Quiz: Geschichte in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg

CIAO Hans

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Die deutsche Flagge und Olympia …

deutsche_FlaggeDie deutsche Flagge und Olympia

Ich halte nichts vom deutschen Wesen,
Ein Staat nur unter vielen auf der Erde,
Kein Land soll daran je genesen,
Nur gemeinsam etwas werde.

Bekannt nun ist die Trikolore,
Drei Farben als Ausdruck der Zugehörigkeit,
Schwarz-Rot-Gold als deutsche Folklore,
Zeigt sportliche Parteilichkeit.

Doch wie kam es zu diesen Farben,
Die Trikolore ist stets im Fluss,
Im Mittelalter unterm Adler sie starben,
Es gab keine Fahne aus einem Guss.

Das deutsche Reich setzte auf Schwarz-Weiß-Rot,
Die Nazis dies in ihren Fahnen übernahmen,
Schwarzes Hakenkreuz auf Weiß-Rot brachte den Tod,
Und führte zu den schwersten Dramen.

Schwarz-Rot-Gold war anfänglich Teil einer Revolution,
Schwarz für die Knechtschaft, Rot für die Schlachten,
Gold für die Freiheit 1848 schon,
Deutsche Gefühle als Gemeinsamkeit erwachten.

Erwachten gegen Napoleons Streben,
Europa unter seine Knute zu zwingen,
Eine „deutsche Wiedergeburt“ sollte es geben,
Ein deutscher Nationalstaat sollte gelingen.

Von oben sollte dies erst Bismarck erreichen,
1871 Preußens Herrschaft begann,
Doch Schwarz-Weiß-Rot war nun das Zeichen,
Alles stand in Preußens Bann.

Erst nach dem Weltkrieg und Kaisers Asyl,
Besann sich die Weimarer Republik,
Von Kaisers Farben hielt man nicht mehr viel,
Schwarz-Rot-Gold war die Fahne nach dem Krieg.

Es hätte auch eine Rote sein können,
Revolution gabs aller Orten,
Doch Sozialdemokraten sie verpönten,
Glaubten nicht den Arbeiter und Soldaten Worten.

So stand Weimar in Schwarz-Rot-Goldner Fahne,
Bis Hitlers Horden die Macht erstritten,
Hakenkreuz schwarz, weiß-rot im Wahne,
In den Untergang sie alle schritten.

Nach dem zweiten der beiden Kriege,
Die Sieger die Flaggen der Deutschen verboten.
Parteien stritten im Politikgetriebe,
Um neu die deutsche Fahne auszuloten.

Erst das Grundgesetz 1949 im Parlament,
Einigt sich auf eine Bundesflagge,
Schwarz-Rot-Gold das neue Reglement,
Erinnernd an demokratische Courage.

Im Osten man sich dann anglich,
Fügte Ährenkranz mit Hammer und Zirkel hinzu,
Vom Einheitsgedanken man nicht abwich,
Doch 40 Jahre war das tabu.

Jetzt laufen wir alle hinter einer Trikolore,
Fühlen uns vertreten von Schwarz-Rot-Gold,
Olympiasieger machen Furore,
Das ist wohl auch so gewollt.

Doch bei den Griechen vor tausenden Jahren,
Stand bei Olympia im Zentrum die Religion,
Die wollten sie sich bewahren,
Den Sieger zu ehren war ihre Mission.

Nicht Länderspiegel als Nationaldroge,
Der Sportler in individuellen Siegen,
War Mittelpunkt im sportlichen Gewoge,
Tat den Myrtenkranz kriegen.

MyrtenkranzStelln wir auch heute im olympischen Sinn,
Nicht die Nation an erste Stelle,
Es geht nicht um nationalen Gewinn,
Der Sportler besetze die Siegesschwelle.

Olympia ohne Korruption und Profit,
Ohne nationale Gefühle,
Das sei der Menschen Favorit,
Ich mich als Mensch dann fühle.

