Nachlese zum Gaza-Freedom-March 2010…

Ich hatte schonmal aktuell über den Gaza-Friedensmarsch-2010 in diesem Blog berichtet (hier).

Gestern fand nun ein Treffen der Friedensaktivisten aus Braunschweig statt, auf dem sie von ihren Aktionen auf dem Friedensmarsch berichteten. Mit kleiner Digitalkamera hab ich die vielen Bilder einfach aufgenommen, damit auch ihr sie hier sehen könnt. Entschuldigt die z.T. schlechte Qualität – aber von einer Leinwand bei Zimmerlicht zu fotografieren ist nicht gerade das Pralle.
Hier die Bilder zu ihren Aktionen – mit Hilfe der Teilnehmer werde ich auch noch die Kommentare zu den Bildern ergänzen…

Hier die Kairoer Erklärung des Gaza Friedensmarsches:

  • Kairoer Erklärung
  • Ein Appell geht an alle Organisationen und Einzelpersonen, die sich dieser Erklärung verpflichtet fühlen, sie zu unterschreiben und mit uns darauf hinzuarbeiten um sie Wirklichkeit werden zu lassen.

    Noch einige wichtige Links:

  • Global BDS Movement
  • bds-info
  • GazaFreedomMarch
  • Gedicht zum Gazakrieg…
    Kommentar zum Gaza-Friedensmarsch…

    CIAO Hans

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    „Suizid“ – eine freie Entscheidung?

    „Suizid“, die Selbsttötung eines Menschen, wird umgangssprachlich auch oft als „Freitod“ bezeichnet. Doch ist diese finale Aktion wirklich so „frei“?

    Mit dieser Thematik werde ich oft in unserer Selbsthilfegruppe Angst und Depression konfrontiert. Da ich selbst unter Depressionen leide, kenne ich diese selbstzerstörerischen Gedanken nur zu gut. Auch bin ich in meinem bisherigen Leben – sei es als Arzt oder als Patient – mit vollendeten Selbstmorden öfter konfrontiert worden.

    Gerade jetzt hörte ich wieder die Meinung, dass man über seinen eigenen Tod doch selber entscheiden könne… Ich fing an, mich nochmals mit der Suizidthematik auseinanderzusetzen, denn ich bin anderer Meinung.

    Die Psychiatrie, Psychologie, Soziologie, Philosophie, Theologie und die Rechtswissenschaft setzen sich mit der Selbsttötung auseinander. Ja, es gibt sogar eine Suizidologie. Suizidalität gilt als die Summe aller Denk− und Verhaltensweisen von Menschen oder von Gruppen von Menschen, die in Gedanken, durch aktives Handeln, durch Handeln lassen oder auch durch passives Unterlassen einer für das Leben notwendigen Verrichtung den eigenen Tod anstreben bzw. als möglichen Ausgang in Kauf nehmen. Suizidalität gilt dabei nicht als Krankheit per se, Todeswünsche und Suizidideen können auch beim psychisch und körperlich gesunden Menschen in einer belastenden Lebenssituation auftreten.

    Nach Angaben der WHO 2003 sterben weltweit jedes Jahr ca. 1 Mill. Menschen durch Suizid; bei jungen Menschen ist Suizid weltweit die häufigste Todesursache. Suizidversuche mit geschätzten 20±50Mill. weltweit sind wesentlich häufiger, wobei es keine zuverlässigen Daten gibt.

    Suizidalität hat es schon immer in der Menschheitsgeschichte gegeben. Der französische Historiker Georges Minois schrieb die erste Abhandlung über den Suizid von der Antike bis zum 20.Jahrhundert in seinem Buch „Geschichte des Selbstmords“. Er fragte: „Warum haben sich in dieser oder jener Epoche Menschen dafür entschieden, nicht mehr zu sein? Jeder Einzelne hatte seine Gründe, und es kommt darauf an, sie zu verstehen, denn diese Haltung enthüllt uns die lebenswichtigen Werte der Gesellschaft. Sie betrifft sowohl das Individuum als auch die Gruppe“. Er zitierte Albert Camus: „Es gibt nur einwirklich ernstes philosophisches Problem: den Selbstmord. Die Entscheidung, ob das Leben sich lohne oder nicht, beantwortet die Grundfrage der Philosophie. Alles andere – ob die Welt drei Dimensionen oder der Geist neun oder zwölf Kategorien habe – kommt erst später. Das sind Spielereien; zunächst heißt es, Antwort geben“.

    Auch in den verschiedenen Weltreligionen finden sich Aussagen zu dem Problem Suizid. Verbot des Suizides im jüdischen Talmud (bis ins 20. Jahrhundert wurden alle üblichen Trauerriten versagt) und im Islam (die Aufnahme ins Paradies wird verweigert, und es droht ein „ewiges Höllenfeuer“; Ausnahme: der Märtyrertod), im Christentum fehlende Verurteilung suizidaler Handlungen im Alten und Neuen Testament (doch das Gebot „Du sollst nicht töten!“ gilt nach Augustinus auch für einen selbst! Später wurde Suizid als Sünde gebrandmarkt; bis ins frühe 19.Jahrhundert wurde den Suizidopfern die Beerdigung auf Friedhöfen verweigert), Negierung des Suizides im Buddhismus oder Hinduismus.

