Kolleg88: Grúpa Díospóireachta Síceolaíocht – An tOllamh. An Dr. Kinkel …

gach 2. agus 4. Luan den mhí, faoi 10.15 Clog, tá an grúpa plé síceolaíocht tOllamh. An Dr. Kinkel pháirc cónaithe ar Wall tionóladh i Braunschweig.

An grúpa plé sa Kolleg88 bhí ann le blianta fada agus tá sé cuairt á tabhairt air arís agus brisk. I plé bríomhar a chur thart ar 30 rannpháirtí páirt agus tairbhe as an eolas mór na Ollaimh. Kinkel.

I láthair na huaire táimid ag obair ar an bpáipéar oibre “An phearsantacht an duine”. Ach tá ag iniúchadh i gcónaí ar an fhealsúnacht nó síciteiripe. An tOllamh. Cé go bhfuil Kinkel údarás neamhfhoirmiúil, ach an-oscailt do gach plé.

Tá an imeacht seo poiblí agus tá fáilte roimh aíonna.

Anseo sa podchraoladh léargas ar an freagra:

Dia duit Hans

www.pdf24.org    Seol Airteagal als PDF   

Toisc go bhfuil smaoineamh cad… WDR 5 An Raidió fealsúnachta

Is Fealsúnacht an grá eagna. Agus i mo shúile go bhfuil gach duine a fealsamh féin – nach bhfuil gá go bhfuil an eagna an réamhriachtanas. WDR5 gach seachtain a tháirgtear gné fealsúnachta ar ábhair éagsúla le haghaidh suim acu “gnáth” Daoine.

Is Sapere aude brí seanfhocal Laidin: dare, a bheith ciallmhar! De ghnáth, tá sé luaite sa léirmhíniú ar Immanuel Kant, sé 1784 mhínigh an mana an Enlightenment: "An bhfuil misneach, do thuiscint féin chun freastal ort!"
(luch scrollbharra)

Ciao Hans

www.pdf24.org    Seol Airteagal als PDF   

Zeittafel zur Philosophiegeschichte (Wikipedia)

Besser als auf Wikipedia kann man die Chronik der Philosophie kaum darstellen. Nach eigenen Versuchen bin ich deshalb bei Wikipedia geblieben:

Ciao Hans

www.pdf24.org    Seol Airteagal als PDF   

alfa-chainéil: Giordano Bruno …

Cosúil Socrates fuair bás Giordano Bruno as a chuid tuairimí – Mar sin féin, ag an breithiúnas tugtha ag an Eaglais Chaitliceach.
Do Bruno é an Cruinne iomlán den saol, Tá pláinéid níos mó ná ábhar ach ní bhíonn ach, i spás ann áit ar bith créatúir.
I réimse an réalteolaíocht ghlac sé súil léargas Galileo, atá ina sheilbh an domhan ach cruth spherical thart agus tá leacaithe ag na poil.

Bhí sé an fealsamh nádúrtha is suntasaí de na Renaissance.

Ciao Hans

www.pdf24.org    Seol Airteagal als PDF   

Comic: eitic Schopenhauer de compassion …

Cliceáil chun íomhá a mhéadú…

Ciao Hans

www.pdf24.org    Seol Airteagal als PDF   

Comic: Cinntí – Freewill?

cliceáil ar an íomhá a mhéadú…

Ciao Hans

www.pdf24.org    Seol Airteagal als PDF   

Saoirse agus Cinneadh …

An coincheap na saoirse i bhfealsúnacht agus eolaíocht nádúrtha.

Cur i láthair Eile de ... View Nickolaus Henning

An bhfuil ní mór dúinn a “Freewill”?

