Kleiner Diskurs mit Erich Fromm …

Erich_FrommErich Fromm (* 23. März 1900 in Frankfurt am Main; † 18. März 1980 in Muralto, Schweiz) war ein deutsch-US-amerikanischer Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe. Bereits seit Ende der 1920er Jahre hatte er einen humanistischen, demokratischen Sozialismus vertreten. Seine Beiträge zur Psychoanalyse, zur Religionspsychologie und zur Gesellschaftskritik haben ihn als einflussreichen Denker des 20. Jahrhunderts etabliert, auch wenn er in der akademischen Welt oft gering geschätzt wurde. Viele seiner Bücher wurden zu Bestsellern, insbesondere Die Kunst des Liebens aus dem Jahre 1956 sowie 1976 Haben oder Sein. Seine Gedanken wurden auch außerhalb der Fachwelt breit diskutiert.

Ich habe einen fiktiven Diskurs zusammengestellt, wobei ich Originalzitate aus den Schriften Erich Fromms verwendet habe.

KLEINER DISKURS MIT ERICH FROMM

HANS:
„Sein oder Nichtsein, das ist hier
die Frage…“, ist ein Zitat aus
der Tragödie Hamlet, Prinz von
Dänemark von William Shakespeare.
In dem Stück beginnt der
Protagonist Hamlet mit diesem Satz
einen Monolog, in dem er darüber
nachdenkt, dass er vor
entschlossenem Handeln Scheu hat,
weil er trotz seiner Todessehnsucht
und seinem Weltschmerz Angst vor
dem Tod hat.

ERICH FROMM:
Die Angst vor dem Tod wächst mit
dem Gefühl, nicht richtig lebendig
gewesen zu sein.
Die meisten Menschen sterben, bevor
sie ganz geboren sind.
Das Sterben ist bitter, doch der
Gedanke, sterben zu müssen, ohne
gelebt zu haben, ist nicht zu
ertragen.

HANS:
Doch was heißt entschlossenes
Handeln?

ERICH FROMM:
Tätigsein heißt, seinen Anlagen,
seinen Talenten, dem Reichtum
menschlicher Gaben Ausdruck zu
verleihen.
Produktivität ist die Fähigkeit des
Menschen, seine Kräfte zu
gebrauchen und die in ihm liegenden
Möglichkeiten zu verwirklichen.
Die Fähigkeit zu handeln schafft
auch das Bedürfnis, diese
Fähigkeiten zu nutzen;
Funktionsstörungen und Unglück
entstehen, wenn die Fähigkeit nicht
genutzt wird.

HANS:
Immer wieder treffe ich auf die
Angst durch einen Mangel an meinem
Selbstwertgefühl.

ERICH FROMM:
Wenn man unsere heutige Zeit mit
Recht als das Zeitalter der Angst
bezeichnet hat, dann hauptsächlich
wegen jener Angst, die durch das
Fehlen des Selbst entsteht.
Die psychische Aufgabe, der man
sich stellen muss, ist nicht, sich
sicher zu fühlen, sondern zu
lernen, die Unsicherheit ohne Panik
und unangebrachter Angst zu
ertragen.

HANS:
Worin finde ich mich?

ERICH FROMM:
Ich bin „ich“ nur in dem Maße, als
ich lebendig bin und mit anderen in
Beziehung stehe.
Sag mir, was dich wach macht, und
ich sage dir, wer du bist.
Der einzige Weg zu ganzer
Erkenntnis ist der Akt der Liebe.
Im Akt der Liebe, im Akt der
Hingabe meiner selbst… entdecke
ich mich selbst, entdecke ich uns
beide, entdecke ich den Menschen.

HANS:
In meinen Augen nennt dies sich
Empathie, die Fähigkeit und
Bereitschaft, Gedanken, Emotionen,
Motive und Persönlichkeitsmerkmale
einer anderen Person zu erkennen
und zu verstehen. Zur Empathie
gehört auch die Reaktion auf die
Gefühle Anderer.

ERICH FROMM:
Liebe ist eine aktive Kraft im
Menschen. Liebe ist eine dem
Menschen eigene Kraft, durch die er
sich mit der Welt in Beziehung
setzt und durch die er die Welt zu
seiner Welt macht.
Liebe ist etwas, das man in sich
selbst entwickelt, nicht etwas, dem
man verfällt.
Wo keine Liebe ist, kann kein
Mitgefühl sein.

HANS:
Doch wie soll ich mein Leben leben?