    In der Medizin/Psychiatrie wurde Suizidalität schon früh im Kontext von Melancholie diskutiert, denkt man an die Äußerungen von Robert Burton in seinem Werk über die Melancholie 1621 oder auch an die Formulierungen von Wilhelm Griesinger 1867, der Suizid in Zusammenhang mit „Schwermut mit Äußerung von Zerstörungstrieben“ aber den Suizid „durchaus nicht immer“ als Symptom einer psychischen Erkrankung sah. Von Esquirol (1838) stammt die Aussage: „Der Selbstmord bietet alle Merkmale der Geisteskrankheit“, womit Suizidalität der Psychiatrie zugeordnet und die Grundlage für ein heutiges „medizinisch−psychosoziales Paradigma“ von Suizidalität in Ablösung einer Jahrhunderte lang bestehenden religiös−philosophischen Sichtweise vorbereitet wurde. Seit Besetzung des Themas Suizidalität durch Medizin und im engeren Sinne Psychiatrie sowie das 1897 erschienene soziologische Werk von Durkheim „Der Selbstmord“ entsteht neben der Arbeit mit suizidalen Menschen die wissenschaftliche Suizidologie als ein Querschnittsfach, das heute von Religion und Philosophie bis hin zu Psychologie, Psychiatrie, Epidemiologie, Neurobiologie und Genetik reicht.

    Mehr als 90% aller Suizidenten leiden zum Zeitpunkt ihrer Selbsttötung an einer psychischen Erkrankung. Depressive Störungen gehen mit einer hohen psychiatrischen Miterkrankung (Komorbidität) einher. Häufig treten auch Angststörungen, Substanzmissbrauch und Alkoholerkrankungen auf. Das größte Risiko ist die Suizidalität. Bis zu 15% der Todesfälle bei depressiven Patienten sind auf einem Suizid zurückzuführen (!). Die jährliche Suizidrate steigt bei depressiven Personen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung auf das 30fache an. Gleichzeitig ist auch die Mortalität (Sterblichkeitsrate) durch natürliche Ursachen statistisch deutlich erhöht. Weltweit findet man nahezu überall das Überwiegen der Männer beim Suizid, wobei mit zunehmendem Alter die Suizidrate steigt (etwa ab dem 40. Lebensjahr, Überwiegen der Männer; Altersdepression!). Die Suizidversuchsrate hingegen sinkt (am höchsten bei jüngeren Menschen, überwiegend jungen Frauen). Rund 75 % der Menschen, die sich das Leben genommen haben, haben im Monat zuvor einen Arzt aufgesucht.

    Soweit die Fakten. Doch was sollte man tun, wenn man mit suzidalen Gedanken eines Menschen konfrontiert wird? Und oft wird ein Suizid vorher angekündigt! Erwin Ringel beschrieb 1953 das „Präsuizidale Syndrom“, nachdem er 745 gerettete Selbstmörder untersucht hatte. Bis heute gilt seine Arbeit als ein Meilenstein in der Selbstmordforschung. Unter dem Begriff „präsuizidales Syndrom“ führte er drei Symptome auf: Einengung des Denkens, Aggressionshemmung bzw. Aggressionsumkehr und Suizidfantasien.

    Die Verhütung (Prävention) von Selbstmorden ist heute eine wichtige Aufgabe. Es gibt sogar ein Nationales Suizidpräventionsprogramm für Deutschland, um die Etablierung von Arbeitsgruppen, die sich in verschiedenen Bereichen (Medien, Randgruppen, Arbeit, alte Menschen usw.) mit Suizidprävention beschäftigen (weiterführende Links zur Suizidprävention). Folgende Grundsätze sind darin aufgeführt:

  • Suizidprävention ist möglich
  • Suizidalität ist ein komplexes Phänomen
  • Suizidprävention ist eine gesellschaftliche Aufgabe
  • Suizidprävention ist auf verschiedenen Ebenen nötig
  • Suizidprävention muss die Angehörigen miteinbeziehen(!)
  • Ich vertrete die Ansicht, dass Ankündigungen und Warnzeichen mit dem Hinweis auf Suizidalität sehr ernst genommen werden müssen. Um eine weitere Isolation der Betroffenen zu verhindern, ist es notwendig, mit den Betroffenen über ihre Probleme und Suizidgedanken zu reden. Entscheidend ist, dass die Betroffenen erkennen, dass sie Hilfe benötigen und diese Hilfe dann auch angenommen werden kann. Gespräche, mit Freunden, einer Telefonseelsorge, einer Selbsthilfegruppe oder auch besonders mit einem vertrauensvollen Arzt sind sehr wichtig.

    Wie man aus dem oben Ausgeführten ersehen kann, ist ein Suizid keinesfalls eine „freie“ Entscheidung eines Menschen!!! Suizidgedanken sind krankhaft und meist durch entsprechende Therapie behandelbar. Wie sagte mir mal jemand: „Auch wenn tausend Türen verschlossen scheinen, es gibt immer noch eine Tür, die man noch nicht aufgemacht hat…“

    CIAO Hans

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    Stolpersteine – gegen das Vergessen…

    „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“ …

    …und damit dies nicht geschieht, startete der Kölner Künstler Gunter Demnig 1995 sein Projekt „STOLPERSTEINE“. Bundesweit und auch in den angrenzenden Ländern sollte der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedacht werden.

    Gestern besuchte ich eine Veranstaltung des Fördervereins für Braunschweig. Am 9. März 2006 wurden im Rahmen einer öffentlichen Gedenkfeier die ersten Stolpersteine verlegt. Mittlerweile erinnern 135 Stolpersteine an das Schicksal der Braunschweiger Juden. Vor der Zeit des Nationalsozialismus lebten 1.200 Juden in unserer Stadt, 1938 waren es 638 und im Mai 1945 nur noch sehr einige wenige. Die bewegte Geschichte der Juden in Braunschweig begann im Jahre 1282. Wikipedia gibt eine gute Zusammenfassung ihrer Geschichte.