Ciao Hans

www.pdf24.org    Seol Airteagal als PDF   

Kleiner Diskurs mit Erich Fromm

Erich_FrommErich Fromm (* 23. Márta 1900 in Frankfurt am Main; † 18. Márta 1980 in Muralto, Schweiz) war ein deutsch-US-amerikanischer Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe. Bereits seit Ende der 1920er Jahre hatte er einen humanistischen, demokratischen Sozialismus vertreten. Seine Beiträge zur Psychoanalyse, zur Religionspsychologie und zur Gesellschaftskritik haben ihn als einflussreichen Denker des 20. Jahrhunderts etabliert, auch wenn er in der akademischen Welt oft gering geschätzt wurde. Viele seiner Bücher wurden zu Bestsellern, insbesondere Die Kunst des Liebens aus dem Jahre 1956 sowie 1976 Haben oder Sein. Seine Gedanken wurden auch außerhalb der Fachwelt breit diskutiert.

Ich habe einen fiktiven Diskurs zusammengestellt, wobei ich Originalzitate aus den Schriften Erich Fromms verwendet habe.

KLEINER DISKURS MIT ERICH FROMM

A:
Sein oder Nichtsein, das ist hier
die Frage…”, ist ein Zitat aus
der Tragödie Hamlet, Prinz von
Dänemark von William Shakespeare.
In dem Stück beginnt der
Protagonist Hamlet mit diesem Satz
einen Monolog, in dem er darüber
nachdenkt, dass er vor
entschlossenem Handeln Scheu hat,
weil er trotz seiner Todessehnsucht
und seinem Weltschmerz Angst vor
dem Tod hat.

ERICH FROMM:
Die Angst vor dem Tod wächst mit
dem Gefühl, nicht richtig lebendig
gewesen zu sein.
Die meisten Menschen sterben, bevor
sie ganz geboren sind.
Das Sterben ist bitter, doch der
Gedanke, sterben zu müssen, ohne
gelebt zu haben, ist nicht zu
ertragen.

A:
Doch was heißt entschlossenes
Handeln?

ERICH FROMM:
Tätigsein heißt, seinen Anlagen,
seinen Talenten, dem Reichtum
menschlicher Gaben Ausdruck zu
verleihen.
Produktivität ist die Fähigkeit des
Daoine, seine Kräfte zu
gebrauchen und die in ihm liegenden
Möglichkeiten zu verwirklichen.
Die Fähigkeit zu handeln schafft
auch das Bedürfnis, diese
Fähigkeiten zu nutzen;
Funktionsstörungen und Unglück
entstehen, wenn die Fähigkeit nicht
genutzt wird.

A:
Immer wieder treffe ich auf die
Angst durch einen Mangel an meinem
Selbstwertgefühl.

ERICH FROMM:
Wenn man unsere heutige Zeit mit
Recht als das Zeitalter der Angst
bezeichnet hat, dann hauptsächlich
wegen jener Angst, die durch das
Fehlen des Selbst entsteht.
Die psychische Aufgabe, der man
sich stellen muss, ist nicht, sich
sicher zu fühlen, sondern zu
foghlaim, die Unsicherheit ohne Panik
und unangebrachter Angst zu
ertragen.

A:
Worin finde ich mich?

ERICH FROMM:
Tá mé “I” nur in dem Maße, mar
ich lebendig bin und mit anderen in
Beziehung stehe.
Sag mir, was dich wach macht, agus
ich sage dir, wer du bist.
Der einzige Weg zu ganzer
Erkenntnis ist der Akt der Liebe.
Im Akt der Liebe, im Akt der
Hingabe meiner selbstentdecke
ich mich selbst, entdecke ich uns
beide, entdecke ich den Menschen.

A:
In meinen Augen nennt dies sich
Ionbhá, die Fähigkeit und
Bereitschaft, Mind, Mothúcháin,
Motive und Persönlichkeitsmerkmale
einer anderen Person zu erkennen
und zu verstehen. Zur Empathie
gehört auch die Reaktion auf die
Gefühle Anderer.

ERICH FROMM:
Liebe ist eine aktive Kraft im
Daoine. Liebe ist eine dem
Menschen eigene Kraft, durch die er
sich mit der Welt in Beziehung
setzt und durch die er die Welt zu
seiner Welt macht.
Liebe ist etwas, das man in sich
selbst entwickelt, nicht etwas, an
man verfällt.
Wo keine Liebe ist, kann kein
Mitgefühl sein.

