Unsere Selbsthilfegruppe Angst und Depression…

Seit 1993 existiert unsere Selbsthilfegruppe Angst und Depression in Braunschweig. Sie wurde damals auf Initiative einer Betroffenen gegründet. Und die Gruppe hat sich über all die Jahre gehalten – mal mit mehr, mal mit weniger Beteiligten. Es ist eine „offene“ Gruppe, d.h. jeder von Angst und Depression Betroffene kann sie besuchen, eine Teilnahme ist freiwillig.

Wir sind Leidtragende, die in der Gruppe Erfahrungen mit dem Thema Angst und Depressionen austauschen. Bei diesen Gesprächen über die ernstzunehmenden Erkrankungen wird klar, dass jeder Mensch verschieden ist und Ängste und Depressionen nichts mit Charakterschwäche oder Wehleidigkeit zu tun haben.

So wird über mögliche Therapien, Medikamente und über die Bewältigung des Alltags gesprochen. Unsere Selbsthilfegruppe bietet also Kontakt zu Menschen, die selbst Erfahrung mit Ängsten und Depressionen und ihren Begleitumständen haben.

Manchmal ist es schwer, diesen ersten Schritt zu tun, aber es gibt keinen Grund beschämt zu sein. Ärzte und Therapeuten können wir dabei nicht ersetzen!

Wir können keine nassen Alkoholiker, Menschen mit einer Psychose, Manie oder Zwangserkrankung in unserer Gruppe aufnehmen, da wir keine Erfahrungen mit diesen Erkrankungen haben (es gibt dafür andere Selbsthilfegruppen).

Nähere Informationen gibt es auf unserer Homepage.
Direkt ins Forum geht es hier.

Angst from hanskottke

CIAO Hans

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Philosophischer Exkurs: „Das Böse als Voraussetzung zum Guten“…

„Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt darauf an, sie zu verändern.“ – Karl Marx, Thesen über Feuerbach. MEW 3, S. 7, 1845

Dem stimme ich zu, aber manchmal ist es doch auch sehr sinnvoll, sich mit philosophischen Gedanken zu beschäftigen. So nehme ich an einem privaten Kurs teil, der sich mit „Sinnfragen“ beschäftigt. Manchmal ist es richtig spannend, was die verschiedenen Personen über eine Sache denken.

Dabei besprachen wir auch das Script zu dem Thema :“Das Böse als Voraussetzung zum Guten„. Darin geht es um die „Abrundung“ und „Ausreifung“ der Persönlichkeit.
Verschiedene Aspekte vom archaischen, metaphysischen und tiefenpsychologischen Weltbild unter Berücksichtigung der Religion werden diskutiert.

Der Text ist knapp zusammengefasst und manche Dinge müssen sich erstmal setzen. Vieles versteht man auch erst nach mehrmaligem Lesen. Aber vielleicht findet der ein oder andere das Script genauso spannend wie ich…

Das Boese als Voraussetzung zum Guten from hanskottke

Wer sich den Vortrag als Script herunterladen möchte – hier:
CIAO Hans

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Die „heimliche Krankheit im Alter“ – Altersdepression oder Demenz?

Zur Zeit kümmere ich mich um eine alte Dame, die nach einer schweren Erkrankung in ein Altenheim gekommen ist. Lange Jahre war sie in unserer Selbsthilfegruppe für Angst und Depression Braunschweig aktiv.

Jetzt ist der Punkte erreicht, wo sie allein nicht mehr in ihrer Wohnung zurecht kommt und ein Heim ist angesagt, vor allem, da sie auch keine Verwandten mehr hat. Ich erlebe ihre Schwierigkeiten vom Wechsel einer relativ freien Umgebung in die Strukturen einer ungewohnten Heimumgebung – von der eigenen Wohnung in ein kleines Zimmer. Dabei ständig auf die Hilfe der Schwestern angewiesen zu sein, erfordert eine neue innere Einstellung…

Ich war auf einer Veranstaltung mit dem Thema: Depression – “Die heimliche Krankheit im Alter”.

Warum “heimliche” Krankheit? Im Alter ist es nicht leicht, eine Depression von einer Demenz (z.B.Morbus Alzheimer im Anfangsstadium) abzugrenzen. Oft wird eine Depression bei alten Menschen verkannt und der langsame Rückzug einfach auf das Alter geschoben.