    Im Roten Saal des Schlosses berichteten Schüler der 10.Klassen der John-F.-Kennedy-Realschule und der Nibelungen-Realschule in ihren Präsentationen über die Schicksale der Familien Spanjer-Herford und Meyer. Anschaulich wurden die stets zunehmenden Einschränkungen der Juden in Braunschweig vorgetragen, die schließlich die Familen zur Auswanderung zwangen. Die Schüler hatten sich im Rahmen eines Projektes mit diesen Familien beschäftigt und – soweit zugänglich – Fakten zusammengetragen. Es gelang ihnen auch, Briefkontakt mit einem der letzten Angehörigen der Familie Meyer zu bekommen. Er schrieb bewegende Worte (sogar ein Gedicht). Die Stolpersteine für die Familien sollen an ihrem letzten frei gewählten Wohnort in einigen Monaten verlegt werden. Zu diesem Festakt haben sich auch Familienangehörige aus den USA angemeldet.

    Ich finde es sehr wichtig, bei jungen Schülerinnen und Schülern die Erinnerung an das Leid der Braunschweiger Juden wach zu halten. Nur wenn sie sich z.B. im Rahmen eines Projektes mit diesen Geschehnissen auseinandersetzen, begreifen sie, wie wertvoll unsere demokratischen Werte sind.

    Mittlerweile sind in 97 deutschen Städten über 6.000 Stolpersteine verlegt worden.

    NEU-TV: Upcoming TV-Feature: Person: „Gunther Demnig“ from CNHBorner on Vimeo.

    Die Aktion „Stolpersteine für Braunschweig“ wird unterstützt von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Evangelischen Erwachsenenbildung Braunschweig, Evangelische Probstei Braunschweig, Friedenszentrum Braunschweig e.V., Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Niedersachsen-Ost e.V. und der Jüdischen Gemeinde Braunschweig.

    CIAO Hans

    PS(Hinweis eines Lesers): Der gewerkschaftlichen, sozialistischen, sozialdemokratischen oder gar noch der kommunistischen Opfer wollte man ursprünglich in Braunschweig absichtlich NICHT in dieser Form gedenken. Es gibt daher bisher auch nur eine Ausnahme!

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    Lebenselixier Wasser…

    Sonntags ist mein Erholungstag – ich gehe in die Sauna und zum Schwimmen… Ich genieße es, wenn mir die Schweißtropfen vom Körper rinnen und ich danach unter kalter Dusche und im Eisbecken meine Gefäße trainiere. Anfangs hat mich das Überwindung gekostet, doch mittlerweile ist mir zu einer lieben Gewohnheit geworden. Meine depressiven Verstimmungen verschwinden, wenn ich mich in das Schwimmbecken begebe. Im Wasser fühle ich mich leicht wie in meinem eigenen Weltall – ich wiege nur noch ein Zehntel meines Gewichtes und schwebe förmlich dahin. Ich schimme in Rückenlage ganz entspannt und tauche im Vorwärtsgang wie ein Fisch im Wasser. Dabei liebe ich es, wenn mir meine Atemblasen um den Kopf streichen. Ich schwimme, wie ich will – völlig ohne auch nur im geringsten an Leistung zu denken und beobachte die anderen Mitschwimmer, wie sie sich mühen, wie sie sich entspannen oder auch wie sie ihre Angst überwinden, wenn sie vom 1er oder 3er springen. Väter haben dabei oft hohe Ansprüche an ihre Kinder – der Kampf gegen die Angst auf den Sprungbrettern ist anregend – Freude, wenn die Angst überwunden wurde und Scham, wenn es doch mal wieder gilt, den Rückzug anzutreten. Ich freue mich, wenn die Schwellenangst akzeptiert wird und keine Ermahnungen erfolgen.

    Nebenbei steigt mein Kalorienverbrauch beim Schwimmen um 20 bis 100%, mein Immunsystem wird gestärkt und mein Kreislauf wird mal auf Trapp gebracht. Während der Entspannung im Wasser gehen mir viele Gedanken durch den Kopf, Geschehnisse lassen sich entspannt besser einordnen. Manchmal treffe ich auch Entscheidungen, über die ich sonst schon lange gebrütet hatte. Nach dem Besuch verspüre ich immer eine wohtuende Entspannung in meinem Körper – und ich habe das gute Gefühl, etwas für meinen Körper getan zu haben.

    Ich fing an über Wasser nachzudenken. Ja, Wasser ist das Lebenselixier – alles Leben entstand im Wasser, mein Körper besteht aus über 60% aus Wasser und in fast allem was ich aufnehme befindet sich Wasser. Ohne Wasser sterbe ich abhängig von der Außentemperatur in ca. 5 Tagen (in der Wüste schon eher!). Alten Leuten in Krankenhäusern oder Heimen wird immer eingetrichtert, ja 1,5 bis 2 Liter Wasser zu sich zu nehmen, um nicht auszutrocknen, was gar nicht so einfach ist.

