Das Meer ist voll Müll – Doku 2014 in HD …

Wir sind Weltmeister im Recyceln. Trotzdem ist die Nordsee voller Kunststoffmüll. Die alten Tüten, Flaschen und Verpackungen töten Vögel und Fische. Am Ende landet das Plastik, zu unsichtbaren Teilchen zerrieben, in unserem Essen. Wie kommt der Müll ins Meer?

CIAO Hans

Share
www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF   

Das Restrisiko in unserer Gesellschaft …






CIAO Hans

Share
www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF   

Manifest – Der Tanz der Seele…

Mein Fenster zur Kommunikationswelt...

I.

Ich sitze an diesem Morgen wie jeden Tag wieder vor meinem Computer. Diese Arbeit gehört mittlerweile zu meiner festgezurrten Tagesstruktur. Ich rufe meine Emails ab und antworte in kurzen Re-Mails. Ich beobachte die Statistiken meiner Homepage und meines Blogs und freue mich über die vielen internationalen Besucher. Aus den fernsten Winkeln der Welt schauen Besucher auf meinem Blog vorbei – die Sprache ist kein Problem, da ich einen Übersetzer auf der Seite eingebaut habe. Ich finde es faszinierend, meine Artikel in arabisch, russisch oder chinesisch zu betrachten, interessante unverständliche Schriftzeichen, hinter denen sich meine Gedanken verbergen. Nebenbei schaue ich kurz auf mein Konto und der Auszug beruhigt, nicht wegen des Betrages sondern eher durch das Gefühl, dass sich nicht irgendein Ganove unberechtigt Zugriff verschafft hat. Ja, man muss vorsichtig sein in diesen Zeiten.

Ich sitze in meiner dunklen Stube, es ist noch sehr früh am Morgen, und ich schaue mir, während ich im Hintergrund einem Radioprogramm aus den USA lausche, mittels der verschiedensten Programme die internationale Nachrichtenflut an. Hier ein Video aus Fernost, dort einen Radiobeitrag aus Deutschland oder auch einen Zeitungsartikel aus den USA. Die Auswahl ist so groß, dass ich immer nur noch die Überschriften überfliege, höchstens die Kurzzusammenfassung betrachte und dann entscheide, ob ich den Artikel lesen möchte. Danach folgt schon wieder eine Entscheidung – ist der Artikel interessant genug, um ihn in Twitter zu setzen? In einem bunten Mix aus aktuellen Nachrichten und Links zu meinen eigenen Blog-Beiträgen kreiere ich meinen Twitter-Fluss. Durch dieses Verfahren werden meine Artikel enorm aufgewertet – sie stehen plötzlich neben Artikeln der renommierten Zeitungen. Schon etwas vermessen…

Aber ich fühle mich gut dabei. Ich sitze hier in meinem Wohnzimmer und starre auf den Monitor wie durch ein Fenster zur Welt. Ich fühle mich keineswegs einsam. Eher beschleicht mich das Gefühl, ein Teil von einem großen Ganzen zu sein.

Dies ist die Welt der Kommunikation, des ungezähmten Informationsflusses, der seit einigen Jahren immer mehr anschwillt. Er besteht aus einem großen Müllhaufen von Zeichen und Bildern und es ist eine Herausforderung, die Rosinen daraus zu finden. Doch hat man sich die verschiedenen Methoden zur Komprimierung der Flut angeeignet, dann ist das Konzentrat durchaus erbaulich. Und ich trinke täglich einen großen Schluck daraus. Freunde von mir meinen, ich sei dadurch schon regelrecht besoffen. Etwa schon Sucht? Das Kriterium der Sucht ist der Kontrollverlust, nicht mehr ich regele mein Leben sondern das Suchtmittel bestimmt mich. Doch ein Sklave meiner Kommunikation bin ich noch nicht geworden. Ich kann mich abgrenzen und auch für längere Zeiträume auf das Fenster zur Welt verzichten.
Ich bin ein depressiver Mensch, der auch immer wieder mit seinen Ängsten zu kämpfen hat. Und in dieser unsicheren Lebenslage brauche ich Halt, eine Struktur, die in ihrer Regelmäßigkeit etwas Sicherheit vermittelt. Und eben dies ist meine Tagesstruktur, in der ich meine virtuelle Kommunikation eingebunden habe.