Aus dem Veranstaltungsflyer:

“Depression ist die häufigste psychiatrische Alterserkrankung, ca. 13,5% der über 65-Jährigen leiden unter Depressionen. Gerade im Alter steht der Mensch vor der Herausforderung einer neuen Lebensphase.

Der Verlust von Arbeit oder Familie als Lebensinhalt, abnehmende Selbstständigkeit oder der Tod von nahestehenden Personen können Auslöser einer depressiven Erkrankung sein.

Die depressive Erkrankung im Alter findet aber noch zu wenig Beachtung. Sie wird nur selten diagnostiziert und kaum behandelt.Von den Auswirkungen der Erkrankung sind auch die Angehörigen betroffen.

Wird die Erkrankung nicht erkannt oder nur als vorübergehende Episode gedeutet, kann dieses im Umgang mit den Betroffenen zu Problemen führen.

Besonders wenn der Erkrankte nicht auf liebevolle Zuwendung oder engagierte Betreuung reagiert, geraten helfende Personen an ihre Grenzen. Das Verhalten des depressiv Erkrankten wird als Missachtung ihrer Bemühungen verstanden. So kann Verärgerung wie auch Gleichgültigkeit entstehen, die den Erkrankten noch tiefer in den Rückzug treibt.

Die Behandlung depressiver Erkrankungen hat in den letzten 30 Jahren wesentliche Fortschritte gemacht. Es sind mittlerweile wirksame Behandlungsmöglichkeiten für depressiv erkrankte Menschen entstanden… Die depressive Erkrankung im Alter findet aber noch zu wenig Beachtung. Sie wird nur selten diagnostiziert und kaum behandelt.”

Die Heimliche Krankheit – Altersdepression from hanskottke

Gertrud Terhürne von ambet e.v. und Christa Homann vom Sozialpsychiatrischen Dienst berichteten über die Angebote zur Hilfe in Braunschweig und was man in einer krisenhaften Situation unternehmen kann.

In der von ambet herausgegebenen Broschüre zu “Rat und Hilfe” bei Demenz, Depression und anderen psychischen Erkrankungen im Alter kann man sich gut über Diagnose, medizinische Behandlung, Beratung, Selbsthilfe, Notdienste u.a. informieren. Adressen zu Beratungsstellen in Braunschweig sind aufgeführt. Allgemeine Aspekte wie z.B. Tagespflege, Pflegeversicherung, ambulante und stationäre Pflege werden erörtert.

Also die Broschüre lohnt sich für Betroffene und auch Angehörige, wenn sie Rat und Hilfe brauchen…

CIAO Hans

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Aktion – „unsere Zukunft – atomwaffenfrei“…

Die Aktion „unsere Zukunft – atomwaffenfrei“ unterstütze ich aus ganzem Herzen. Auch ich bin wie die überwiegende Mehrheit (weit über 80 Prozent) der deutschen Bevölkerung gegen Atomwaffen.

Viele Menschen wissen jedoch noch nicht,

  • dass hier in Deutschland Atomwaffen stationiert sind,
  • dass Deutschland eigene Flugzeuge und Piloten für den Einsatz zur Verfügung stellt,
  • dass diese Piloten den Einsatz üben
  • und dass Deutschland sich an der Nuklearen Planungsgruppe der NATO beteiligt.
  • Nach der Wiedervereinigung hat Russland seine Atomwaffen vertragsgemäß aus dem Osten Deutschlands abgezogen. Die USA haben jedoch immer noch ca. 20 taktische Atomwaffen im Stationierungsort Büchel in Rheinland-Pfalz, die der NATO zur Verfügung stehen. Laut aktuellen Informationen von Atomwaffenexperten in den USA und in Deutschland sind die bisher zusätzlichen 130 US-Atomwaffen von dem US-Luftwaffenstutzpunkt Ramstein abgezogen worden.

    Die Website der Aktion -„unsere Zukunft – atomwaffenfrei“ bietet eine Vielzahl von Informationen und Möglichkeiten, aktiv für eine atomwaffenfreie Zukunft zu streiten (ein Besuch lohnt sich!).