A:
Doch wie soll ich mein Leben leben?

ERICH FROMM:
Das Ziel des Lebens besteht darin,
intensiv zu leben, voll geboren zu
werden und ganz wach zu sein.
Die Kunst des Lebens und des
Sterbens zu erlernen erfordert viel
Anstrengung, Übung, Geduld; mar
alles Können erfordert es lernen.
Niemand und nichts außer wir selbst
geben dem Leben Sinn.

A:
Und was ist mit meinen Gefühlen,
die mitunter meinen Verstand zum
aussetzen bringen?

ERICH FROMM:
Die Menschen neigen immer mehr
dazu, über ihre Gefühle
nachzudenken, anstatt zu fühlen.
Alle Leidenschaften und Strebungen
des Menschen sind Versuche, eine
Antwort auf seine Existenz zu
aimsiú – man könnte auch sagen,
sind ein Versuch, an
Geisteskrankheit zu entgehen.

A:
Wie soll ich mich in dieser
technisierten Welt verhalten? An raibh
soll sein mein Streben?

ERICH FROMM:
Die vermutlich größte Gefahr
unseres gegenwärtigen Systems ist
die Tatsache, dass Dinge, Apparate
und technische Errungenschaften
attraktiver werden als Leben und
Fás.
Heute glauben die Menschen, man
könne nur genießen, was man kaufen
muss.
Es liegt etwas Krankhaftes in dem
Drang zu immer größerem Konsum.
Die Wünsche des Konsumenten werden
durch den Produzenten erzeugt.

A:
Bleibt mir in dieser
konsumorientierten Welt noch eine
Malartach?

ERICH FROMM:
In der Existenzweise des Habens ist
der Mensch an das gebunden, was er
in der Vergangenheit angehäuft hat:
Geld, Land, Ruhm, sozialen Status,
Wissen, leanaí, Erinnerungen.
Zukunft ist für den am Haben
Orientierten die Vorwegnahme
a, was Vergangenheit werden
wird.
Wenn ich bin, der ich bin, agus
Ní, was ich habe, Is féidir liom
niemand berauben oder meine
Sicherheit und mein
Identitätsgefühl berauben.
Wir Menschen haben ein angeborenes,
tiefverwurzeltes Verlangen zu sein:
unseren Fähigkeiten Ausdruck zu
geben, tätig zu sein, auf andere
bezogen zu sein, dem Kerker der
Selbstsucht zu entfliehen.
Friede als der Zustand anhaltender
harmonischer Beziehungen zwischen
Völkern ist nur möglich, wenn die
Habensstruktur durch die Struktur
des Seins ersetzt wird.

A:
Doch was ist diese Struktur des
Seins?

ERICH FROMM:
Das Glück für den Menschen liegt in
der Liebe zum Leben.
Das Schönste am Leben ist, a
eigenen Kräfte zu äußern, i ndáiríre
nicht für einen Zweck, sondern um
des Aktes selber willen.
Glück besteht darin, dass wir den
Felsgrund der Realität berühren,
dass wir unser Selbst entdecken und
uns mit anderen eins und
gleichzeitig von ihnen
unterschieden fühlen.
Glück ist eine aus der inneren
Produktivität des Menschen
entstehende Leistung, kein Geschenk
der Götter. Deshalb ist Glück eine
sichere Begleiterscheinung
produktiven Lebens.
Glücklichsein heißt: Fülle erleben
und nicht Leere, die gefüllt werden
muss.

A:
Doch wie soll ich dies unter den
heutigen gesellschaftlichen
Bedingungen erreichen? Werden wir
nicht nur mit demHaben
konfrontiert und dasSeinspielt
nur eine Nebenrolle?