CIAO Hans

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Video: Unser Wirtschaftswunder nach dem 2. Weltkrieg …

Jeder kennt die Geschichte des Wirtschaftswunders Deutschland nach dem 2. Weltkrieg. Doch wie sieht die wahre Geschichte aus? Dazu ein Video der Geschichte im Ersten…

CIAO Hans

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IPPNW: Nichts gelernt aus Fukushima – Katastrophenschutz in Deutschland …

Die IPPNW-Veranstaltung (Ärzte gegen den Atomkrieg) wendete sich an alle ärztlichen und nichtärztlichen Interessierten, die sich im Vorfeld des 2. Jahrestages der Reaktor-Katastrophe von Fukushima über die ungeklärten Fragen eines Bevölkerungschutzes informieren wollten. Die Referentin Frau Claußen befaßt sich seit Jahren in der IPPNW mit den Gesundheitsfolgen der Atomenergie. Sie berichtete von der IPPNW-Delegationsreise nach Japan/Fukushima im Sommer 2012, von den akuten Folgen auf Schwangerschaften und Geburtenraten, von den Latenzerkrankungen Schilddrüsenkrebs und Leukämie, die nach der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl beobachtet wurden. Eine Katastrophenschutzübung in unserem »Nachbar-AKW« Grohnde im letzten November fand unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Die vom Bundesamt für Strahlenschutz eingemahnte 170km-Zone wurde bei weitem nicht eingehalten.

Frau Claußen wurde zur Pressekonferenz der beteiligten Behörden nicht zugelassen. In den hiesigen Plänen wird für große Unfälle von einer Strahlungsdauer von 48 Stunden ausgegangen, in Fukushima hielt diese aber 25, in Tschernobyl 11 Tage an. Jodtablettenausgabe ist nur für Menschen unter 18 Jahren und Schwangere vorgesehen. Von zeitnaher Ausgabe ganz zu schweigen. Hiesige Grenzwerte sind noch viel höher angesetzt als die japanischen und tragen weder den Erfahrungen bisheriger Unglücksorte noch der Problematik der Strahlensensibilität am Menschen (Referenz-Embryo) Rechnung. Mangelhafter Bevölkerungsschutz ist eine der offenen Rechnungen der Atomenergie.

Aus Anlass des 2. Fukushima-Jahrestages rufen wir für Samstag, den 09. März 2013 zu einer Aktions- und Menschenkette rund um das Atomkraftwerk Grohnde auf. Mit vielen Aktionen und Menschen wollen wir im Abstand von etwa 40 km vom Reaktor zeigen, welches Ausmaß eine Katastrophe wie Fukushima in Deutschland haben könnte und die Stilllegung der noch laufenden Atomanlagen fordern.

Hier der Link zu der Aktion: Grohnde-Kampagne

Zudem ein Linke zum Katastrophenschutz: Atomarer Katastrophenschutz veraltet und zu kleinräumig

CIAO Hans

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Wie viele Flüchtlinge sollte Europa aufnehmen?

Zu diesem Thema referierte beim Braunschweiger Friedenszentrum Herbert Erchinger, Pastor i.R. und Gründungsmitglied des Braunschweiger Refugiums, das Flüchtlinge betreut.

„Katastrophal und unmenschlich wird die deutsche und europäische Flüchtlingspolitik seit der Verschärfung des Asylrechts genannt. Über 1.800 Menschen starben 2011 allein bis Ende August im Mittelmeer bei dem Versuch, die Not hinter sich zu lassen und in Europa Freiheit und ein besseres Leben zu finden. Nach wie vor werden Unzählige zurückgeschickt, darunter Kinder, die in Deutschland geboren wurden oder aufgewachsen sind. Haben wir Verfolgte aus den arabischen Ländern aufgenommen?
Europa könnte für einen Teil der Verfolgten ein sicherer Hafen sein…“, heißt es in dem Veranstaltungsflyer.

Pastor Erchinger begann seinen Vortrag mit einem Hinweis auf die Flüchtlingstraditionen der verschiedenen Religionen. Die Juden wurden aus Ägypten vertrieben und auch Jesus war ein Flüchtlingskind. Flüchtlinge haben stets die neuen Staaten bereichert – seien es die Hugenotten, die Auswanderung vieler Deutscher in die Vereinigten Staaten oder die Emigranten während der Herrschaft des Nationalsozialismus. Auch die Flüchtlinge aus der ehemaligen DDR bis zum Mauerbau bedeuteten für die Bundesrepublik einen Gewinn.