    Hier eine kurze Präsentation der Aktion:

    Unsere Zukunft – Atomwaffenfrei from hanskottke

    Die medizinischen Folgen eines Atomeinsatzes sieht man hier:

    Medizinische Folgen eines Atomkrieges from hanskottke

    Zur Debatte um Atomwaffen in Deutschland:

    Debatte zu Atomwaffen in Deutschland from hanskottke

    Wer selbst aktiv werden möchte, kann einen Brief an den amerikanischen Präsidenten Barack Obama schicken. Hier ein PDF-Briefvorschlag!

    CIAO Hans

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    1968 – ein Jahr, das die Welt veränderte…

    1968 war ich 15 Jahre alt. Ich befand mich gerade in der Pubertät und auf dem Weg, mich selbst zu finden. Und das war in diesem Jahr nicht leicht. Ich war Schüler auf dem Gymnasium und erlebte die Studentenrevolte mit Rudi Dutschke und besuchte auch in Braunschweig meine ersten Demontrationen gegen die Erhöhung der Fahrpreise beim öffentlichen Nahverkehr und die Erhöhung der Badepreise…

    Täglich flimmerten Nachrichten aus Vietnam über den Fernsehbildschirm – die Amerikaner gegen den Vietkong. Ich war entsetzt über diese Bilder – der Krieg wurde in unser Wohnzimmer übertragen.

    In Frankreich gab es den roten Mai, als mit Daniel Cohn-Bendit an der Spitze die Arbeiter sich mit den Studenten solidarisierten.
    In der BRD führte Rudi Dutschke die Studentenrevolte in West-Berlin an. Der Student Benno Ohnesorge war auf einer Demonstration gegen den Schah in Berlin von einem Polizisten (Karl-Heinz Kurras: wie sich erst viel später heraustellte, war er Mitarbeiter der Stasi) am 2. Juni 1967 erschossen worden. Am 11. April 1968 schoss der junge Hilfsarbeiter Josef Bachmann (der später im Gefängnis Selbstmord beging – erst jetzt stellen sich Verbindungen zur damaligen rechten Szene in Peine her) vor dem SDS-Büro am Kurfürstendamm dreimal auf Dutschke. Er traf ihn zweimal in den Kopf, einmal in die linke Schulter. Dutschke erlitt lebensgefährliche Gehirnverletzungen und überlebte nur knapp nach einer mehrstündigen Operation. Am 24. Dezember 1979 starb Dutschke in seiner Wohnung an den Spätfplgen des Attentats. Die Studenten machten die Boulevardzeitung „Bild“ für das Attentat verantwortlich. So schrieb die „Bild“ z. B. am 7. Februar 1968: „Man darf auch nicht die ganze Dreckarbeit der Polizei und ihren Wasserwerfern überlassen.“ Infolge kam es zu schwersten Ausschreitungen auf dem Gelände des Springerverlages – Zeitungen wurden verbrannt.
    Um sich heute zu rechtfertigen hat der Axel Springer Verlag jetzt ein Medienarchiv68 mit Artikeln ihrer Zeitung aus den 68ern veröffentlicht.

    Aber nicht nur in der Bundesrepublik gärte es…

    In den USA formierte sich eine große Protestbewegung gegen den Vietnamkrieg. Einberufene Soldaten verweigerten den Dienst an der Waffe, wollten bei dem Sterben in Vietnam nicht dabei sein. Blackpanther, eine Bewegung der Schwarzen, entdeckten ihre Identität und forderten ein Ende der Rassendiskriminierungen.

    Auch in anderen Teilen der Welt gingen die Studenten auf die Straße: Japan, Brasilien und weitere Orte.

    Che Guevara starb am 8. Oktober 1967 in den Bergen Boliviens, als er versuchte, genauso wie in Kuba mittels eines kleinen Kommandos die Revolution durchzuführen. Seine revolutionäre Moral galt den 68er Studenten als Vorbild. Auf den Demonstrationen wurde sein Konterfei auf den Plakaten mitgetragen.

    Doch auch der Osten regte sich: in China lief die Große Proletarische Kulturrevolution unter Führung von Mao Zedong, was viele Studenten beflügelte – Aufbegehren gegen das Establishment (erst viel später erkannte man die Fehler dieser Kulturrevolution).

    Im Ostblock fand in der Tschechoslowakei unter der Regie von Alexander Dubček der „Prager Frühling“ statt. Die Menschen rochen den Duft der Freiheit. In der Nacht zum 21. August 1968 beendeten etwa eine halbe Million Soldaten der Sowjetunion, Polens, Ungarns und Bulgariens mit ihren Panzern das Experiment. DDR-Truppen nahmen an der Besetzung nicht teil, lagen aber in Alarmbereitschaft.

