„Fridays for Future“ – Schüler streiken in Braunschweig

Trotz des Regens kamen in Braunschweig am Freitag, den 15.März 2019, ca. 2.700 Schüler auf dem Schlossplatz in Braunschweig zusammen, um durch ihren Schulstreik auf die Klimaveränderung aufmerksam zu machen. Sie waren Teil einer weltweiten Bewegung (über 120 Länder), welche von der Schwedin Greta Thunberg angestoßen wurde.

Ihr Motto: „Wir schwänzen nicht, wir kämpfen!“

Die Stimmung auf dem Schlossplatz bei den Redebeiträgen und der Musik war gut. Es folgte eine Demonstration durch die Braunschweiger Innenstadt. Viele ältere Passanten begrüßten die Streikaktion der Schüler. Die Politiker wurden gefragt, ob sie jetzt den Arsch in der Hose hätten, auch unbequeme Entscheidungen für den Klimawandel zu fällen.

„Wir machen weiter, bis ihr endlich in die Gänge kommt“, meinten die Schüler.

Die nächste größere Aktion ist für den 29.März 2019 geplant.

Ciao Hans

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Schülerprojekt: Hörgang durch die frühen Jahrhunderte von Martineum und Katharineum…

Martino_Katharineum_BraunschweigDas Martino-Katharineum ist ein Gymnasium in Braunschweig. Es hat seine Wurzeln in den 1415 gegründeten Lateinschulen Martineum und Katharineum.

Schüler des MK haben ein Hörspiel als akustischen Spaziergang durch Braunschweigs Geschichte produziert. Kostenfrei wie erlebnisreich. Geschichte, die sich hören lassen kann. Geschichte, die eben auch und gerade und in besonderer Weise die Geschichte des Martino-Katharineums war und ist.

Ich finde es toll, wie sie mit ihrem Hörspiel einen Teil der Geschichte Braunschweigs darstellen.

Hier geht es zu ihrer Seite: Es geht rund

Vielleicht ist dies ein Anreiz auch für andere Schüler, Hörspiele über die Geschichte Braunschweigs in Projekten zu erstellen…

CIAO Hans

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Stolpersteine – gegen das Vergessen…

„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“ …

…und damit dies nicht geschieht, startete der Kölner Künstler Gunter Demnig 1995 sein Projekt „STOLPERSTEINE“. Bundesweit und auch in den angrenzenden Ländern sollte der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedacht werden.

Gestern besuchte ich eine Veranstaltung des Fördervereins für Braunschweig. Am 9. März 2006 wurden im Rahmen einer öffentlichen Gedenkfeier die ersten Stolpersteine verlegt. Mittlerweile erinnern 135 Stolpersteine an das Schicksal der Braunschweiger Juden. Vor der Zeit des Nationalsozialismus lebten 1.200 Juden in unserer Stadt, 1938 waren es 638 und im Mai 1945 nur noch sehr einige wenige. Die bewegte Geschichte der Juden in Braunschweig begann im Jahre 1282. Wikipedia gibt eine gute Zusammenfassung ihrer Geschichte.

Im Roten Saal des Schlosses berichteten Schüler der 10.Klassen der John-F.-Kennedy-Realschule und der Nibelungen-Realschule in ihren Präsentationen über die Schicksale der Familien Spanjer-Herford und Meyer. Anschaulich wurden die stets zunehmenden Einschränkungen der Juden in Braunschweig vorgetragen, die schließlich die Familen zur Auswanderung zwangen. Die Schüler hatten sich im Rahmen eines Projektes mit diesen Familien beschäftigt und – soweit zugänglich – Fakten zusammengetragen. Es gelang ihnen auch, Briefkontakt mit einem der letzten Angehörigen der Familie Meyer zu bekommen. Er schrieb bewegende Worte (sogar ein Gedicht). Die Stolpersteine für die Familien sollen an ihrem letzten frei gewählten Wohnort in einigen Monaten verlegt werden. Zu diesem Festakt haben sich auch Familienangehörige aus den USA angemeldet.

Ich finde es sehr wichtig, bei jungen Schülerinnen und Schülern die Erinnerung an das Leid der Braunschweiger Juden wach zu halten. Nur wenn sie sich z.B. im Rahmen eines Projektes mit diesen Geschehnissen auseinandersetzen, begreifen sie, wie wertvoll unsere demokratischen Werte sind.

Mittlerweile sind in 97 deutschen Städten über 6.000 Stolpersteine verlegt worden.

NEU-TV: Upcoming TV-Feature: Person: „Gunther Demnig“ from CNHBorner on Vimeo.

Die Aktion „Stolpersteine für Braunschweig“ wird unterstützt von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Evangelischen Erwachsenenbildung Braunschweig, Evangelische Probstei Braunschweig, Friedenszentrum Braunschweig e.V., Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Niedersachsen-Ost e.V. und der Jüdischen Gemeinde Braunschweig.

CIAO Hans

PS(Hinweis eines Lesers): Der gewerkschaftlichen, sozialistischen, sozialdemokratischen oder gar noch der kommunistischen Opfer wollte man ursprünglich in Braunschweig absichtlich NICHT in dieser Form gedenken. Es gibt daher bisher auch nur eine Ausnahme!

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