Von sogenannten „Wirtschaftsflüchtlingen“ sprach erstmals Franz-Josef Strauß – doch lässt sich Politik und Wirtschaft so klar trennen? Was kann als Kriterium für „Normalität“ in einer Kultur und damit als Abschiebegrund gelten?

In unserem Grundgesetz lautet der Artikel 16a: (1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht…

Nach der Wende 1989 und im Balkankrieg kam es zu einem massiven Anstieg der Flüchtlingszahlen (Statistik). Danach ging ihre Zahl deutlich zurück. Betrachtet man die Zahlen im weltweiten Flüchtlingsstrom, so kommen nur 3% der 40 Millionen weltweiten Flüchtlinge nach Europa! Deutschland nimmt keine Flüchtlinge mehr aus sogenannten „sicheren Drittstaaten“ auf, obwohl es 2005 die Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt hat.

Ein besonderes Anliegen war Pastor Erchinger die Notsituationen der Flüchtlinge und die Schikanen, denen sie auf ihrer Flucht ausgesetzt sind. Europa hat sich mit dem Schengener Abkommen an seinen Grenzen abgeschottet. Die EU-Behörde Frontex und Rapid Border Intervention Teams sorgen täglich für erschreckende Bilder von Abschiebungen an ihrer Grenze. Wie schon oben erwähnt, starben über 1.800 Menschen 2011 allein bis Ende August im Mittelmeer. Dabei handelt es sich auch um internationale Gewässer!

Warum behandelt der deutsche Staat die Flüchtlinge so streng? Nach Meinung von Herrn Erchinger hat der Staat Angst vor einem Rechtsruck in der Bevölkerung. Die Niederlande, in der keine echte Integration stattfand, ist dabei ein beredtes Beispiel. Eine Folge dieser Strenge sind die illegalen Flüchtlinge – mal ganz abgesehen von der Frage, ob ein Mensch illegal sein kann…
420.000 Illegale leben in Deutschland, 120.000 allein in Berlin. Sie werden als billige Arbeitskräfte ausgenutzt und haben Angst, zum Arzt zu gehen oder ihre Kinder in öffentliche Schulen zu schicken!

Um den Leidensweg der Flüchtlinge zu beenden, wäre eine regulierte Ausreise aus den Staaten (z.B. über die Botschaften) verbunden mit einer intelligenten Entwicklungshilfe zu bedenken!

Aber nicht nur der Staat soll sich um die Flüchtlinge kümmern, auch Bürgerengagement ist gefordert! Betrachtet man auch den demographischen Faktor, so ist das Boot bei uns noch lange nicht voll!

CIAO Hans

PS: „Kettenduldungen“, bei denen ein Asylant jeden Tag mit Abschiebung rechnen muss und das über viele Jahre, gehören abgeschafft!
„Flughafenverfahren“ (20.000 Flüchtlinge pro Jahr), bei denen Verfolgte in Flughäfen festgehalten werden und in wenigen Wochen abgeschoben werden, ebenfalls!

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Kapitalismus in Deutschland …

CIAO Hans

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Zeitleiste – Braunschweig in der Geschichte …

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CIAO Hans

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Auf der Suche nach einem Lied der Deutschen…

Unmutston (oder „Ottenton“) nennt man eine Reihe von über 20 Sprüchen in mittelhochdeutscher Sprache des Minnesängers Walther von der Vogelweide (1170-1230), eines der bekanntesten deutschen Dichter des Mittelalters. Allerdings verfasste er mehr Liebeslieder (Minne=mittelhochdeutsch Liebe).
Aber auch ihn beschäftigte damals schon das Deutschland – das heilige römische Reich, in dem die Macht der Kirche – vertreten durch den Papst – mit der weltlichen Macht in Konflikte geriet.
Er schrieb (ins Hochdeutsche übersetzt):

Sagt an, Herr Opferstock, hat Euch der Papst hergesandt,
damit Ihr ihn reich macht und uns Deutsche arm macht und auszehrt?
Jedesmal wenn ihm die volle Länge in den Lateran kommt,
pflegt er ein arges Kunststück zu vollführen:
er sagt uns dann, dass die Ordnung im Reich darniederliegt,
solange bis ihn alle Pfarren aufs Neue füllen.
Ich glaube, von dem Silber kommt wenig zur Hilfe ins heilige Land,
denn Kleriker pflegen keine großen Schätze herzuschenken.
Herr Stock, Ihr seid hergeschickt, um Schaden zu bringen
und unter den Deutschen Törinnen und Narren zu suchen.