Ich schreibe Artikel in meinem Blog – ja für wen eigentlich? Ich behandele Themen, die mich in meinem Denken bewegen, und schicke sie quasi in ein Kommunikations-Nirwana. Durch dieses Treiben bin ich mit meinen Gedanken nicht mehr allein, sondern meine Gedanken werden Teil von einem Welt-Ganzen. Ich werde Teil des globalen Dorfes und kann mich der Illusion hingeben, durch mein Tun dieses Dorf auch mit zu gestalten. Ohne ein Rückmeldung ist dies allerdings auf die Dauer frustrierend. Doch schon allein die Betrachtung der Statistiken meines Blogs zeigen mit, hallo – da ist doch jemand, der sich für meine Gedanken interessiert. Schön – es stellt sich bei mir ein Gefühl von Zufriedenheit ein.

Ja, mein lange Zeit depressives Leben bekommt plötzlich einen Sinn. Und ich sitze auch nicht mehr allein in meinen vier Wänden sondern kommuniziere über Programme in Videokonferenzen mit fremden Menschen in fernen Kontinenten (und das noch dazu kostenlos!).

Doch virtuell bleiben diese Freundschaften auch weiterhin. Ich spaziere nicht in Ghana über die Straßen, sehe die Marktstände und die vielfältigen Menschen und spüre dabei die Hitze, höre das Lärmen oder entwickle ein Gefühl für Ghana. Nein, ich habe Kontakt mit Menschen aus Ghana und habe dabei doch mein Braunschweiger Standardgefühl im Kopf. Insofern kann ich nur virtuell mein Wohnzimmer über das Monitorfenster zur Welt verlassen. Dabei bietet mir mein Computer die Möglichkeiten einer fast unbegrenzten Kreativität. Ich kann meine vielfältigen Ideen in der unterschiedlichsten Form umsetzen, sei es in Form eines Videos, eines kleinen Comics, eines Artikels, eines Podcasts oder sogar einer kleinen Fernsehshow (Videostreaming). Ohne große Programmierkenntnisse bietet meine
Bit-Maschine immer neue Herausforderungen, die es gilt zu verwirklichen. Und hat man die Umsetzung erreicht, stellt sich ein Gefühl der Genugtuung ein. Plötzlich bin ich kein Loser mehr, sondern aktiver Part einer Gemeinschaft.

Kurz – ich möchte auf die Gefühle des Glücks, die mir mein Computer vermittelt, nicht mehr verzichten. Er ist dabei auch der Spiegel meiner Seele. Wenn ich ihn schlecht füttere, erhalte ich unzufriedene Ergebnisse. Und Glück und Zufriedenheit sind Werte, die bei den Menschen an erster Stelle der Wunschskala stehen.
Allerdings ist mir die virtuelle Welt meines Computers zu klein geworden. Diese Welt ist ein gewichtiger Teil – aber eben nicht alles. Ich habe auch begonnen, mich wieder in der realen Welt zu engagieren. Nur dort kann ich meine virtuell erworbenen Denkanstöße auch in aktives Handeln umsetzen. Der Kontakt mit anderen Menschen, die mir leiblich gegenüber stehen, aktiviert doch auch viele neue emotionale Ebenen, die die Bit-Maschine in keinster Weise befriedigen kann.

So beteilige ich mich schon viele Jahre an der Selbsthilfegruppe Angst und Depression. Da finde ich Menschen, die meine depressive Persönlichkeitsstruktur verstehen und denen ich mich auch nach so langer Zeit immer noch verbunden fühle. Ein Blick, ein Wort oder eine kleine Geste – und schon fühle ich mich an meine eigene Seele erinnert. Der Fluss der Neuankömmlinge reißt einfach nicht ab und über die Zeiträume ist die stetige Veränderung bei uns allen sichtbar. Alles bewegt sich fort und nichts bleibt, sagte schon der griechische Philosoph Heraklit in der Vorzeit – man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen…