    In unserer Zivilisation haben wir fast unbegrenzt Zugriff auf Wasser. Es läuft aus den Wasserleitungen und wir können jederzeit darauf zugreifen. Sogar der Luxus eines öffentlichen Schwimmbeckens steht uns meistens zur Verfügung. Wir denken nicht mehr über „Wasser“ nach, da es für uns eine Selbstverständlichkeit geworden ist. Schon bei Aristoteles (384-322 v.Chr.) oder in der Systematik der Gesamtmedizin Galens (129-199) gehörte Wasser neben Luft, Feuer und Erde zu den Grundelementen des Lebens. In der langen Geschichte der menschlichen Wasssernutzung spiegelt sich auch die menschliche Entwicklung wieder.

    Unsere Erde ist zu fast 75 % von Wasser bedeckt, doch von dem gesamten auf der Erde vorhandenen Wassermenge sind nur 3 Prozent Süßwasser und nur gerade 0.02 Prozent nutzbares Grundwasser. Dieses Süßwasser ist es, was wir brauchen. Trinken wir Salzwasser geht unser Körper aufgrund von osmotischen Störungen zugrunde, was schon vielen Schiffbrüchigen zum Verhängnis wurde – als der Durst größer wurde als die Vernunft. Dieses trinkbare Wasser, was wir so sorglos verbrauchen, ist also nur in sehr beschränktem Maße auf der Welt vorhanden. Wenn wir uns dies bewusst machen, gehen wir vielleicht ein wenig klüger mit dieser Ressource um.

    In anderen Teilen der Erde haben es die Bewohner nicht so leicht wie wir! Um zu Trinkwasser zu gelangen, nehmen sie mitunter viele Kilometer Fußmarsch auf sich, damit sie dieses Grundbedürfnis, diese absolute Notwendigkeit, stillen können. Nicht immer ist dieses Trinkwasser frei zugänglich: mitunter wird eine Quelle privatisiert und verteidigt, das Lebenselixier Wasser muss bezahlt werden. Klar, auch wir bezahlen unsere Wasserrechnung, aber es nimmt nicht den großen Anteil in unserem Haushaltsbudget ein, den es bei ärmeren Bevölkerungen verursacht.

    Die UN-Generalversammlung hat die Jahre von 2005 bis 2014 zur Internationalen Aktionsdekade „Wasser – Quelle des Lebens“ erklärt. Seit 1997 finden alle drei Jahre Weltwasserforum vom Weltwasserrat (World Water Council) statt (vollständiger Bericht). Wasser ist zu einem wichtigen Politikum im globalen Handeln geworden. Kriegerische Auseinandersetzungen werden um Wasser geführt – was in Zukunft noch eher zunehmen wird.

    Das Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser und Sanitärversorgung ist in der Völkerrechtslehre zwar anerkannt, es mangelt jedoch an seiner Umset­zung. „Das Menschenrecht auf Wasser berechtigt jedermann zu ausreichender, sicherer, akzeptabel, physisch zugänglich und erschwinglich Wasser für den persönlichen und häuslichen Gebrauch. Eine ausreichende Menge an sauberem Wasser ist notwendig, um den Tod durch Austrocknung zu verhindern, reduzieren das Risiko von Wasser im Zusammenhang mit Krankheit und für den Verbrauch, Kochen, persönlicher und häuslicher Hygiene-Anforderungen „.General Comment 15, CESCR, 2002

    Unter den Milleniums-Entwicklungszielen der UN (15. Januar 2008) findet sich das Vorhaben, bis 2015 den Anteil der Menschen um die Hälfte senken, die keinen nachhaltigen Zugang zu einwandfreiem Trinkwasser und grundlegenden sanitären Einrichtungen haben. Der Bericht der Vereinten Nationen von 2009 schreibt: „Die Welt kann das Trinkwasser-Ziel insgesamt schon vor dem Jahr 2015 erreichen. Einige Länder jedoch haben noch einen schwierigen Kampf vor sich: Weltweit greifen noch immer 884 Millionen Menschen zum Trinken, Kochen, Baden und für andere Haushaltszwecke auf unhygienische Wasserquellen zurück. 84 Prozent dieser Menschen (746 Millionen) leben in ländlichen Gebieten.“

    Wer sich für das Menschenrecht auf sauberes Wasser einsetzt, muss sich auch über die Konsequenzen klar werden: Der „virtuelle Wasserverbrauch“ der Deutschen liegt bei etwa 4.000 Litern pro Kopf und Tag. So viel Wasser wird zur Herstellung landwirtschaftlicher und industrieller Güter benötigt, die wir täglich verbrauchen. Für jede Tasse Kaffee 140 Liter, für jeden Liter Milch 1.000 Liter, für jedes Kilo Steak 16.000 Liter. Aber immer noch ist für mehr als eine Milliarde Menschen sauberes Wasser physisch oder finanziell unerreichbar. 2,4 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu grundlegenden sanitären Einrichtungen… (Zur Begründung eines Menschenrechtes)

    Wir in den industrialisierten Ländern müssen deshalb lernen, mit der Ressource Wasser bewusster umzugehen. In unserem Alltag gilt es, die Ressource Wasser zu achten, damit auch in Zukunft dieses menschlich notwendige Gut verfügbar ist.
    Tipps zum Wassersparen:
    Umweltschutz
    Wasserspartipps
    weitere Tipps

    CIAO Hans

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    Kleines Straßentheater zum internationalen Frauentag…