Johann Walter(1496-1570) gilt als „Urkantor“ der evangelischen Kirche. Er schrieb viele Melodien zu Martin Luthers Liedern.
Nach dem deutschen Bauernkrieg 1524-1526 (Thomas Müntzer!) und dem 30jährigen Krieg 1618-1648 mit den Verrohungen und Zerstörungen der Menschen durch die Gewalt, schrieb er 1561 folgendes Lied:

Wach auf, wach auf, du deutsches Land!
Du hast genug geschlafen!
Bedenk, was Gott an dich gewandt,
wozu er dich erschaffen.
Bedenk, was Gott dir hat gesandt
Und dir vertraut sein höchstes Pfand.
Drum magst magst du wohl aufwachen.

Gott hat dich, deutsches Volk, geehrt
mit seinem Wort der Gnaden,
groß Hilf und Kraft dir auch beschert,
Elend und Not zu tragen,
Viel Feind, groß Not und Hassgeschrei
Tritt an und fürcht ihr keinerlei!
Die Rott´ wirst du zerschlagen.
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Nach dem Absolutismus, der Französischen Revolution (1789-1799) und der folgenden Restauration durch Napoleon mit der Besetzung weiter Teile Deutschlands (Rheinbund) und dem Wiener Kongress unter Metternich 1815, wurden die nationalen Einheits- und Unabhängigkeitserhebungen verbunden mit bürgerlichen Freiheiten immer stärker und führten zur Deutschen Revolution (1848-49). Wohlgemerkt – der deutsche Bund ist zu der Zeit ein lockerer Staatenbund von 35 Fürsten und 4 freien Städten!
Gustav Reichardt vertonte 1825 einen Text von Ernst Moritz Arndt. Das Lied galt als deutsche Nationalhymne vor dem Deutschen Krieg von 1866.

„Was ist des Deutschen Vaterland?“

1. Was ist des Deutschen Vaterland?
Ist’s Preußenland? Ist’s Schwabenland?
Ist’s wo am Rhein die Rebe blüht?
Ist’s wo am Belt die Möwe zieht?
O nein, nein, nein!
|: Sein Vaterland muß größer sein! |

2. Was ist des Deutschen Vaterland?
Ist’s Bayerland? Ist’s Steierland?
Ist’s, wo des Marsen Rind sich streckt?
Ist’s, wo der Märker Eisen reckt?
O nein, nein, nein!
|: Sein Vaterland muß größer sein! |

3. Was ist des Deutschen Vaterland?
Ist’s Pommerland? Westfalenland?
Ist’s, wo der Sand der Dünen weht?
Ist’s, wo die Donau brausend geht?
O nein, nein, nein!
|: Sein Vaterland muß größer sein! |

4. Was ist des Deutschen Vaterland?
So nenne mir das große Land!
Ist’s Land der Schweizer? Ist’s Tirol?
Das Land und Volk gefiel mir wohl.
Doch nein, nein, nein!
|: Sein Vaterland muß größer sein! |

5. Was ist des Deutschen Vaterland?
So nenne mir das große Land!
Gewiß, es ist das Österreich,
An Ehren und an Siegen reich?
O nein, nein, nein!
|: Sein Vaterland muß größer sein! |

6. Was ist des Deutschen Vaterland?
So nenne endlich mir das Land!
So weit die deutsche Zunge klingt
und Gott im Himmel Lieder singt:
Das soll es sein! Das soll es sein!
|: Das wackrer Deutscher, nenne dein! |

— not sung —
7. Das ist des Deutschen Vaterland,
wo Eide schwört der Druck der Hand,
wo Treue hell vom Auge blitzt
und Liebe warm im Herzen sitzt.
Das soll es sein! Das soll es sein!
|: Das wackrer Deutscher, nenne dein! |

8. Das ist des Deutschen Vaterland,
wo Zorn vertilgt den welschen Tand,
wo jeder Franzmann heißet Feind,
wo jeder Deutsche heißet Freund.
|: Das soll es sein! das soll es sein!
Das ganze Deutschland soll es sein! |
—/end not sung/—