Aber jeder Mensch ist eben Teil des Flusses und es bedarf schon einiger Anstrengungen, dieses Fließen auch bewusst zu erleben. Man braucht die Muße, um aus dem Alltagsgeschehen auszubrechen und diesen ständigen Strom betrachten zu können. Hat dieser Weg erst einmal mein Interesse geweckt, so gewinnt er eine eigene Dynamik. Eng verbunden ist dieser Weg mit dem Bestreben nach mehr Wissen. Ich betrachte dieses teilweise recht chaotische Treiben aus einer anderen Perspektive und möchte nun auch wissen, welche Ursachen zu diesem Zustand geführt haben. So lese ich jetzt nach vielen Jahren wieder Bücher über Geschichte und Gedanken der Menschheit. Langsam entsteht aus den vielen Mosaiksteinen ein Gesamtbild, dessen Transparenz mich auch im Alltag begleitet.
Auch unsere kleine Philosophiegruppe, angeleitet durch einen gestandenen Philosophieprofessor, trägt das Ihrige dazu bei. Aber nicht allein das Wälzen von Fakten bringt eine Veränderung des Flusses, es ist die emotionale Verarbeitung des Wissens mit den anderen Teilnehmern, die in die Tiefe geht und seine Wirkung zeigt. Der Mensch ist eben doch ein soziales Wesen und nur im Austausch mit anderen kommt er zu seiner wahren Bestimmung.

II.

Worauf kommt es im Leben an? Ich habe nicht vor, jetzt den Zeigefinger zu erheben und eine Moralpredigt zu halten. Das habe ich schon in unserer Selbsthilfegruppe gelernt: die Schritte zu einem erfüllten selbstbewussten Leben kann ich nur selbst in mir finden. Ratschläge sind dabei gut, doch ich entscheide selbst, was ich für mich davon annehmen kann. Nur eines ist dabei sehr wichtig: meine Entscheidung!

Ja, ein Jeder muss sich entscheiden, Verantwortung für sich zu übernehmen. Auch wenn ich dieses Wort „muss“ hasse, in diesem Fall ist es wirklich angebracht. Denn ohne die Verantwortung für uns selbst können wir auch keine Verantwortung für Andere übernehmen. Erst nach Akzeptanz dieser Wahrheit als Notwendigkeit erhalten wir auch die Freiheit, uns für Andere einzusetzen. Das ist aber mitunter gar nicht so einfach.

Ich will ein Beispiel nennen: wenn mich meine sozialen Ängste daran hindern, mich zu entfalten, selbstbewusst aufzutreten oder soziale Kontakte zu gestalten, dann beginne ich zu üben. So habe ich mich bereit erklärt, an einem Infostand teilzunehmen, der sich jede Woche direkt in der Innenstadt aufbaut. Ich gehe dort bewusst auf andere Menschen zu und versuche, soziale Kontakte zu knüpfen. Dabei möchte ich mich so einbringen wie ich bin, mit meinen Ängsten, Fantasien und Fähigkeiten. Diese Akzeptanz meines Selbst ist anfangs ein schierer Widerspruch: mit meinen Ängsten und Unsicherheiten auf andere Menschen zugehen? Doch meine Erfahrung hat mich überzeugt: durch das ständige Üben werden die Ängste kleiner und meine Sicherheit nimmt zu. Ja, es gelingt mir nach einiger Zeit sogar, die Gefühlslage der anderen Menschen zu deuten und auf ihre Bedürfnisse einzugehen (zumindest zum Teil).

Dieser Prozess des Übens setzt voraus, dass ich bereit bin zur Tat, bereit bin, mich auf eine Aktion einzulassen. Nur so lassen sich meine Schwierigkeiten angehen und ich kann sie überwinden. Wie in dem schönen Sprichwort: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt…“ Im Prinzip ist das auch die Grundlage jeder Verhaltenstherapie.

Habe ich erstmal mein eigenes Verantwortungsgefühl für mich übernommen, und ich merke, wie es mir besser geht, dann gelange ich auch schnell zu der Frage der globalen Verantwortung. Ich bin nur ein Teil des globalen Ganzen, ein Teil der Menschheit und mein Glück wie auch das Glück der anderen stehen in einem engen Zusammenhang. Letztendlich ist mein individuelles Wohlbefinden abhängig von einem gesunden globalen Verantwortungsgefühl aller. Ich erkenne, dass nicht mehr nur mein Ego im Mittelpunkt der Welt steht, sondern auch meine Anteilnahme am Wohlbefinden Anderer.