ERICH FROMM:
Für die Gesellschaft gilt, go
Ökonomie ihr Schicksal ist.
Wir glauben zu herrschen und werden
doch beherrschtnicht von einem
Tyrannen, sondern von den Dingen,
von den Umständen.
Unsere Gesellschaft produziert
viele nutzlose Dinge und in
gleichem Maße auch nutzlose
Daoine.
Wer sich am Marketing orientiert,
erlebt sich nicht als einen
Menschen mit seiner Liebe, seiner
Imní, seinen Überzeugungen und
Zweifeln, sondern als eine der
realen Natur entfremdete
Abstraktion, die im
Gesellschaftssystem eine bestimmte
Funktion erfüllt.

A:
Und wie sieht es mit meiner
Freiheit aus, in diese
gesellschaftlichen Prozesse
einzugreifen?

ERICH FROMM:
Das Bedürfnis zur Freiheit gehört
wohl zur tiefsten Sehnsucht eines
jeden Menschen.
Der Mensch kann in seinem Denken
nicht frei sein, wenn er auch nicht
emotional frei ist; und er kann
emotional nicht frei sein, wenn er
in seiner Lebenspraxis, in seinen
ökonomischen und sozialen
Beziehungen abhängig und unfrei
Tá.
Es liegt am Menschen, sich ein
Optimum an Freiheit zu erobern und
sich der Ketten der Notwendigkeit
zu entledigen.

A:
Wichtig ist also das Tätigsein mit
all seinen Veränderungen und der
Überwindung der Angst vor neuen
Strukturen.

ERICH FROMM:
Die Zerstörung der Illusionen ist
die Bedingung aller wirklichen
Veränderung.
Die Möglichkeit zur Veränderung ist
in der Fähigkeit des Menschen
begründet, sich jene Kräfte bewusst
zu machen, die ihn sozusagen hinter
seinem Rücken antreiben.
Menschen können zu verändernden
Handlungen nur motiviert werden,
wenn sie Hoffnung haben. Und sie
können nur Hoffnung haben, wenn es
eine Vision gibt; und sie können
nur dann eine Vision haben, wenn
man ihnen Alternativen zeigt.
Bis jetzt war in der Geschichte der
Menschen das Leiden die
Geburtshelferin für Veränderung.
Solltezum ersten Mal
Gleichgültigkeit die Fähigkeit des
Menschen zunichte machen, a
Schicksal zu wenden?

A:
Ich hoffe nicht!
Danke für den kleinen Diskurs

www.pdf24.org    Seol Airteagal als PDF   

Stair Hansen …

Bhí uair amháin sa Hans, chois na rudaí go leor. Chonaic sé a thuilleadh ar an ghrian, na crainn agus na héin, ach thit níos mó agus níos mó i gloom domhain. Uaireanta bhí sé ina éadóchas fíor chun báis. Dúradh leis, ach mar thoradh creideamh air as seo éadóchais. Ach chun a chreidiúint go raibh sé aon ghaol fíor. Bhí sé seo an domhan faoi rialú agus leis na dhiaidh nach bhféadfadh sé aon rud a dhéanamh. Agus ní raibh an saol seo ina céadfaí – amhras sé ann downright. Ní raibh an saol an chuid is fearr de gach shaol.

Wondered sé: Cad ba chóir dom a dhéanamh? Ach revolved ach a chuid smaointe cosúil le timpeallán – fuair sé ach rud ar bith nua, cad a freed air as a Trübseeligkeit. Aithin sé, cé chomh tábhachtach agus a bhí sé, bhaint amach do dhaoine eile, a fháil ar smaointe nua ag caint. Na daoine eile a chuma air ach sásta lena saol a bheith.

Mar sin, überwandt sé a eagla agus chas na daoine. Ní raibh sin chomh éasca ar dtús, ach leis an am agus leis an gcleachtas tairiseach, faighte aige muinín agus bhí sé in ann a oscailt dóibh. Chonaic sé an chaos sa aigne an duine, nach bhfuil chomh difriúil óna chaos istigh.

Agus – nach raibh sé ach an duine agus a chuardach ar ordú sa mearbhall fiáin. Hans shíl, conas na nithe seo a bheith a réiteach agus a shíl: an grá eagna is gá dom a fháil amach, soiléireacht a fháil.