9. Das ganze Deutschland soll es sein!
O Gott vom Himmel, sieh darein
und gib uns rechten deutschen Mut,
daß wir es lieben treu und gut!
|: Das soll es sein! Das soll es sein!
Das ganze Deutschland soll es sein! |
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Erst am 18. Januar 1871 kam es im Spiegelsaal von Versailles im Zuge des Deutsch-Französischen Krieges von 1870–1871 unter Regie des konservativen Kanzlers Otto von Bismarck zur „Kaiserproklamation“. Sie markierte die Gründung des Deutschen Kaiserreichs.
Heil dir im Siegerkranz“ war neben der „Wacht am Rhein“ die Hymne auf das Kaiserreich.

1. Heil dir im Siegerkranz,
Herrscher des Vaterlands!
Heil, Kaiser, dir!
||: Fühl in des Thrones Glanz
Die hohe Wonne ganz,
Liebling des Volks zu sein!
Heil Kaiser, dir! ||

2. Nicht Roß, nicht Reisige
Sichern die steile Höh’,
Wo Fürsten steh’n:
||: Liebe des Vaterlands,
Liebe des freien Manns
Gründen den Herrscherthron
Wie Fels im Meer. ||

3. Heilige Flamme, glüh’,
Glüh’ und erlösche nie
Fürs Vaterland!
||: Wir alle stehen dann
Mutig für einen Mann
Kämpfen und bluten gern
Für Thron und Reich! ||

4. Handel und Wissenschaft
Heben mit Mut und Kraft
Ihr Haupt empor!
||: Krieger- und Heldentat
Finden ihr Lorbeerblatt
Treu aufgehoben dort,
An deinem Thron! ||

5. Dauernder stets zu blüh’n
Weh’ unsre Flagge kühn
Auf hoher See!
||: Wie so stolz und hehr
Wirft über Land und Meer
Weithin der deutsche Aar
Flammenden Blick. ||

6. Sei, Kaiser Wilhelm, hier
Lang’ deines Volkes Zier,
Der Menschheit Stolz!
||: Fühl’ in des Thrones Glanz,
Die hohe Wonne ganz,
Liebling des Volks zu sein!
Heil, Kaiser, dir! ||
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In der Weimarer Republik erklärte Reichspräsident Friedrich Ebert 1922 das Deutschlandlied mit allen drei Strophen zur Nationalhymne des Deutschen Reichs. Hoffmann von Fallersleben (nach ihm hieß auch das Gymnasium, das ich besuchen durfte!) dichtete dieses Lied auf der Insel Helgoland. Als Musik nahm er die Kaiserhymne „Gott erhalte Franz, den Kaiser“ von Joseph Haydn aus dem Jahr 1797. Zur Geschichte des Deutschlandliedes siehe: Teil 1, Teil 2, Teil 3 (Stockhausens Interpretation beachtenswert…)

Das Lied der Deutschen

Deutschland, Deutschland über alles,
Über alles in der Welt,
Wenn es stets zu Schutz und Trutze
Brüderlich zusammenhält,
Von der Maas bis an die Memel,
Von der Etsch bis an den Belt –
Deutschland, Deutschland über alles,
Über alles in der Welt!

Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang
Sollen in der Welt behalten
Ihren alten schönen Klang,
Uns zu edler Tat begeistern
Unser ganzes Leben lang –
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang!

Einigkeit und Recht und Freiheit
Für das deutsche Vaterland!
Danach laßt uns alle streben
Brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
Sind des Glückes Unterpfand –
Blüh im Glanze dieses Glückes,
Blühe, deutsches Vaterland!
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Im Dritten Reich wurde nur noch die erste Strophe gesungen, direkt gefolgt vom Horst-Wessel-Lied!!!