Das obige Beispiel mit dem Infostand hat mir auch gezeigt, dass meine durch Übung erworbene Einfühlsamkeit mir auch Zufriedenheit verschafft. Diese Einfühlsamkeit bedeutet die Unterschiedlichkeit zwischen uns zu akzeptieren und Toleranz zu üben. Damit ist aber kein „Helfersyndrom“ gemeint – ich verliere mich nicht beim Helfen. Ich bleibe bei mir und versuche, mich solidarisch zu verhalten. Ich übernehme meine Verantwortung gegenüber einem Anderen in dem Bewusstsein, dass jeder ein Anrecht auf Selbstverwirklichung und Wohlbefinden hat. Dabei geht es auch um ein Abwägen der eigenen Bedürfnisse mit Anderen.

Dieser Prozess setzt in mir eine Dynamik frei, die es mir erlaubt, immer weitere neue Tätigkeitsfelder zu erschließen. Und auch in unserer Selbsthilfegruppe erlebe ich diese Dynamik immer wieder – hat man das Boot erstmal bestiegen, fährt es von allein weiter.
Neben unserer Selbsthilfegruppe kümmere ich mich auch um andere Mitglieder am Rande unserer Gesellschaft – Behinderte, Alte, Alkoholiker, psychisch Kranke. Diese Zuwendung erachte ich mittlerweile als selbstverständlich für mich.

Es ist eine neue Ethik, die ich versuche bei mir umzusetzen: ich möchte ein mitfühlender Mensch sein, der die Gleichgültigkeit gegenüber Anderen aus tiefstem Herzen ablehnt. Ich habe erkannt, meine Bedürfnisse hängen auch von den anderen ab. Ohne gegenseitige Rücksicht ist ein soziales Überleben auf dieser Erde nicht möglich.

III.

Schau ich auf GAIA (=Mutter Erde) in der Nacht (und auch bei Tag), so bin ich um den Schlaf gebracht…

Diese Welt ist im geschichtlichen Lauf ihrer Widersprüche, welche vor allem der Mensch zu verantworten hat, an einem Wendepunkt angelangt. So wie bisher geht es nicht mehr weiter. Sowohl im nationalen wie auch im internationalen Rahmen sind wir an einem „point of no return“ angekommen. Die Ungleichgewichte zwischen reich und arm im nationalen wie internationalen Rahmen haben Dimensionen angenommen, die sich mit meiner oben beschriebenen Ethik nicht in Einklang bringen lassen. Menschen haben sich aus der Gemeinschaft entfernt und frönen einer ungebrochenen Besitzstandsgier, neiden sich gegenseitig ihre Reichtümer. Große Teile der Gesellschaften haben auf Grund der Besitzstrukturen keinen Zugriff auf lebensnotwendige Ressourcen. Sei es nun der Nord-Süd-Konflikt zwischen entwickelten und in der Entwicklung befindlichen Staaten oder auch nur die alleinerziehende Hartz-IV-Empfängerin mit ihren Kindern: der Widerspruch in der Befriedigung ihrer Bedürfnisse ist – so scheint es – unlösbar.

Neben dem Besitz über die Maschinen und der damit verbundenen abhängigen Arbeit geht es bei diesem Widerspruch auch um Bildung und andere gesellschaftliche Medien, die das öffentliche Bewusstsein prägen. Ich bin der Meinung, ein jeder ist sein eigener Philosoph, aber seine Erkenntnis kann er nur in soweit erreichen, wie er auch über die nötige Bildung, die für den Prozess der Bewusstwerdung nötig ist, verfügt. Und in diesem Bereich herrschen die alten überkommenen Mächte, die sich nicht auf eine neue Ethik im sozialen Sinne einlassen. Sie haben etwas zu verlieren, ihre Macht und ihre Besitztümer.