    Es war auch die Zeit, als die Hippie-Bewegung entstand, neue Rockmusik die Jugend begeisterte und auch mit neuen Drogen experimentiert wurde.

    Es war die Zeit, als die Jugend gegen das verstaubte alte System der 50er Jahre, gegen ihre Väter und Mütter aufbegehrte. Es war eine Emanzipation: Einstieg in die Bearbeitung der Geschehnisse des Nationalsozialismus, die Neudefinition des Feminismus und das Infragestellen vieler für selbstverständlich gehaltener gesellschaftlicher Normen.

    Ich bin der Meinung, ohne diese Bewegungen der 68er Jahre wären wir nicht da, wo wir heute sind. Natürlich wurde damals auch einiges falsch gemacht. Aber wenn man sich auf neuem Terrain zu bewegt, dann macht man unweigerlich auch Fehler…

    Und in dieser Zeit steckte ich – wie oben gesagt – in der Pubertät. Die Ereignisse haben mich geprägt. Ich kann mich noch gut an die Auseinandersetzungen mit meinem Vater erinnern, die allabendlichen Diskussionen über die Vorkommnisse des Tages. Ich bekam eine andere Einstellung als mein Vater, der dies auf die Schule schob – dort werde die Jugend verdorben…

    Im Rückblick kann ich sagen, dass ich froh bin, diese Zeit der gesellschaftlichen Veränderung so hautnah miterleben zu dürfen. Sie hat mein Bewusstsein für soziale Gerechtigkeit gestärkt und auch den Blick über den Tellerrand ermöglicht, der Blick auf die globale Welt, was sich dann später noch vertiefte, als ich einige Länder an der unteren Skala der Entwicklung besuchen konnte…

    CIAO Hans

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    Protest gegen die Abholzung des Querumer Forstes in Braunschweig…

    In Braunschweig gibt es Streit um die Erweiterung des Flughafens. Viele Bürger sind gegen die Erweiterung, da dadurch viele Bäume gefällt werden müssen und die Natur in Mitleidenschaft gezogen wird. Die Gerichte haben den Weg freigemacht für eine Abholzung. Das Fehlen des großen Waldstückes wird sich für das Braunschweiger Klima und für das gesamte Klima verändernd auswirken.
    Schon jetzt haben wir in BS oft schlechte Luft und oft Atemwegserkrankungen festzustellen.
    Vor 20 Jahren konnten Deutschlands Wälder noch 17 Millionen Tonnen Kohlenstoff binden, jetzt nur noch 4,7 Millionen tonnen laut BUND.
    Die Landebahnerweiterung stellt sich nun offensichtlich doch als überflüssig heraus, nachdem der VW-Verantwortliche Damme erklärt hat, dass VW die Landesbahnerweiterung gar nicht benötige.
    Der Protest geht also weiter…
    Hier zwei Videos, die einen Einblick in die Proteste geben:

    Teil 1:


    Download Video or MP3

    Teil 2:


    Download Video or MP3

    Weitere Infos unter waggum-online, braunschweig-online und der RTLregional-Beitrag.

    Hier noch ein interessanter Film NDR extra 3 Bericht vom 31. Januar 2010

    Weiter Videos: Videoberichte zur Flughafenerweiterung

    Mir fiel dazu folgendes ein (in Anlehnung an ein Gedicht von Theodor Storm):

    Von drauß‘ vom Walde komm ich her;
    Ich muss euch sagen, ihn gibt’s bald nicht mehr!
    In Querum wird wie wild gefällt,
    Der Flughafen die Ursache stellt;
    VW will fliegen für die da oben,
    Sie sind dann in der Luft da droben!
    Die Bäume sollen alle weichen,
    Egal ob Buche, Tanne oder Eichen!
    Das Gericht hat so entschieden,
    Den Volksbegehr hat es vermieden!
    Manch Bürger setzt sich nun zur Wehr,
    Die Harvester wollen sie nicht mehr!
    Geht es doch um die Natur,
    Für unsere Kinder und Bürger nur!
    Drum sei all dies uns eine Lehr,
    Natur fällt bei uns für Verkehr!
    Die Schändung ist nun wahrhaft Fakt,
    Mich dabei nur Grausen packt…

    CIAO Hans

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    Gegen das Vergessen – Gedenken an den Holocaust…

    Der 27.Januar ist zum Tag des Gedenkens an den Holocaust erklärt worden. Es ist der 65. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945. Die Befreiung fand durch die Rote-Armee statt. Nur wenige Tage zuvor war das Lager von der deutschen SS aufgegeben worden. Damals konnten noch die letzten Überlebenden des nationalsozialistischen Wahnsinns befreit werden.