    Podcast zum Frauentag mit kleinem Lied…

    Vorbemerkung:
    Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin schlug auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Frauentages vor, ohne jedoch ein bestimmtes Datum zu favorisieren. Am 19. März 1911 wurde in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz der erste Frauentag gefeiert. Mit der Wahl des Datums sollte der revolutionäre Charakter des Frauentags hervorgehoben werden, denn der Vortag, der 18. März, war der Gedenktag für die Gefallenen während der Märzrevolution 1848. Außerdem hatte auch die Pariser Commune 1871 im März begonnen. Am 8. März 1917 – nach russischem (julianischem) Kalender der 23. Februar – streikten in Sankt Petersburg die Arbeiter- und Soldatenfrauen und erstmals auch Bauernfrauen der armen Stadtviertel auf der Wyborger Seite und lösten damit die Februarrevolution aus. Zur Ehre der Rolle der Frauen in der Revolution wurde auf der Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen 1921 in Moskau auf Vorschlag der bulgarischen Delegation der 8. März als internationaler Gedenktag eingeführt. Nach anderer Darstellung war es nach Aufforderung von Alexandra Kollontaj und anderen Vorkämpferinnen Lenin, der in diesem Jahr, 1921, den 8. März zum „Internationalen Frauentag“ erklärte.(Wikipedia)

    Soweit zur Geschichte des internationalen Frauentages. Schon damals kämpften die Frauen um Gleichberechtigung für gleiche Löhne bei gleicher Arbeit, Öffnung der Gewerkschaften für die Frauen, das Wahlrecht (erst Ende des ersten Weltkrieges mit dem 19. Januar 1919 wurde das Frauenwahlrecht in Deutschland eingeführt!), das Recht auf Erwerbstätigkeit, das Recht auf Bildung und für eine Gesellschaft auf neuer sittlicher Grundlage (die Aufhebung der „natürlichen Familienhierarchie“ mit dem Mann als Patriarch).

    Interessant finde ich, dass die Nationalsozialisten diesen internationalen Frauentag verboten und statt dessen einen „Muttertag“ – der eher ihren Vorstellungen vom Frauen- und Mutterideal entsprach – zum offiziellen Feiertag erhoben.

    Die Frauenbewegung ist eine globale soziale Bewegung, die sich für die Rechte von Frauen einsetzt. Immer wieder gab es soziale Bestrebungen, die Diskrimierung von Frauen aufzuheben.

    „Solange wir einen Frauentag feiern müssen, bedeutet das, dass wir keine Gleichberechtigung haben…“, sagte die luxemburgische EU-Kommissarin Viviane Reding 2008.

    Vorschlag zu einem kleinen Straßentheater:

    Ca. 5 Leute versammeln sich (möglichst Frauen) und haben Töpfe und Kochlöffel dabei. Dabei schlägen sie mit den Löffeln auf die Töpfe und machen erstmal ordentlich Lärm, um Aufmerksamkeit zu erwecken. Vor der Gruppe wird ein kleines Podest aufgebaut (Eimer, Apfelsinenkiste oder ähnliches).

    Eine Sprecherin begibt sich auf das provisorische Podest. Auf ihr Handzeichen beenden die anderen ihr Topfschlagen.

    Sie beginnt einen kurzen Dialog:
    Bürgerinnen und Bürger Braunschweigs!
    Am 8.März feiern wir den internationalen Frauentag! Einen Tag, den sich die Frauen in der Geschichte erkämpft haben.

    (Topfschlagen…)
    Vieles haben wir schon erreicht, doch noch immer werden wir diskriminiert…
    (Buuhrufe…)
    Von einer Gleichberechtigung mit den Männern sind wir noch immer weit entfernt! Das wollen wir uns nicht bieten lassen und deshalb treten wir an diesem internationalen Frauentag für unsere Rechte ein!
    (Topfschlagen…)
    [an die Zuschauer gewandt]
    Was meinen Sie, wieviele Frauen in Deutschland weniger verdienen als Männer?
    (Schätzungen werden angenommen…)
    Der Verdienstunterschied von Männern und Frauen beträgt weiterhin 23%!
    (wer der Zahl am nächsten von den Zuschauern kam, erhält ein kleines Präsent…und Topfschlagen setzt ein…)
    Was meinen Sie, wieviele Frauen gibt es unter den Studenten? Und wieviel weibliche Professuren kommen auf 100 Professuren?
    (Schätzungen werden angenommen…)
    54 % aller Studierenden sind Frauen, auf 100 Professuren kommen jedoch nur 6 Professorinnen!
    (wer der Zahl am nächsten von den Zuschauern kam, erhält ein kleines Präsent…und Topfschlagen setzt ein…)
    Und wissen Sie, wie hoch der Frauenanteil in Führungsgremien ist?
    (Schätzungen werden angenommen…)
    Der Frauenanteil in Führungsgremien stagniert bei 12 % !
    (wer der Zahl am nächsten von den Zuschauern kam, erhält ein kleines Präsent…und Topfschlagen setzt ein…)
    Wievile Niedriglohnbeschäftigte in Deutschland sind Frauen?
    (Schätzungen werden angenommen…)
    Es sind 70 % ! Bei Männern nur 10 % !
    (wer der Zahl am nächsten von den Zuschauern kam, erhält ein kleines Präsent…und Topfschlagen setzt ein…)

    Und ich möchte Ihnen auch noch einige andere Zahlen nennen:

    – Frauen, selbst wenn sie die gleiche Ausbildung, den gleichen Beruf und das gleiche Alter haben wie ihre männlichen Kollegen, verdienen immer noch 12 % weniger!
    – jede vierte Frau würde von einem Mindestlohngesetz profitieren!
    – Arbeitslose Frauen keinen Anspruch auf Hartz IV habe, wenn ihr Lebenspartner genug verdient und somit finanzielle Abhängigkeiten entstehen!

    So, jetzt wissen Sie, warum der internationale Frauentag für uns Frauen so wichtig ist!