ERICH FROMM:
Das Ziel des Lebens besteht darin,
intensiv zu leben, voll geboren zu
werden und ganz wach zu sein.
Die Kunst des Lebens und des
Sterbens zu erlernen erfordert viel
Anstrengung, Übung, Geduld; wie
alles Können erfordert es lernen.
Niemand und nichts außer wir selbst
geben dem Leben Sinn.

HANS:
Und was ist mit meinen Gefühlen,
die mitunter meinen Verstand zum
aussetzen bringen?

ERICH FROMM:
Die Menschen neigen immer mehr
dazu, über ihre Gefühle
nachzudenken, anstatt zu fühlen.
Alle Leidenschaften und Strebungen
des Menschen sind Versuche, eine
Antwort auf seine Existenz zu
finden – man könnte auch sagen,
sind ein Versuch, der
Geisteskrankheit zu entgehen.

HANS:
Wie soll ich mich in dieser
technisierten Welt verhalten? Was
soll sein mein Streben?

ERICH FROMM:
Die vermutlich größte Gefahr
unseres gegenwärtigen Systems ist
die Tatsache, dass Dinge, Apparate
und technische Errungenschaften
attraktiver werden als Leben und
Wachstum.
Heute glauben die Menschen, man
könne nur genießen, was man kaufen
muss.
Es liegt etwas Krankhaftes in dem
Drang zu immer größerem Konsum.
Die Wünsche des Konsumenten werden
durch den Produzenten erzeugt.

HANS:
Bleibt mir in dieser
konsumorientierten Welt noch eine
Alternative?

ERICH FROMM:
In der Existenzweise des Habens ist
der Mensch an das gebunden, was er
in der Vergangenheit angehäuft hat:
Geld, Land, Ruhm, sozialen Status,
Wissen, Kinder, Erinnerungen.
Zukunft ist für den am Haben
Orientierten die Vorwegnahme
dessen, was Vergangenheit werden
wird.
Wenn ich bin, der ich bin, und
nicht, was ich habe, kann mich
niemand berauben oder meine
Sicherheit und mein
Identitätsgefühl berauben.
Wir Menschen haben ein angeborenes,
tiefverwurzeltes Verlangen zu sein:
unseren Fähigkeiten Ausdruck zu
geben, tätig zu sein, auf andere
bezogen zu sein, dem Kerker der
Selbstsucht zu entfliehen.
Friede als der Zustand anhaltender
harmonischer Beziehungen zwischen
Völkern ist nur möglich, wenn die
Habensstruktur durch die Struktur
des Seins ersetzt wird.

HANS:
Doch was ist diese Struktur des
Seins?

ERICH FROMM:
Das Glück für den Menschen liegt in
der Liebe zum Leben.
Das Schönste am Leben ist, seine
eigenen Kräfte zu äußern, und zwar
nicht für einen Zweck, sondern um
des Aktes selber willen.
Glück besteht darin, dass wir den
Felsgrund der Realität berühren,
dass wir unser Selbst entdecken und
uns mit anderen eins und
gleichzeitig von ihnen
unterschieden fühlen.
Glück ist eine aus der inneren
Produktivität des Menschen
entstehende Leistung, kein Geschenk
der Götter. Deshalb ist Glück eine
sichere Begleiterscheinung
produktiven Lebens.
Glücklichsein heißt: Fülle erleben
und nicht Leere, die gefüllt werden
muss.

HANS:
Doch wie soll ich dies unter den
heutigen gesellschaftlichen
Bedingungen erreichen? Werden wir
nicht nur mit dem „Haben“
konfrontiert und das „Sein“ spielt
nur eine Nebenrolle?

ERICH FROMM:
Für die Gesellschaft gilt, dass die
Ökonomie ihr Schicksal ist.
Wir glauben zu herrschen und werden
doch beherrscht – nicht von einem
Tyrannen, sondern von den Dingen,
von den Umständen.
Unsere Gesellschaft produziert
viele nutzlose Dinge und in
gleichem Maße auch nutzlose
Menschen.
Wer sich am Marketing orientiert,
erlebt sich nicht als einen
Menschen mit seiner Liebe, seiner
Angst, seinen Überzeugungen und
Zweifeln, sondern als eine der
realen Natur entfremdete
Abstraktion, die im
Gesellschaftssystem eine bestimmte
Funktion erfüllt.

HANS:
Und wie sieht es mit meiner
Freiheit aus, in diese
gesellschaftlichen Prozesse
einzugreifen?