Auf der ersten Sitzung des Deutschen Bundestages wurde das Lied „Ich hab mich ergeben“ gesungen:

1. Ich hab mich ergeben
Mit Herz und mit Hand,
Dir Land voll Lieb´ und Leben
Mein deutsches Vaterland!

2. Mein Herz ist entglommen,
Dir treu zugewandt,
Du Land der Frei’n und Frommen,
Du herrlich Hermannsland!

3. Du Land, reich an Ruhme,
Wo Luther erstand,
Für deines Volkes Tume
Reich ich mein Herz und Hand!

4. Ach Gott, tu erheben
Mein jung Herzensblut
Zu frischem freud’gem Leben,
Zu freiem frommem Mut!

5. Will halten und glauben
an Gott fromm und frei
will Vaterland dir bleiben
auf ewig fest und treu.

6. Laß Kraft mich erwerben
in Herz und in Hand,
zu leben und zu sterben
fürs heil’ge Vaterland!

Da es dem ersten deutschen Bundekanzler Adenauer peinlich war, auf Empfängen mit verschiedenen Liedern (u.a. „Heidewitzka, Herr Kapitän“) begrüßt zu werden, setzte er schließlich beim damaligen Bundespräsidenten Heuss durch, die dritte Strophe des Deutschlandliedes zur Nationalhymne zu machen. Heuss lehnte eine „feierliche Proklamation“ des Liedes jedoch ab. Erst am am 6. Mai 1952 wurde die dritte Strophe durch ein Bulletin des Bundespresseamtes amtlich…

Der Text der DDR-Nationalhymne wurde von Johannes R. Becher zur Musik von Hanns Eisler vermutlich im Oktober 1949 gedichtet:

1.
Auferstanden aus Ruinen
Und der Zukunft zugewandt,
Laß uns dir zum Guten dienen,
Deutschland, einig Vaterland.
Alte Not gilt es zu zwingen,
Und wir zwingen sie vereint,
Denn es muß uns doch gelingen,
Daß die Sonne schön wie nie
|:Über Deutschland scheint.|

2.
Glück und Frieden sei beschieden
Deutschland, unserm Vaterland.
Alle Welt sehnt sich nach Frieden,
Reicht den Völkern eure Hand.
Wenn wir brüderlich uns einen,
Schlagen wir des Volkes Feind!
Laßt das Licht des Friedens scheinen,
Daß nie eine Mutter mehr
|:Ihren Sohn beweint.|

3.
Laßt uns pflügen, laßt uns bauen,
Lernt und schafft wie nie zuvor,
Und der eignen Kraft vertrauend,
Steigt ein frei Geschlecht empor.
Deutsche Jugend, bestes Streben
Unsres Volks in dir vereint,
Wirst du Deutschlands neues Leben,
Und die Sonne schön wie nie
|:Über Deutschland scheint.|
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Ab etwa 1972 wurde die Hymne auf Weisung der SED nicht mehr in der DDR gesungen!

Bertold Brecht dichtete dagegen 1950 seine „Kinderhymne„, die später von Fidelio F. Finke vertont wurde.

Kinderhymne

Anmut sparet nicht noch Mühe
Leidenschaft nicht noch Verstand
Daß ein gutes Deutschland blühe
Wie ein andres gutes Land.

Daß die Völker nicht erbleichen
Wie vor einer Räuberin
Sondern ihre Hände reichen
Uns wie andern Völkern hin.

Und nicht über und nicht unter
Andern Völkern wolln wir sein
Von der See bis zu den Alpen
Von der Oder bis zum Rhein.

Und weil wir dies Land verbessern
Lieben und beschirmen wir’s.
Und das liebste mag’s uns scheinen
So wie andern Völkern ihrs.
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oder hier

Während der Verhandlungen zum Einigungsvertrag 1990 schlug Lothar de Maizière, Ministerpräsident der DDR, vor, die dritte Strophe des Deutschlandliedes mit dem Becher-Text Auferstanden aus Ruinen zu verbinden. Nach dem Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland wurde in einem Briefwechsel des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker mit Bundeskanzler Helmut Kohl im Jahr 1991 ausschließlich die dritte Strophe des Deutschlandliedes zur offiziellen Nationalhymne erklärt.