    Gesang setzt ein (evtl. mit Gitarrenbegleitung):

    Und weil die Frau eine Frau ist,
    drum braucht sie Gleichheit bitte sehr.
    Es macht sie ein Geschwätz nicht satt,
    das schafft nie Gleichheit her.
    Drum reiht euch ein und reiht euch ein,
    gemeinsam sind wir stark!
    Die Welt soll auch die unsre sein,
    die Zukunft ich dann mag…

    Und weil wir Frauen Fraun sind,
    drum wolln wir gleichn Lohn is nicht so schwer!
    es gibt die einfache Lösung nur,
    der Mindestlohn muss her!
    Drum reiht euch ein und reiht euch ein,
    gemeinsam sind wir stark!
    Die Welt soll auch die unsre sein,
    die Zukunft ich dann mag…

    Und weil wir noch verladen werdn,
    macht Schluss mit dem Spagat!
    wir tragen ja die Hälfte all,
    von jedem neuen Tag!
    Drum reiht euch ein und reiht euch ein,
    gemeinsam sind wir stark!
    Die Welt soll auch die unsre sein,
    die Zukunft ich dann mag…

    (in kleiner Abänderung des Einheitsliedes von B.Brecht)
    Zum Schluss ausklingendes Topfschlagen…

    CIAO Hans

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    Die Privatisierung des modernen Krieges…

    „Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik unter Einbeziehung anderer Mittel” (Clausewitz: Vom Kriege I, 1, 24). Gemeint ist damit, dass das Militär der Politik stets untergeordnet ist. Die Politik bestimmt demnach durch den Zweck die Anwendung von militärischer Gewalt, also von Krieg, als Mittel zur Lösung eines Konflikts. Der Krieg ist so der Politik immer untergeordnet.(Wikipedia) Dies schrieb Clausewitz 1812…

    Dieser klassische Begriff von „Krieg“, der zwischen Nationen stattfindet und dessen Ziel die Aneignung oder Verteidigung von Ressourcen ist, muss heute neu definiert werden. Heute spricht man von „asymmetrischen Kriegen“: es sind vermehrt nicht-staatliche Gruppen in kriegerische Auseinandersetzungen involviert und es findet eine „Privatisierung“ der Gewaltanwendung statt. So unterhalten Warlords und andere Familienclans Privatarmeen und auch das Gewaltmonopol des Staates wird durch neu auftretende Formationen in Frage gestellt. Geschichtlich gesehen findet eine Rückwärtsentwicklung des Krieges zu seinen ursprünglichen Formen der privat verfügten Ressourcen der sozialen Aktion „Krieg“ statt. Sehr interessant finde ich in diesem Zusammenhang den Vortrag von Dag Krienen: Der klassische, der moderne und der postmoderne Krieg – Von der Deprivatisierung zur Reprivatisierung kollektiver Gewalt…

    Mit dem Ende des Kalten Krieges 1989, als sich durch den Zerfall der Sowjetunion die Konfrontationsstellung der Blöcke auflöste und die USA von einer imperialen Macht zu einer hegemonialen Weltmacht wurde, die vor allem die Aufgabe hat, die globale Infrastruktur des Handels aufrecht zu erhalten und auf neue Gebiete auszudehnen, änderte sich auch die Kriegsführung. Die USA stehen im Zentrum des globalen Wirkens (aufgrund ihrer militärischen Macht), sind aber immer mehr auch auf ihre Verbündeten (Europa, Japan, Australien u.a.) angewiesen. Im Zentrum des hegemonialen globalen Interesses stehen neben der Sicherung der Ressourcen (Rohstoffe, Energieträger, Öl…) die Sicherung des Kapitalflusses.

    Brzezinski, ein wichtiger außenpolitischer Berater, der quasi als graue Eminenz unter den US-Geostrategen die Sichtweisen und Interessen eines ganzen Flügels der amerikanischen Elite verkörpert, führt in seinem Buch »Die einzige Weltmacht« aus:

  • der erste Grundsatz sei der erklärte Willen, die „einzige“ und – wie Brzezinski es nennt – sogar „letzte“ Weltmacht zu sein,
  • und was sogar noch entscheidender sei:

  • dem zweiten Grundsatz liege die Einschätzung zugrunde, dass eine Macht, die in Eurasien die Vorherrschaft gewinnt, damit auch die Vorherrschaft über die gesamte übrige Welt gewonnen hätte…(Quelle).
  • Dieser Traum wird durch die internationale Entwicklung, dem rasanten Aufstieg von China und Indien und dem verbliebenen Russland, immer mehr in Frage gestellt. In den nächsten fünf Jahren könnte der US-Dollar seine Position als vorherrschende Weltwährung einbüßen. Umso wichtiger ist für die USA Europa als unverzichtbarer Partner.

    Afghanistan (obwohl es keine Ölreserven besitzt!) ist ein wichtiger Dominostein in der amerikanischen Außenpolitik – zentral in der Eroberung des euroasiatischen Raumes (Iran, Irak, Syrien, Türkei, Georgien, Aserbaidschan, Tukmenistan, Pakistan, Dubai …).

    Daraus verständlich wird die Bedeutung der Einbindung der europäischen Bündnispartner. Aber auch die Kriegsführung der USA in Afghanistan ändert sich: es werden immer mehr private Sicherheitsdienste – sog. Private Security Companies, PSC – in den Krieg eingebunden. Dies sind private Unternehmen, die in den Bereichen Versorgung, Personenschutz, Ausbildung und Wartung, aber auch in der Luftraumüberwachung, Minenräumung bis hin zum Wiederaufbau von militärischer Infrastruktur und Versorgungswegen eingesetzt werden. Diese Firmen arbeiten unter privatwirtschaftlichen Gesichtspunkten, sie möchten Gewinn machen – an einer Befriedung sind sie nicht interessiert.