    In Braunschweig befindet sich die Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus in der Schillstraße. Aus diesem Anlass wurden Gedenkkränze niedergelegt und der Opfer gedacht. Auch in vielen anderen Städten fanden zur gleichen Zeit Kranzniederlegungen statt.

    In Auschwitz-Birkenau wurden während der Nazizeit rund 1,1 Millionen Menschen ermordet, darunter etwa eine Million Juden. Die Überlebenden des Holocaustes werden immer weniger, womit eine Quelle der Information und Erfahrung langsam versiegt. Umso wichtiger ist es, die Geschehnisse der damaligen Zeit auch der heutigen jungen Generation zu vermitteln.

    Gegen das Vergessen!

    Zur Geschichte Braunschweigs unter den Nationalsozialisten habe ich ein kleines Video gedreht:


    Download Video or MP3

    Weitere Informationen finden sich auf meiner Homepage unter Die andere Stadtrundfahrt und Vernetztes Gedächtnis.

    PS:

  • Jüdisches Museum Berlin
  • Zentrale Holocaust Gedenkstätte Deutschlands
  • United States Holocaust Memorial Museum
  • CIAO Hans

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    “Uranium – is it a country?“ – die Herkunft von Atomstrom…

    Vielen Menschen ist nicht klar, dass auch die Atomkraft einen Rohstoff braucht: Uran. Australien hat die weltweit größten Uranvorkommen. Der Film zeigt die gravierenden Risiken für Mensch und Umwelt, die beim Uranabbau entstehen.

    Den kompletten Film könnt ihr hier sehen (allerdings in Englisch):

    Ihr könnt den Film in eurer Stadt zeigen! Die unabhängige Initiative STRAHLENDES KLIMA hat den Film in Eigenregie erstellt. Jetzt liegt es an euch, ihn zu verbreiten und möglichst viele Menschen über die Risiken des Uranabbaus zu informieren.

    Ihr könnt eine DVD bestellen und auch ReferentInnen einladen. Dann fehlt nur noch ein Raum, ein Beamer und es kann losgehen!
    Weitere Infos, wie eine nichtkommerzielle Filmvorführung aussehen kann, gibt es hier.

    CIAO Hans

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    Geschichte meiner Heimatstadt Braunschweig…

    Ich bin in Braunschweig geboren und lebe hier seit schon ein halbes Jahrhundert – unterbrochen nur durch sieben Jahre Studium in West-Berlin. Ich bin also, wie man so schön sagt, ein waschechter Braunschweiger.

    Vor einiger Zeit kam ich auf die Idee, die Geschichte meiner Heimatstadt Braunschweig in ein paar Videos darzustellen, die ich euch hier zeigen möchte…

    Zunächst ein kleines Video über die allgemeine Geschichte Braunschweigs, die Legende der Gründung der Stadt und die Geschichte der vielen Herzöge bis zur Neuzeit:

    Ein Kapitel der Braunschweiger Geschichte hat mich besonders interessiert und auch betroffen gemacht: die Geschichte Braunschweigs in den dunklen Jahren des Nationalsozialismus. Damals machte Braunschweig seinem Namen alle Ehre: es war tief braun (durch Braunschweig erhielt Adolf Hitler erst die deutsche Staatsbürgerschaft) und es schwieg zu den vielfältigen Verbrechen der Nazis. Hier das Video:


    Die andere Stadtrundfahrt (NS in Braunschweig) auf einer größeren Karte anzeigen

    Wer sich noch etwas genauer mit den Geschehnissen zwischen 1933 und 1945 beschäftigen möchte, der Besuche die Seite Die andere Stadtrundfahrt.

