotzdem muss ich schaffen.

Schau ich genauer auf die Szene
Der Steiner rollt ohnUnterlass
Und wenn ich so die Arbeit wähne
Kleiner wird erdarauf Verlass.

Ich verrichte meine Arbeit
Oben und Unten sind ein Prozess
Und währt er auch eine Ewigkeit
Stets kleiner wird der Stress.

Ist erst der Stein verschwunden
Dann lachich aus die Götter
Das dauert unumwunden
Doch dann bin ich der Spötter!

CIAO Hans

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