ERICH FROMM:
Das Bedürfnis zur Freiheit gehört
wohl zur tiefsten Sehnsucht eines
jeden Menschen.
Der Mensch kann in seinem Denken
nicht frei sein, wenn er auch nicht
emotional frei ist; und er kann
emotional nicht frei sein, wenn er
in seiner Lebenspraxis, in seinen
ökonomischen und sozialen
Beziehungen abhängig und unfrei
ist.
Es liegt am Menschen, sich ein
Optimum an Freiheit zu erobern und
sich der Ketten der Notwendigkeit
zu entledigen.

HANS:
Wichtig ist also das Tätigsein mit
all seinen Veränderungen und der
Überwindung der Angst vor neuen
Strukturen.

ERICH FROMM:
Die Zerstörung der Illusionen ist
die Bedingung aller wirklichen
Veränderung.
Die Möglichkeit zur Veränderung ist
in der Fähigkeit des Menschen
begründet, sich jene Kräfte bewusst
zu machen, die ihn sozusagen hinter
seinem Rücken antreiben.
Menschen können zu verändernden
Handlungen nur motiviert werden,
wenn sie Hoffnung haben. Und sie
können nur Hoffnung haben, wenn es
eine Vision gibt; und sie können
nur dann eine Vision haben, wenn
man ihnen Alternativen zeigt.
Bis jetzt war in der Geschichte der
Menschen das Leiden die
Geburtshelferin für Veränderung.
Sollte – zum ersten Mal –
Gleichgültigkeit die Fähigkeit des
Menschen zunichte machen, sein
Schicksal zu wenden?

HANS:
Ich hoffe nicht!
Danke für den kleinen Diskurs…

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Zitate: Die Tugend „Mut“ in schwierigen Lebenssituationen …

Ein jeder von uns kann in schwierige Lebenssituationen geraten, seien es körperliche oder seelische Ausnahmesituationen. Und um diese zu bestehen brauchen wir „Mut“. Im Folgenden ein paar Zitate zu diesem Thema, was durchaus erbaulich sein kann…

Demokrit Mut steht am Anfang des Handelns,
Glück am Ende.

*460 v. Chr.
Syrus Niemand weiß,
was er kann,
bevor er’s versucht.

1. Jh. v. Chr.
Seneca Nicht weil es schwer ist,
wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen,
ist es schwer.

1-65 n.Chr.
Shakespear Der bessere Teil der Tapferkeit ist Vorsicht.
1564-1616
Voltaire Es braucht nur zwei bis drei mutige Menschen,
um den Geist einer Nation zu ändern.

1694-1778
Goethe An unmöglichen Dingen soll man selten verzweifeln,
an schweren nie..

1749-1832
Jean_Paul Mut besteht nicht darin,
dass man die Gefahr blind übersieht,
sondern dass man sie sehend überwindet.

1763-1825
Kolping Der Mut wächst immer mit dem Herzen und das Herz mit jeder guten Tat.
1813-1865
Fontane Zwischen Hochmut und Demut steht ein Drittes,
dem das Leben gehört,
und das ist der Mut.

1819-1898
key Mut beruht vor allem auf dem Willen,
ihn zu haben.

1849-1926
Messner Die Angst ist die andere Hälfte von Mut.
1944-???

CIAO Hans

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Friedenszentrum auf Radio Okerwelle: Friedensaktivistin Bertha von Suttner …

Die Sendereihe des Friedenszentrums Braunschweig e.V. auf Radio Okerwelle zu verschiedenen Themen im Bereich der Friedensarbeit.

In unserer 20. Sendung im Mai geht es um: Bertha von Suttner

Neuer Sendetermin ist jeder vierte Montag im Monat um 20:00 Uhr und am folgenden Donnerstag um 10:00 Uhr auf Radio Okerwelle.
Hier der Mitschnitt der Sendung (allerdings ohne die schönen Musiktitel – GEMA!)

Weitere Sendungen sollen folgen!

CIAO Hans

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Hänschenklein und Muttergefühle …

Hänschen klein ging allein
in die weite Welt hinein.
Stock und Hut steht ihm gut,
ist gar wohlgemut.
Doch die Mutter weinet sehr,
hat ja nun kein Hänschen mehr!
„Wünsch dir Glück!“, sagt ihr Blick,
„Kehr nun bald zurück!“

Ach Mutter, bin nun selber alt,
bin meinen eignen Weg gegangen.
Ich suche selbst im Leben Halt,
kein leichtes Unterfangen.
Das Leben fordert ständig viel,
und vieles mich belastet.
Das Leben ist ein grausam Spiel,
nur machmal es entlastet.