    Bekannt geworden ist die Firma Blackwater (heute nennt sie sich „Xe Services“), die international agiert und nach mehreren Toten bei ihren Einsätzen in die Kritik geriet. Seit den 1990er Jahren, als die ersten privaten Militärdienstleister auftraten, hat ihre Anzahl massiv zugenommen.

    „Das Personal der privaten militärischen Dienstleister auf afghanischem Boden wird derzeit auf 130 000 bis 160 000 Mann geschätzt. Das ist die zweithöchste Zahl nach dem Irak, wo 2007 nach Angaben des Pentagon 185 000 private Söldner tätig waren (gegenüber 160 000 regulären Soldaten). Aber diese Reihenfolge wird sich demnächst ändern, wenn die USA – wie von Präsident Obama angekündigt – weitere 30 000 Soldaten an den Hindukusch entsenden, denn mit diesen werden voraussichtlich 56 000 weitere private Söldner ausrücken. Das vom Pentagon in Afghanistan unterhaltene Personal wird dann zu über zwei Dritteln aus „contractors“ bestehen – der höchste je erreichte Anteil…“(Quelle)

    Diese privaten Söldnerfirmen machen sich mittlerweile unentbehrlich! Ausbildung und der Bereich Logistik liegt fast gänzlich in den Händen der privaten Militärfirmen. Deutschland hat die UN-Konvention gegen die Anwerbung, den Einsatz, die Finanzierung und die Ausbildung von Söldnern zwar unterschrieben, aber noch nicht ratifiziert.

    Was bleibt ist die Frage der Ethik solcher privater Militärunternehmen…

    CIAO Hans

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    Unsere Selbsthilfegruppe Angst und Depression…

    Seit 1993 existiert unsere Selbsthilfegruppe Angst und Depression in Braunschweig. Sie wurde damals auf Initiative einer Betroffenen gegründet. Und die Gruppe hat sich über all die Jahre gehalten – mal mit mehr, mal mit weniger Beteiligten. Es ist eine „offene“ Gruppe, d.h. jeder von Angst und Depression Betroffene kann sie besuchen, eine Teilnahme ist freiwillig.

    Wir sind Leidtragende, die in der Gruppe Erfahrungen mit dem Thema Angst und Depressionen austauschen. Bei diesen Gesprächen über die ernstzunehmenden Erkrankungen wird klar, dass jeder Mensch verschieden ist und Ängste und Depressionen nichts mit Charakterschwäche oder Wehleidigkeit zu tun haben.

    So wird über mögliche Therapien, Medikamente und über die Bewältigung des Alltags gesprochen. Unsere Selbsthilfegruppe bietet also Kontakt zu Menschen, die selbst Erfahrung mit Ängsten und Depressionen und ihren Begleitumständen haben.

    Manchmal ist es schwer, diesen ersten Schritt zu tun, aber es gibt keinen Grund beschämt zu sein. Ärzte und Therapeuten können wir dabei nicht ersetzen!

    Wir können keine nassen Alkoholiker, Menschen mit einer Psychose, Manie oder Zwangserkrankung in unserer Gruppe aufnehmen, da wir keine Erfahrungen mit diesen Erkrankungen haben (es gibt dafür andere Selbsthilfegruppen).

    Nähere Informationen gibt es auf unserer Homepage.
    Direkt ins Forum geht es hier.

    Angst from hanskottke

    CIAO Hans

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    Philosophischer Exkurs: „Das Böse als Voraussetzung zum Guten“…

    „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt darauf an, sie zu verändern.“ – Karl Marx, Thesen über Feuerbach. MEW 3, S. 7, 1845

    Dem stimme ich zu, aber manchmal ist es doch auch sehr sinnvoll, sich mit philosophischen Gedanken zu beschäftigen. So nehme ich an einem privaten Kurs teil, der sich mit „Sinnfragen“ beschäftigt. Manchmal ist es richtig spannend, was die verschiedenen Personen über eine Sache denken.

    Dabei besprachen wir auch das Script zu dem Thema :“Das Böse als Voraussetzung zum Guten„. Darin geht es um die „Abrundung“ und „Ausreifung“ der Persönlichkeit.
    Verschiedene Aspekte vom archaischen, metaphysischen und tiefenpsychologischen Weltbild unter Berücksichtigung der Religion werden diskutiert.

    Der Text ist knapp zusammengefasst und manche Dinge müssen sich erstmal setzen. Vieles versteht man auch erst nach mehrmaligem Lesen. Aber vielleicht findet der ein oder andere das Script genauso spannend wie ich…

    Das Boese als Voraussetzung zum Guten from hanskottke

    Wer sich den Vortrag als Script herunterladen möchte – hier:
    CIAO Hans

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    Die „heimliche Krankheit im Alter“ – Altersdepression oder Demenz?

    Zur Zeit kümmere ich mich um eine alte Dame, die nach einer schweren Erkrankung in ein Altenheim gekommen ist. Lange Jahre war sie in unserer Selbsthilfegruppe für Angst und Depression Braunschweig aktiv.

