Szenenspiel: Kev nyuaj siab txhij Dialog…

Hier eine ältere Version:

INT. SCHAUBüHNE

Die Bühne ist leer. Hans kommt und setzt sich auf einen
Stuhl. Er sieht sehr bedrückt aus.

Nach einer halben Minute kommt Hanna fröhlich auf die Bühne
und betrachtet Hans.

HANNA
Hey! Schön dich zu treffen. Wie
geht es dir?

HANS
Was soll diese Frage? Erwartest du
wirklich eine Antwort, oder soll
ich dich nur fragen, wie es dir
geht?

HANNA
Na, so fragt man eben, wenn man
sich trifft.

HANS
Aber du erwartest doch, dass ich
sage, es geht mir gut!

HANNA
Yog, das schon. Das ist eben der
übliche Smalltalk.

HANS
Ich antworte darauf nicht.

Für eine halbe Minute tritt Stille tritt ein. Hanna setzt
sich auf den zweiten Stuhl und betrachtet Hans.

HANNA
Ist etwas besonderes mit dir los?

HANS
Mich quälen meine Gedanken. Sie
kreisen wie in einem Karussell. Ich
nenne diesen Zustand immer
Kopfsausen”.

HANNA
Hat dieses Gedankenkreisen eine
Ursache?

HANS
Ich weiß es nicht. Es tritt einfach
auf und ich verliere mein
Selbstbewusstsein und versuche mich
zu beruhigen, was mir aber nicht
gelingt.

HANNA
Kann ich etwas für dich tun?

HANS
Akzeptiere mich so, wie ich gerade
bin. Ich bin einfach depressiv.
Auch ich versuche es anzunehmen.

HANNA
Depressiv? Ich habe schon davon
gehört, kann mir aber nicht
vorstellen, wie dieser
Gemütszustand ist.

HANS
Du bist am Kämpfen mit dir und
verlierst dabei viel deiner Kraft.
Dabei bin ich nach Innen gewandt
und habe im Kontakt mit der
Außenwelt so meine
Schwierigkeiten. Normale
Belastungen strengen mich
unheimlich an und ich ziehe mich
etwas zurück. Auch mein Schlaf ist
im Moment nicht der Beste.

HANNA
Yog, du siehst müde aus.

HANS
Diese depressiven
Verstimmungszustände gehören zu
meiner Persönlichkeitsstruktur. Ich
kenne sie seit langem und muss
immer wieder eine neue Basis
finden.

HANNA
Was machst du dagegen?

HANS
Drei Dinge sind dabei wichtig:
1.Tshuaj, 2. Therapeutische
Maßnahmen und 3. meine
Teg num tus kheej.

HANNA
Hört sich doch ganz gut an

HANS
Das ist aber alles andere als
einfach. Die Medikation mit
Antidepressiva vom Psychiater ist
ein wahres Puzzlespiel. Jeder
Mensch reagiert anders auf diese
Medikamente und sie müssen langsam
steigernd ausprobiert werden. Und
mit den Nebenwirkungen muss man
erstmal zurechtkommen. Eine
Psychotherapie kann hilfreich sein,
aber finde erstmal einen
Therapeuten. Mitunter kannst du
darauf ein halbes Jahr warten. Was
sehr wichtig ist, ich darf nicht
aufgeben und versuche meine
Eigeninitiative zu erhalten. Tus
heißt, ich versuche mich in der
Außenwelt mittels sozialer Kontakte
trotz meiner Probleme einzubringen.

HANNA
Das ist bestimmt nicht einfach

HANS
kuv paub, als Individuum kann ich
mich nur im Austausch mit anderen
Menschen beweisen. Nur dabei
erhalte ich positive Rückmeldungen
und Anerkennung, die ich so
dringend brauche. Rückzug und
Flucht ist das Verkehrteste.

HANNA
Dazu bin ich ja hier. Ich versuche
dich zu verstehen.

HANS
Danke. Doch meine Erfahrung hat
mich gelehrt, dass die meisten
Menschen einer Depression mit
völligem Unverständnis begegnen.
Sie können meine Gefühle einfach
nicht nachvollziehen. Kev nyuaj siab
ist eine Krankheit und dazu eine
schwere. 15 % der schwer
Depressiven begehen einen
erfolgreichen Suizid. In der Presse
tauchen immer wieder Berichte über
Suizide bekannter Personen – zoo li
zum Beispiel der Torwart Robert
Enke – rau, doch nach kurzer Zeit
sind sie aus dem öffentlichen
Gedächtnis verschwunden.

HANNA
Ich erinnere mich. Doch kann man
diese Krankheit nicht heilen?

HANS
Wenn du einen Knochenbruch erlitten
hast, gehst du in die Chirurgie.
Dort richten sie deine Fraktur und
du gehst gesund wieder nach Hause.
Bei den psychischen Erkrankungen,
zu denen die Depression zählt,
kommst du in die Psychiatrie und
wirst entsprechend behandelt. Tab sis npog
unbedingt gesund kommst du dabei
nicht nach Hause. Psychische
Erkrankungen haben oft einen
chronischen Verlauf. Und sie lassen
sich meist nicht eindeutig wie ein
Knochenbruch einordnen. So ist eine
Depression oft mit Ängsten
verbunden und so gibt es viele
Übergänge zwischen den
verschiedenen psychischen
Erkrankungen.

HANNA
Ich verstehe, dass es einen
Unterschied zwischen körperlichen
und psychischen Erkrankungen gibt.
Aber wie kann ich dich aus deiner
depressiven Verstimmung
herausholen?

HANS
Ich danke dir für deine Bemühungen.
Vielleicht können wir auch einiges
zusammen machen. Aber ich muss
entscheiden, was in meinem
Gemütszustand geht oder eben nicht.
Was einfach erscheint, kann mich
eben doch überfordern. Ich muss mit
kleinen Schritten agieren.

HANNA
Hast du denn jetzt noch andere
soziale Kontakte, die dich auf
andere Gedanken bringen können?

HANS
Der Alltag geht immer weiter und
ist schwierig zu meistern. Doch ich
habe Kontakt zu einer
Court pab pawg, in der von Angst
und Depression Betroffene sich
zusammenfinden. Dort sprechen wir
im Austausch über unsere Probleme.
Der Vorteil ist, dass ich von
Gleichbetroffenen viel schneller
mit meinen Problemen akzeptiert und
verstanden werde. Tus
Selbsthilfegruppe gibt mir einfach
Hwjchim. Ich kann sie nur jedem
Depressiven empfehlen.

HANNA
Ok, ich sehe, dass du sich bemühst
aus deiner dunklen Stimmung
herauszukommen. Und ich werde
versuchen, deinen Zustand zu
akzeptieren. Sag mir einfach, wozu
du dich im Zusammenspiel mit mir in
der Lage fühlst.

HANS
In Ordnungdas werde ich tun.
Jetzt hat es mir schon einfach gut
getan, dass du mir zugehört hast.
Mein Wunsch wäre, dass sich alle
Menschen mehr mit den psychischen
Erkrankungen auskennen würden. Dann
hätten sie auch nicht mehr die
Angst davor und das Zusammenleben
wäre einfacher. Tseem
gesellschaftlich muss sich einiges
in Zukunft tun, damit auch
psychisch Erkrankte besser
integrieren können. Das beginnt im
Arbeitsleben und geht bis in die
Familien.

HANNA
Dankeich habe aus diesem
Gespräch mit dir etwas gelernt

Das Szenenspiel soll noch erweitert werden. Andere Erfahrungen sollen noch eingebaut werdenScript downloaden...

CIAO, Hans

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