Nun wieder dein erneuter Sturz,
der Schenkelhals getroffen.
Besuchen kann ich dich nur kurz,
die Zukunft ist noch offen.
Ich hoffe auf deine Genesung,
doch wissen tu ich’s nicht,
wünsch mir deine Kräftigung,
das ist wohl meine Pflicht.

Dein Leben ist dein,
mit all seinen Problemen.
Mein Leben ist mein,
ich tu mich nicht drum schämen.
Verbunden sind wir durch Familienbande,
Vieles von dir ist in mir,
doch das ist keine Schande,
insofern sind wir „WIR“.

Doch ganz zurück kann ich nicht kommen,
verschieden sind unsere Welten.
Dein Wunsch „zurück“ sei unbenommen,
doch für jeden eigne Normen gelten.
Nun bist du alt und ganz zerbrechlich,
auch mich das Alter ständig nagt.
Du bleibst doch unvergesslich,
ich helfe unverzagt.

Hänschenklein ist nicht mehr klein,
zum Hans ist er geworden.
Dein mütterliches Verlangen allein,
will manchmal überborden.
Doch helfen kann ich nur begrenzt,
dein Wünschen und Verlangen,
sei doch recht deutlich streng umkränzt,
sonst bin ich sehr befangen.

Hänschenklein ging allein
in die weite Welt hinein.
Fand dabei seine eigene Seele,
fernab von Mutters Welt,
den eignen Weg ich nunmehr erwähle,
und folge nicht wie vorbestellt.
Doch trotzdem bleib ich stets dein Sohn,
niemals bin ich vor dir geflohn…

CIAO Hans

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Kostenfreier ÖPNV – ein kluges Zeichen für nachhaltige Stadtplanung …

ÖPNVUm aus der Autowelt auszusteigen, muss der Öffentliche Nahverkehr in Zukunft kostenfrei sein!

Der öffentliche Personennahverkehr ist viele Bewohner der Stadt die einzige Chance, mobil zu sein. Hinzu kommt, dass er ökologisch sinnvoll ist und sowohl Geld als auch Spritkosten einspart. Ein kostenfreier ÖPNV wäre eine gute Werbung für die Stadt und gleichzeitig ein kluges Zeichen für nachhaltige Stadtplanung. Durch weniger Autos ließe sich auch das Parkplatzproblem verkleinern.

Braunschweig mitgestalten – Bürgerhaushalt

Helfen Sie Politik und Verwaltung. Beim Bürgerhaushalt gestalten Sie die Ein­nah­men und Ausgaben Braunschweigs mit.
Geben Sie jetzt Ihre Ideen für die Stadt ein. Für Bürgerprojekte in den 19 Stadt­bezirken stehen zudem 125.000 € bereit.

Vorschläge in Braunschweig, die Sie bewerten können!

Mein Vorschlag: Um aus der Autowelt auszusteigen, muss der Öffentliche Nahverkehr in Zukunft kostenfrei sein!
ÖPNV in Hasselt

Ein in diesem Sinne gleicher Vorschlag kommt von Lordi, der einen Erfahrungsbericht aus Tallinn mit kostenfreiem ÖPNV verlinkt hat:
Tallinn zum Nulltarif

CIAO Hans

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Game: Politikspiele … Selbstbewusstsein, Kraft, Ausgleich …

CIAO Hans

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1. Mai 2014 in Braunschweig – Kundgebung, Demonstration, Maifest …

CIAO Hans

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Ein Gedicht in Sonettform …

Ein Gedicht in Sonettform…

Sonette

Sonett – welch dichterische Form,
Shakespeare brachte vollendete Triebe,
Das Dichten war ja seine große Liebe,
Er schaffte eine neue Norm.

Doch heute im Sonett zu schreiben,
Wie ältlich mutet es uns an,
Von vielen einfach abgetan,
Kaum jemand länger will drin bleiben.

Versuch ich mal den frühen Stil,
Zu fühlen, ja das ist mein Ziel,
Versetze mich in alte Zeiten.

Vielleicht tut Spaß es mir bereiten,
Will manche Zeile hier verbreiten,
Um einfach mal sonett zu schreiben,

___

ABBA so fängt es an,
CDDC so geht es weiter,
EEF als Versenleiter,
GGF als Schlusswort dann.