Mar sin, léigh sé go leor leabhar de na fir ciallmhar ó an tús de stair go dtí an lá atá inniu. Ach fuair sé amach nach bhfuil eagna amháin Hans, mar gheall ar easaontaigh fiú na fir ciallmhar i gcuid tuairimí. Aithin sé, go bhfuil fírinne amháin nach amháin, ach tá go leor de na, leasuithe a bhí ag brath ar na cúinsí smaointeoirí i n-am.

Mar sin, níl aon fhírinne iomlán, ach d'fhéadfadh siad a bheith daite amháin subjectively. Is é mo fhírinne éagsúla ná sin de mo mháthair, nó fir ciallmhar. Taithí ag gach duine réaltacht difriúil agus Tógann sé tuairim saol féin.

Go bhfuil dearcadh domhanda go maith, toisc go bhfuil sábháilteacht i chaos uile-glacadh. Agus srian slándáil an eagla. Ach ní slándáil iomlán ann, Tá gach rud i athrú leanúnach, chomh maith le daoine athnuachan i gcónaí.

Hans aitheanta, cé chomh tábhachtach agus atá sé, chun dul i ngleic leis na hathruithe sin agus atá á lorg i gcónaí do réaltachtaí nua. Agus go tobann fuair sé na saoirsí go leor, a thug dó na cinntí laethúla faoi shaol na rudaí. Rinneadh na cinntí a bhaineann i gcónaí le cuntasacht, Freagracht, chaith sé féin agus a chuid fear eile.

“Tá a fhios agam, Caithfidh mé a glacadh leis an fhreagracht seo, Ní rud doirteal mo shaol i futility”, a dúirt sé leis féin,. Agus a dtoilteanas, a ghlacadh ar an fhreagracht seo, D'fhás.

An Hans níos fhios, an níos mó a thuig sé a aineolas. Ach ní raibh an cosc ​​a chur air, úirlis a chuid cinntí a glacadh le freagracht ar fud an domhain. Spreag sé eile, nach bhfuil ach a chailleadh a saol i futility. An bhrí na beatha, is féidir linn a thabhairt dúinn ach é féin.

Hans thosaigh bhraith a saoirse agus chonaic an ghrian arís, na crainn agus na héin. Agus chonaic sé gur féidir le daoine le gach a gcuid fadhbanna. Uaireanta raibh freisin a, agus d'fhoghlaim sé, chun ally leo. Hans raibh a thuilleadh ina n-aonar, ach thug a comhbhá sciatháin air.

Agus an mhorálta an scéal:

Is féidir le gach duine a bheith ina ciallmhar,
Faigheann sé baint acu leis an chaos,
Tuigeann saoirse, tá sé,
Freagracht i dtoradh,
in ionad ego a comhbhá beag,
ba é seo an tséis an fear.

Ciao Hans

www.pdf24.org    Seol Airteagal als PDF   

Titus Lucretius Carus: De Rerum NaturaÜber die Natur der Dinge

Lucretius: De Rerum Natura_1675

Lucretius: De Rerum Natura_1675

Über die Natur der Dinge (lat. De Rerum Natura) ist ein aus dem 1. Jahrhundert v. RC. stammendes Lehrgedicht des römischen Dichters, Philosophen und Epikureers Titus Lucretius Carus, genannt Lukrez. Die Hommage an Epikur handelt von der Lage des Menschen in einem Universum ohne den Einfluss der Götter.

Die philosophischen Schriften der alten griechischen wie auch der wenigen römischen Philosophen galten im Mittelalter meist verschollen. Es gab nur wenige Abschriften in den Klöstern, welche erst erneut entdeckt werden mussten. Gottlob haben die Arabervor allem bei ihrer Besetzung Spaniens 711 bis zur endgültigen Vertreibung der Muslime durch die christliche Inquisition 1614 – viele der antiken Schriften übersetzt und damit erhalten.

