“Tự tử” – ra quyết định miễn phí?

“Tự tử”, die Selbsttötung eines Menschen, wird umgangssprachlich auch oft alsFreitod” gọi. Doch ist diese finale Aktion wirklich so “tự do”?

Mit dieser Thematik werde ich oft in unserer Nhóm tự giúp đỡ Angst und Depression konfrontiert. Da ich selbst unter Depressionen leide, kenne ich diese selbstzerstörerischen Gedanken nur zu gut. Auch bin ich in meinem bisherigen Lebensei es als Arzt oder als Patientmit vollendeten Selbstmorden öfter konfrontiert worden.

Gerade jetzt hörte ich wieder die Meinung, dass man über seinen eigenen Tod doch selber entscheiden könneIch fing an, mich nochmals mit der Suizidthematik auseinanderzusetzen, denn ich bin anderer Meinung.

Die Psychiatrie, Tâm lý học, Soziologie, Triết học, Theologie und die Rechtswissenschaft setzen sich mit der Selbsttötung auseinander. Và, es gibt sogar eine Suizidologie. Suizidalität gilt als die Summe aller Denk− und Verhaltensweisen von Menschen oder von Gruppen von Menschen, die in Gedanken, durch aktives Handeln, durch Handeln lassen oder auch durch passives Unterlassen einer für das Leben notwendigen Verrichtung den eigenen Tod anstreben bzw. als möglichen Ausgang in Kauf nehmen. Suizidalität gilt dabei nicht als Krankheit per se, Todeswünsche und Suizidideen können auch beim psychisch und körperlich gesunden Menschen in einer belastenden Lebenssituation auftreten.

Nach Angaben der WHO 2003 sterben weltweit jedes Jahr ca. 1 Mill. Menschen durch Suizid; bei jungen Menschen ist Suizid weltweit die häufigste Todesursache. Suizidversuche mit geschätzten 20±50Mill. weltweit sind wesentlich häufiger, wobei es keine zuverlässigen Daten gibt.

Suizidalität hat es schon immer in der Menschheitsgeschichte gegeben. Der französische Historiker Georges Minois schrieb die erste Abhandlung über den Suizid von der Antike bis zum 20.Jahrhundert in seinem BuchGeschichte des Selbstmords”. Er fragte: “Warum haben sich in dieser oder jener Epoche Menschen dafür entschieden, nicht mehr zu sein? Jeder Einzelne hatte seine Gründe, und es kommt darauf an, sie zu verstehen, denn diese Haltung enthüllt uns die lebenswichtigen Werte der Gesellschaft. Sie betrifft sowohl das Individuum als auch die Gruppe”. Er zitierte Albert Camus: “Es gibt nur einwirklich ernstes philosophisches Problem: den Selbstmord. Die Entscheidung, ob das Leben sich lohne oder nicht, beantwortet die Grundfrage der Philosophie. Alles andereob die Welt drei Dimensionen oder der Geist neun oder zwölf Kategorien habekommt erst später. Das sind Spielereien; zunächst heißt es, Antwort geben”.

Auch in den verschiedenen Weltreligionen finden sich Aussagen zu dem Problem Suizid. Verbot des Suizides im jüdischen Talmud (bis ins 20. Jahrhundert wurden alle üblichen Trauerriten versagt) und im Islam (die Aufnahme ins Paradies wird verweigert, und es droht ein „ewiges Höllenfeuer”; Ausnahme: der Märtyrertod), im Christentum fehlende Verurteilung suizidaler Handlungen im Alten und Neuen Testament (doch das GebotDu sollst nicht töten!” gilt nach Augustinus auch für einen selbst! Später wurde Suizid als Sünde gebrandmarkt; bis ins frühe 19.Jahrhundert wurde den Suizidopfern die Beerdigung auf Friedhöfen verweigert), Negierung des Suizides im Buddhismus oder Hinduismus.