    Über ein Feed-back von eurer Seite wäre ich sehr froh… 😉

    CIAO Hans

    PS: Auch sehr interessant ist Kampf der Bilder 1930 – 1933

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    Der ewige Fluss – Geburt, Altern, Krankheit, Sterben, Tod…

    Heraklit ordnet man den Ausspruch „Alles fließt“ (panta rhei) zu und auch die Aussage: „Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen.“ Ja das Leben ist wie ein Fluss, es beginnt mit der Quelle – der Geburt – und verläuft dann über viele Windungen bis ins Meer – dem Tod – und verliert sich im Ozean. Es geht ständig voran, ein Zurück ist nicht möglich. Ständig befindet sich der Fluss in Veränderung, jede Sekunde ist er an einem anderen Punkt. Nur zurück kann er nicht, sein Lauf geht immer weiter.

    Der zentrale philosophische Begriff bei Heraklit ist der Logos, ein einheitsstiftendes Prinzip der Gegensätze, das alles beherrscht und allem zugrunde liegt. Das Umschlagen der Gegensätze geschieht dabei wohl „gemäß Streit und Schuldigkeit“ im Spannungsverhältnis der jeweiligen Bezugspole. Tag und Nacht, erst „Krankheit macht die Gesundheit angenehm, Übel das Gute, Hunger den Überfluss, Mühe die Ruhe“, Götter werden erst im Kontrast zu Menschen denkbar.

    Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie mich die Schrift „Über den Widerspruch“ (Mao Zedong) als Jugendlicher begeistert hatte. Es läuft nicht alles nur nach dem Schema These -> Anti-These -> Synthese, sondern es geht auch um Ursachen (Auslöser einer Kausalkette) und die verschiedenen Prozesse hängen miteinander zusammen.

    Hermann Hesse schrieb in seinen Tagebüchern im Januar 1921: „Wie seltsam lange braucht man, um sich selbst ein klein wenig zu kennen – wie viel länger, um Ja zu sich zu sagen und in einem überegoistischen Sinne mit sich einverstanden zu sein! Wie muss man doch immer wieder an sich herum machen, mit sich kämpfen, Knoten lösen, Knoten durchhauen, neue Knoten knüpfen! Ist man damit einmal zu Ende, ist einmal die volle Einsicht, die volle Harmonie, das volle und fertige Jasagen da, ist dies Ziel einmal erreicht: dann lächelt man und stirbt, das ist der Tod, das ist die Erfüllung des Diesmaligen, der willige Eintritt ins Gestaltlose, um daraus wiedergeboren zu werden…„. Dazu ist anzumerken, dass sich Hermann Hesse sehr mit den östlichen Philosophien beschäftigt hat. Sein Buch über das Leben Bhuddas – der „Siddhartha“ – hatte mich eine Zeit mit den großen Religionsstiftern auseinandersetzen lassen. Herausgekommen ist dann eine Kindergeschichte über Buddha, Mohammed und Jesus (könnt ihr hier anschauen).

    Auch ich befinde mich auf einer Reise, die ich in diesem Video mit Fraktalen symbolisieren möchte, Bilder im ständigen Fluss…

    Jung hat die psychische Entwicklung des Menschen in 2 Hauptphasen aufgeteilt: In der ersten Lebenshälfte soll der Mensch sozialisiert, d.h. zu einem tüchtigen Mitglied der Gruppe werden. Es geht dabei um den Aufbau eines weltzugewandten ICHs, die Fähigkeit zur Persona. In der zweiten Lebenshälfte verschiebt sich die Lebensaufgabe zugunsten einer größeren Bewußtheit des Menschen von sich selber – es geht um bewusste Selbstfindung mit dem Ziel der Belebung der Ich-Selbst-Achse.

    Es gibt anthropologische Konstanten von „Gut“ und „Böse“ – die Gemeinsamkeit in der Ethik aller Völker und Religionen (kollektives Unbewusstes). Aber es gibt keine absolute Wahrheit: es muss uns bewusst werden, dass auch die Vorstellung von „Gut“ und „Böse“ immer nur eine bloß relative und immer nur eine vorläufige Gültigkeit besitzt. Man darf heutige Vorstellungen nicht verabsolutieren…
    Dabei kommt es darauf an, sich sowohl nach „Innen“ wie auch in der „Umgebung“ auszurichten, quasi ein „Sowohl-als-Auch“, sonst wird man psychisch krank oder zum Fanatiker. Es geht um die Ausreifung der eigenen Persönlichkeit. (hierzu ein Skript von Prof.Dr.Kinkel)

    Unsere eigenen Vorstellungen von der Welt, unsere Gefühle und Ansichten ändern sich ständig, wie der ständig strömende Fluss. In der ersten Klasse hält man die Schüler der zweiten Klasse für unheimlich alt. Später dann meint man dann: „Trau keinem über Dreißig…“ bis man selber in dem nicht für möglich gehaltenen Alter angelangt ist.