Die These steht im ersten Vers,
Im zweiten folgt die Antithese,
Conclusio ich im Ende lese,
Das Ganze ist recht kontrovers.

Es gibt auch noch verschiedne Formen,
Mal italienische mal englische Normen,
Doch das Prinzip ist immer gleich.

Das Ganze ist ein Klanggedicht,
Klingen soll es mit Gewicht,
Vielleicht werd ich es noch vertonen.

___

Nun ja – die Stimmung heute und vor vielen Jahren,
verändert hat sich Vieles im Sozialgefüge,
Und ich mich mit dem Wichtigsten begnüge.
Was will für immer sich bewahren?

Da gab es Fürsten wohl von Gottes Gnaden,
Und alles stand in fester Ordnung,
Ihr weltlich Ziel – die menschliche Ausbeutung,
Das Landvolk wurde nur verladen.

Der Glauben war das absolut Gebot,
Die Mehrheit lebte nur in Not,
Die Kirche hatte alle Macht.

Ein jeder hatte seinen Platz im Leben,
Veränderung gabs kaum geben,
Alles nur von Gottes Gnaden.

___

Und heute – sind wir wirklich weit gekommen?
„Von Gottes Gnaden“ lehn ich total ab,
Die Kirche mit ihren Geboten, schaufelt doch ihr eigen Grab,
Moral der Kirche ist verkommen.

In Schul und Medien ist Kirche noch präsent,
Tarifverträge sie noch selber schmieden,
Mittelalterlich ist sie geblieben,
Nötig wär ein neues Reglement.

Glauben sei nunmehr individuell,
Unabhängig vom Staat ganz professionell,
Die Kirche soll sich nur selbst verwalten.

Die Kirchensteuer treibe selber sie ein,
All die staatlichen Pfründe in ihrem Tätigsein,
Müh sie sich selbst ums Überleben.

___

Demokratisch wir heute verfahren,
Eines jeden Stimme zur Wahl zählt,
Doch verschiedene Interessen werden gewählt,
Das wird jeder sehr schnell gewahren.

Die Interessen der Reichen und der Armen,
Stehen antagonistisch gegenüber,
Des einen Gewinn macht die anderen trüber,
Es gibt einfach kein Erbarmen.

Der Lobbyist denkt nur an seine Interessen,
Natur und Umwelt gänzlich vergessen,
„Nach mir die Sintflut“ – seine Maxime.

Globales Denken ist angesagt,
Schnell, schnell, wer es einfach wagt,
Auf menschliche Empathie wahrlich geschissen.

___

Wir leben im Reichtum auf Kosten der Andern,
Haben genug für unser Leben,
Andere darben, weil wir ihnen nichts geben,
Und beginnen zu wandern.

Sie möchten teilnehmen an unserem Trog,
Essen und Arbeit sie wollen finden,
In ihrem Heimatland sie sich abschinden,
Weil unsere Politik sie belog.

Der Kolonialismus schuf die Strukturen,
Und die Globalisierung tut heute noch huren,
Nur Hilfe zur Selbsthilfe bereitet Spuren.

Wir alle wollen auf der Erde leben,
Nur ein Miteinander wird dies geben,
Drum setzt euch ein für diesen Pakt.

___

Ach ja, so ein Sonett,
Stammt es auch aus alten Zeiten,
kann manchmal doch auch Freud bereiten,
Ich habs versucht mal ganz adrett.

So manche Feder mit alter Literatur,
Sollten wir aufnehmen in ihrem Gefilde,
Es schafft ein besseres Gebilde,
Unserer aller Kultur.

Vielleicht bin ich etwas zu platt,
Bei diesem Sonett-Exponat,
Verzeiht mir – doch ich habs gewagt.

Alte Sonette les ich gern,
haben sie doch oft einen guten Kern,
Und zeigen uns geschichtlisch Denken.

CIAO Hans

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Game: Gysi im Wahlkampf …

Mein erstes programmiertes Game:

>>>Zunächst mit der Maus ins Spielfeld klicken…

Tastatur1 Mit den Cursortasten die Figur bewegen
Tastatur2 Mit der Space-Taste Bomben legen…

Um neu zu beginnen, einfach das Fenster neu laden…

CIAO Hans

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Ostermarsch 2014 in Braunschweig …

Bei schönen Wetter fanden diesmal die „Ostermärsche in Braunschwieg“ statt…

OM2014_1
OM2014_2

CIAO Hans

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