In der Medizin/Psychiatrie wurde Suizidalität schon früh im Kontext von Melancholie diskutiert, denkt man an die Äußerungen von Robert Burton in seinem Werk über die Melancholie 1621 oder auch an die Formulierungen von Wilhelm Griesinger 1867, der Suizid in Zusammenhang mitSchwermut mit Äußerung von Zerstörungstriebenaber den Suiziddurchaus nicht immerals Symptom einer psychischen Erkrankung sah. Của Esquirol (1838) stammt die Aussage: “Der Selbstmord bietet alle Merkmale der Geisteskrankheit”, womit Suizidalität der Psychiatrie zugeordnet und die Grundlage für ein heutigesmedizinisch−psychosoziales Paradigmavon Suizidalität in Ablösung einer Jahrhunderte lang bestehenden religiös−philosophischen Sichtweise vorbereitet wurde. Seit Besetzung des Themas Suizidalität durch Medizin und im engeren Sinne Psychiatrie sowie das 1897 erschienene soziologische Werk von DurkheimDer Selbstmordentsteht neben der Arbeit mit suizidalen Menschen die wissenschaftliche Suizidologie als ein Querschnittsfach, das heute von Religion und Philosophie bis hin zu Psychologie, Tinh thần bịnh học, Epidemiologie, Neurobiologie und Genetik reicht.

Mehr als 90% aller Suizidenten leiden zum Zeitpunkt ihrer Selbsttötung an einer psychischen Erkrankung. Depressive Störungen gehen mit einer hohen psychiatrischen Miterkrankung (Komorbidität) einher. Häufig treten auch Angststörungen, Substanzmissbrauch und Alkoholerkrankungen auf. Das größte Risiko ist die Suizidalität. Bis zu 15% der Todesfälle bei depressiven Patienten sind auf einem Suizid zurückzuführen (!). Die jährliche Suizidrate steigt bei depressiven Personen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung auf das 30fache an. Gleichzeitig ist auch die Mortalität (Sterblichkeitsrate) durch natürliche Ursachen statistisch deutlich erhöht. Weltweit findet man nahezu überall das Überwiegen der Männer beim Suizid, wobei mit zunehmendem Alter die Suizidrate steigt (etwa ab dem 40. Năm, Überwiegen der Männer; Altersdepression!). Die Suizidversuchsrate hingegen sinkt (am höchsten bei jüngeren Menschen, überwiegend jungen Frauen). Về 75 % der Menschen, die sich das Leben genommen haben, haben im Monat zuvor einen Arzt aufgesucht.

Soweit die Fakten. Doch was sollte man tun, wenn man mit suzidalen Gedanken eines Menschen konfrontiert wird? Und oft wird ein Suizid vorher angekündigt! Erwin Ringel beschrieb 1953 các “Präsuizidale Syndrom”, nachdem er 745 gerettete Selbstmörder untersucht hatte. Bis heute gilt seine Arbeit als ein Meilenstein in der Selbstmordforschung. Unter dem Begriffpräsuizidales Syndromführte er drei Symptome auf: Einengung des Denkens, Aggressionshemmung bzw. Aggressionsumkehr und Suizidfantasien.

Die Verhütung (Prävention) von Selbstmorden ist heute eine wichtige Aufgabe. Es gibt sogar ein Nationales Suizidpräventionsprogramm für Deutschland, um die Etablierung von Arbeitsgruppen, die sich in verschiedenen Bereichen (phương tiện truyền thông, Randgruppen, Arbeit, alte Menschen usw.) mit Suizidprävention beschäftigen (weiterführende Links zur Suizidprävention). Folgende Grundsätze sind darin aufgeführt:

  • Suizidprävention ist möglich
  • Suizidalität ist ein komplexes Phänomen
  • Suizidprävention ist eine gesellschaftliche Aufgabe
  • Suizidprävention ist auf verschiedenen Ebenen nötig
  • Suizidprävention muss die Angehörigen miteinbeziehen(!)
  • Ich vertrete die Ansicht, dass Ankündigungen und Warnzeichen mit dem Hinweis auf Suizidalität sehr ernst genommen werden müssen. Um eine weitere Isolation der Betroffenen zu verhindern, ist es notwendig, mit den Betroffenen über ihre Probleme und Suizidgedanken zu reden. Entscheidend ist, dass die Betroffenen erkennen, dass sie Hilfe benötigen und diese Hilfe dann auch angenommen werden kann. Gespräche, mit Freunden, einer Telefonseelsorge, einer Selbsthilfegruppe oder auch besonders mit einem vertrauensvollen Arzt sind sehr wichtig.

    Wie man aus dem oben Ausgeführten ersehen kann, ist ein Suizid keinesfalls einefreieEntscheidung eines Menschen!!! Suizidgedanken sind krankhaft und meist durch entsprechende Therapie behandelbar. Wie sagte mir mal jemand: “Auch wenn tausend Türen verschlossen scheinen, es gibt immer noch eine Tür, die man noch nicht aufgemacht hat…”

    CIAO Hans

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