Erst 1417 entdeckte der Humanist Poggio Braciolini das Manuskript von Titus Lucretius Carus De Rerum Natura in einem deutschen Kloster erneut. In der Folgezeit beeinflusste es die Renaissance und bildete die Grundlage für eine moderne Weltsicht. Es beeinflusste bekannte Namen wie Boticelli, Shakespeare, Giardano Bruno und Galileo Galilei.

Das Werk besteht aus sechs Büchern von jeweils etwa 1000 Versen Länge, die in drei Buchpaare geteilt werden können:

Atomlehre: Grundlagen (Erstes Buch) und Phänomene (Zweites Buch)
Seelenlehre: Vergänglichkeit der Seele und Widerlegung der Todesfurcht (Drittes Buch), Wahrnehmungs- und Affektenlehre (Viertes Buch)
Darstellung der empirischen Welt: Kosmologie und Kulturentstehungslehre (Fünftes Buch), Meteorologie (Sechstes Buch)

Das Werk stellt die Physik, Psychologie und Kulturtheorie Epikurs dar. Die Ethik wird nur am Rande behandelt.

Lukrez versucht, die Entstehung der Gesellschaft und Kultur auf rein natürliche Weise zu erklären. Demnach lebten die Menschen zunächst in einem tierähnlichen Zustand, ohne Sprache, Erkenntnis und sozialen Zusammenhalt, die sich erst später durch die Erfahrung entwickelten. Der Staat entsteht infolge auf Basis der Vertragstheorie. Die gesellschaftliche Entwicklung wird durch die Vernunft der Menschen vorangetrieben.

Hier das gesamte Gedicht in deutscher Übersetzung: Titus Lucretius Carus: Über die Natur der Dinge

Wie provokant die Thesen von Lukrez sind, beschreibt Stephen Greenblatt in seinem Buch: Die Wende wie die Renaissance begann in zusammenfassenden Sätzen:

  • Alles Seiende ist aus unsichtbaren Teilchen zusammengesetzt
  • Diese elementaren Teilchen der Materie – an “Keime der Dinge” – sind ewig
  • Die elementaren Teilchen sind unendlich in ihrer Zehl, aber begrenzt in Gestalt und Größe
  • Alle Teilchen bewegen sich in einer unendlichen Leere
  • Das Universum hat keinen Schöpfer oder Designer
  • Alle Dinge entstehen infolge geringer Abweichungen
  • Die zufällige Abweichung, der kleine Ruck ist Ursprung auch des freien Willens
  • Die Natur experimentiert unaufhörlich
  • Das Universum wurde weder wegen noch für die Menschen erschaffen
  • Nicht das Schicksal der Gattung (geschweige denn das des Einzelnen) ist der Pol, um den sich alles dreht
  • Menschen sind nicht einzigartig
  • Die menschliche Gesellschaft hat nicht mit einem Goldenen Zeitalter der Ruhe und Fülle begonnen, sondern als urtümlicher Kampf ums Überleben
  • Die Seele ist sterblich
  • Es gibt kein Leben nach dem Tod
  • Der Tod berührt uns nicht
  • Alle organisierten Religionen sind abergläubische Täuschungen
  • Es gibt keine Engel, keine Dämonen und Geister
  • Das höchste Ziel des menschlichen Lebens ist Steigerung des Genusses und Verringerung des Leidens
  • Nicht Neid ist das größte Hindernis auf dem Weg zur Lust, sondern Täuschung
  • Das Verstehen der Dinge und ihrer Natur weckt großes Staunen
  • Ich finde diese Gedankenformuliert im 1. Jahrhundert vor Christusfußend auf der Atomistik und der Lehre Epikurs sehr bemerkenswert. Diese vor ca. 2000 Jahren in Gedichtform gefassten Gedanken sind meiner Meinung nach nicht weit von unserer Moderne entfernt!

    Ciao Hans

    www.pdf24.org    Seol Airteagal als PDF   
    Leathanaigh: 1 2 3 4 Ar Aghaidh

    Ar Aghaidh Leathanach »

    Fostaíonn an suíomh seo ar Wavatars Breiseán ag Shamus Óga.