Hier noch eine sehr eigene Interpretion der Becher-Hymne von Barbara Thalheim – Becher-Hymne Interpretation Thalheim

Der Artikel ist doch lang geworden. Aber ich fand es interessant anhand der Geschichte einer Hymne für Deutschland historische Entwicklungen aufzuzeigen…

CIAO Hans

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Rüstungsgeschäfte: Deutsche Waffen in Krisengebieten…

Zu diesem Thema referierte gestern Jürgen Grässlin auf einer Veranstaltung des Friedenszentrums Braunschweig e.V.. Jürgen Grässlin ist Bundesprecher mehrerer Friedensorganisationen, Buchautor und Lehrer. Er ist Rüstungsexperte und beschäftigt sich vor allem mit dem Einsatz von Waffen in Krisengebieten, besonders in Türkisch-Kurdistan und Somalia.

In einem Interview mit dem SWR beschreibt er und die Geschäfte mit der tödlichen Technik. Beim Rüstungsgeschäft prallen Wirtschaftsinteressen und moralische Fragen hart aufeinander. Da das Interview einen guten Einstieg in die Problematik der Rüstungsexporte in Krisengebiete gibt, hier das Interview:

Deutschland hat es auf den dritten Platz der Rüstungsexporteure weltweit geschafft. Ich habe die Situation mal in einer Grafik dargestellt:

In dem Dokumentarfilm „Allein gegen die Waffenindustrie – Der Kampf des Jürgen Grässlin“ (von Katja Duregger) wird die Arbeit des Friedensaktivisten dargestellt. Auf obiger Veranstaltung meinte er, der Film müsse eigentlich „Gemeinsam gegen die Waffenindustrie“ heißen…

Mich hat dieser Film über die Rüstungsindustrie sehr berührt und ich hoffe, auch der ein oder andere wird ein wenig wach gerüttelt! Es lohnt sich das Ansehen!

Hier eine Tabelle über die Todesursache von Kriegsopfern:

Die laufenden Aktionen, an denen Jürgen Grässlin z.Zt. beteiligt ist:

  • Wir kaufen keinen Mercedes!
  • Stoppt das G36-Gewehr!
  • Aktion Aufschrei – Rüstungsexporte ächten, den Opfern eine Stimme geben!
  • Beteiligen kann man sich über das Internet oder durch die direkte Kontaktaufnahme [email protected]

    Weitere Links: RüstungsInformationsBüro (RIB e.V.), Deutsche Friedensgesellschaft VK, Friedensratschlag, Daimler/EADS

    CIAO Hans

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    Aktion – „unsere Zukunft – atomwaffenfrei“…

    Die Aktion „unsere Zukunft – atomwaffenfrei“ unterstütze ich aus ganzem Herzen. Auch ich bin wie die überwiegende Mehrheit (weit über 80 Prozent) der deutschen Bevölkerung gegen Atomwaffen.

    Viele Menschen wissen jedoch noch nicht,

  • dass hier in Deutschland Atomwaffen stationiert sind,
  • dass Deutschland eigene Flugzeuge und Piloten für den Einsatz zur Verfügung stellt,
  • dass diese Piloten den Einsatz üben
  • und dass Deutschland sich an der Nuklearen Planungsgruppe der NATO beteiligt.
  • Nach der Wiedervereinigung hat Russland seine Atomwaffen vertragsgemäß aus dem Osten Deutschlands abgezogen. Die USA haben jedoch immer noch ca. 20 taktische Atomwaffen im Stationierungsort Büchel in Rheinland-Pfalz, die der NATO zur Verfügung stehen. Laut aktuellen Informationen von Atomwaffenexperten in den USA und in Deutschland sind die bisher zusätzlichen 130 US-Atomwaffen von dem US-Luftwaffenstutzpunkt Ramstein abgezogen worden.

    Die Website der Aktion -„unsere Zukunft – atomwaffenfrei“ bietet eine Vielzahl von Informationen und Möglichkeiten, aktiv für eine atomwaffenfreie Zukunft zu streiten (ein Besuch lohnt sich!).

    Hier eine kurze Präsentation der Aktion:

    Unsere Zukunft – Atomwaffenfrei from hanskottke

    Die medizinischen Folgen eines Atomeinsatzes sieht man hier:

    Medizinische Folgen eines Atomkrieges from hanskottke

    Zur Debatte um Atomwaffen in Deutschland:

    Debatte zu Atomwaffen in Deutschland from hanskottke

    Wer selbst aktiv werden möchte, kann einen Brief an den amerikanischen Präsidenten Barack Obama schicken. Hier ein PDF-Briefvorschlag!

    CIAO Hans

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