    Jetzt ist der Punkte erreicht, wo sie allein nicht mehr in ihrer Wohnung zurecht kommt und ein Heim ist angesagt, vor allem, da sie auch keine Verwandten mehr hat. Ich erlebe ihre Schwierigkeiten vom Wechsel einer relativ freien Umgebung in die Strukturen einer ungewohnten Heimumgebung – von der eigenen Wohnung in ein kleines Zimmer. Dabei ständig auf die Hilfe der Schwestern angewiesen zu sein, erfordert eine neue innere Einstellung…

    Ich war auf einer Veranstaltung mit dem Thema: Depression – “Die heimliche Krankheit im Alter”.

    Warum “heimliche” Krankheit? Im Alter ist es nicht leicht, eine Depression von einer Demenz (z.B.Morbus Alzheimer im Anfangsstadium) abzugrenzen. Oft wird eine Depression bei alten Menschen verkannt und der langsame Rückzug einfach auf das Alter geschoben.

    Aus dem Veranstaltungsflyer:

    “Depression ist die häufigste psychiatrische Alterserkrankung, ca. 13,5% der über 65-Jährigen leiden unter Depressionen. Gerade im Alter steht der Mensch vor der Herausforderung einer neuen Lebensphase.

    Der Verlust von Arbeit oder Familie als Lebensinhalt, abnehmende Selbstständigkeit oder der Tod von nahestehenden Personen können Auslöser einer depressiven Erkrankung sein.

    Die depressive Erkrankung im Alter findet aber noch zu wenig Beachtung. Sie wird nur selten diagnostiziert und kaum behandelt.Von den Auswirkungen der Erkrankung sind auch die Angehörigen betroffen.

    Wird die Erkrankung nicht erkannt oder nur als vorübergehende Episode gedeutet, kann dieses im Umgang mit den Betroffenen zu Problemen führen.

    Besonders wenn der Erkrankte nicht auf liebevolle Zuwendung oder engagierte Betreuung reagiert, geraten helfende Personen an ihre Grenzen. Das Verhalten des depressiv Erkrankten wird als Missachtung ihrer Bemühungen verstanden. So kann Verärgerung wie auch Gleichgültigkeit entstehen, die den Erkrankten noch tiefer in den Rückzug treibt.

    Die Behandlung depressiver Erkrankungen hat in den letzten 30 Jahren wesentliche Fortschritte gemacht. Es sind mittlerweile wirksame Behandlungsmöglichkeiten für depressiv erkrankte Menschen entstanden… Die depressive Erkrankung im Alter findet aber noch zu wenig Beachtung. Sie wird nur selten diagnostiziert und kaum behandelt.”

    Die Heimliche Krankheit – Altersdepression from hanskottke

    Gertrud Terhürne von ambet e.v. und Christa Homann vom Sozialpsychiatrischen Dienst berichteten über die Angebote zur Hilfe in Braunschweig und was man in einer krisenhaften Situation unternehmen kann.

    In der von ambet herausgegebenen Broschüre zu “Rat und Hilfe” bei Demenz, Depression und anderen psychischen Erkrankungen im Alter kann man sich gut über Diagnose, medizinische Behandlung, Beratung, Selbsthilfe, Notdienste u.a. informieren. Adressen zu Beratungsstellen in Braunschweig sind aufgeführt. Allgemeine Aspekte wie z.B. Tagespflege, Pflegeversicherung, ambulante und stationäre Pflege werden erörtert.

    Also die Broschüre lohnt sich für Betroffene und auch Angehörige, wenn sie Rat und Hilfe brauchen…

    CIAO Hans

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    Aktion – „unsere Zukunft – atomwaffenfrei“…

    Die Aktion „unsere Zukunft – atomwaffenfrei“ unterstütze ich aus ganzem Herzen. Auch ich bin wie die überwiegende Mehrheit (weit über 80 Prozent) der deutschen Bevölkerung gegen Atomwaffen.

    Viele Menschen wissen jedoch noch nicht,

  • dass hier in Deutschland Atomwaffen stationiert sind,
  • dass Deutschland eigene Flugzeuge und Piloten für den Einsatz zur Verfügung stellt,
  • dass diese Piloten den Einsatz üben
  • und dass Deutschland sich an der Nuklearen Planungsgruppe der NATO beteiligt.
  • Nach der Wiedervereinigung hat Russland seine Atomwaffen vertragsgemäß aus dem Osten Deutschlands abgezogen. Die USA haben jedoch immer noch ca. 20 taktische Atomwaffen im Stationierungsort Büchel in Rheinland-Pfalz, die der NATO zur Verfügung stehen. Laut aktuellen Informationen von Atomwaffenexperten in den USA und in Deutschland sind die bisher zusätzlichen 130 US-Atomwaffen von dem US-Luftwaffenstutzpunkt Ramstein abgezogen worden.

    Die Website der Aktion -„unsere Zukunft – atomwaffenfrei“ bietet eine Vielzahl von Informationen und Möglichkeiten, aktiv für eine atomwaffenfreie Zukunft zu streiten (ein Besuch lohnt sich!).

    Hier eine kurze Präsentation der Aktion:

    Unsere Zukunft – Atomwaffenfrei from hanskottke

    Die medizinischen Folgen eines Atomeinsatzes sieht man hier:

    Medizinische Folgen eines Atomkrieges from hanskottke

    Zur Debatte um Atomwaffen in Deutschland:

    Debatte zu Atomwaffen in Deutschland from hanskottke

    Wer selbst aktiv werden möchte, kann einen Brief an den amerikanischen Präsidenten Barack Obama schicken. Hier ein PDF-Briefvorschlag!

    CIAO Hans

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