    Krankheiten stellen sich ein. Doch auch der Krankheitsbegriff ist im Fluss! Das kann man sehr schön an der Geschichte der Heilkunde sehen.
    Krankheit kann aus drei verschiedenen Richtungen betrachtet werden. Die verschiedenen Blickrichtungen – Sicht des Kranken, Sicht des Arztes und Sicht der Gesellschaft – lassen jeweils andere Seiten von Krankheit in den Vordergrund treten. So kann man unter dem Begriff Krankheit jeweils etwas ganz verschiedenes verstehen.
    Krankheit wird auch von den anderen wissenschaftlichen Disziplinen unter jeweils verschiedenen, für die jeweilige Wissenschaft spezifischen Gesichtspunkten und Denkstilen betrachtet.
    Schlußfolgerung: eine einheitliche Definition vom Gesundheits-/Krankheitsbegriff existiert nicht. Jede Gruppe bringt ihre unterschiedliche Interessenlage ein. Der Patient mit seinen Klagen, mit seinem Hilfeersuchen steht im Mittelpunkt. Der Arzt nimmt den Auftrag an und handelt in ihm; die öffentliche Hand muß auf ökonomische Grenzen hinweisen. Und der Patient muß die wirtschaftlichen und ärztlichen Begrenzungen anerkennen.

    Ich betreue zur Zeit eine ältere Dame in einem Pflegestift. Ich kenne sie aus unserer Selbsthilfegruppe. Ich habe erlebt, wie sie schwer erkrankte, auf Intensivstation mit dem Tode rang und schließlich im Pflegestift untergebracht wurde. Ich erlebte, wie sie aufgrund ihrer Schmerzen immer mehr an Selbständigkeit verlor. Sie kann sich kaum noch bewegen und ist auf permanente Hilfe angewiesen. Sie befindet sich im Widerspruch ihrer Bedürfnisse und der begrenzten Belastbarkeit des Pflegepersonals. Das schafft psychische Konflikte. Wie sagte anfangs Hermann Hesse – „….den Knoten durchhauen… volle Einsicht und Harmonie…“ – das ist gar nicht so einfach, wie ich täglich sehe, die Welt der Widersprüche.

    Mit dem Tod haben sich immer wieder Kulturen auseinandergesetzt. So entstand schon bereits um 2500 v. Chr. das Ägyptische Totenbuch oder auch das sogenannte Tibetische Totenbuch. In neuerer Zeit hat sich vor allem Dr.Elisabeth Kübler-Ross (8.7.1926 – 24.8.2004) mit dem Sterben auseinandergesetzt. In ihrem Buch «Interviews mit Sterbenden» formulierte sie die fünf «Stadien des Sterbens».

    Ja was bleibt schließlich von dem Fluss, der im Ozean seine Form verliert? Wird er wie Buddha sagt über den Regen wieder zur Quelle getragen, um erneut zu fließen? Sind die Berichte von Nahtoderlebnissen – das Eingehen in das Licht – wahr, oder sind es nur Halluzinationen aufgrund des Sauerstoffmangels im Gehirn?
    Eins ist sicher: wir leben in den Erinnerungen unserer Nachfahren weiter, mal mehr mal weniger. Dabei kommt darauf an, was wir in unserem Leben getan haben. Ein Michelangelo ist im Gedächtnis der Menschen länger präsent als ein einfacher normaler Bürger. Aber auch er ist in den Erinnerungen seiner Nachfahren anwesend und hat gewiss auch ihr Leben durch sein Leben beeinflusst…

    Die Samen der Vergangenheit sind die Früchte der Zukunft. (Buddha)

    „Adieu“, sagte der Fuchs.
    „Hier mein Geheimnis.
    Es ist ganz einfach:
    man sieht nur mit dem Herzen gut.
    Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. (Antoine de Saint-Exupery)

    CIAO Hans

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