Versuchen wir doch, ein globales Verantwortungsgefühl im Allgemeinbewusstsein des Normalbürgers zu verankern! Eine Philosophie des unbegrenzten Wachstums ist in unserer heutigen Zeit unverantwortlich. Die Verfügbarkeit der fossilen Rohstoffe ist begrenzt. Es gilt, neue erneuerbare Energietechniken mit Hochdruck zu entwickeln, um die sich abzeichnende Klimakatastrophe vielleicht noch abzuwenden. Den Irrsinn der atomaren Abschreckung mit all seinen Gefahren für die Menschheit ist zu beenden. Im Rahmen des globalen Verantwortungsgefühls müssen wir uns von der Ideologie eines „nach mir die Sintflut…“ verabschieden. Neue Ideen sind zur Bewältigung unserer heutigen Sintflut zu berücksichtigen. Wer in Gleichgültigkeit verfällt, der macht sich eines Verbrechens an der Zukunft und unseren Kindeskindern schuldig. Ehrlichkeit über unsere Situation ist dabei unabdingbare Voraussetzung.

Deutlich sollte das „Sein“ in den Mittelpunkt unseres Bewusstseins gerückt werden und nicht das „Haben“. Genügsamkeit wird in Zukunft eine unabdingbare Notwendigkeit sein. Damit ist aber nicht eine Genügsamkeit in den sozialen Strukturen gemeint. Hier gilt es, das Wohl jedes Einzelnen in der Gemeinschaft im Auge zu behalten – im Sinne eines Gemeinwohls – und zu große Differenzierungen zu vermeiden.

Der Mensch im Kapitalismus erlebt sich als vereinzeltes Wesen. Auf dem Arbeitsmarkt muss er Leistungen vollbringen, was ihn in Konkurrenz zu anderen setzt. Die Welt erscheint ihm als ein Sammelsurium von Waren, die er sich für seine Leistungen aneignen kann. Und dieses Konsumieren erscheint ihm als einziges Gut, was erstrebenswert ist. Doch eine echte wahre Befriedigung erlangt er dabei nicht. Er lebt in seinen vier Wänden und schaut kaum über den Tellerrand hinaus – und das trotz Fernsehen und Internet. Oder haben diese Medien schon einmal einen Konsumenten mit globalem Verantwortungsbewusstsein ausgestattet?

Informationen zur Lage der Menschheit bekommt man in Massen, doch was fehlt ist die bewusste Verarbeitung, die emotionale Anteilnahme, die schließlich zur Tat und damit der Veränderung führt. Es gilt auch von der Vereinzelung und der damit oft verbundenen mechanistischen und zufälligen Weltsicht zu einer globalen Sicht zu kommen – die Erde als Ganzes sehen. Nicht der Mensch herrscht über die Erde, wie uns einige Gentechniker glauben machen wollen, sondern der Mensch ist Teil der Natur, wie sie sich in der Gestalt der Erde zeigt.

Ob wir die neuen Ideen nun Sozialismus oder Zukunft oder Utopismus nennen, ist eigentlich schnurz. Getragen von einer neuen globalen Ethik ist jede neue Idee bei der Lösung der globalen Situation sinnvoll und hilfreich. Entscheidend jedoch ist der qualitative Sprung von der Idee dann auch zur Tat. Und ich hoffe auf viele neue Aktivisten, die auch bereit sind, mit neuem globalen Verantwortungsgefühl sich auf der politischen Bühne zu engagieren.

„Adieu“, sagte der Fuchs.
„Hier mein Geheimnis.
Es ist ganz einfach:
man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
(Antoine de Saint-Exupery)

Hier der Artikel als PDF: Der Tanz der Seele

CIAO Hans

Share
www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF   

Die 4. Revolution – autonome Energieversorgung…

Ich war mal wieder im Kino und sah einen Film, der mich zum Nachdenken angeregt hat: „Freie Energie für alle! Die 4. Revolution – Energy Autonomy“. Nach 4jähriger Arbeit wurde ein Film produziert, der die Vision einer Gesellschaft, deren Energieversorgung nachhaltig, sauber und dezentral erfolgt, frei von schädlichen Emissionen und jeglicher Belastung für Mensch und Umwelt, frei von Monopolen, Kartellen und Lobbyisten, frei von politischen Abhängigkeiten und Ressourcenknappheit, zugänglich und erschwinglich für alle.

Sein Credo: der Umstieg auf 100% Erneuerbare Energien innerhalb der nächsten 30 Jahre ist möglich. Hinter diesem Film steht eine ganze EnergyAutonomy-Community. Über den Link kann man auch erfahren, wie man diesen Film in Schulen aufführen kann und Informationsmaterial für Lehrkräfte wird zum Download angeboten (oder einfach hier).

Nach der industriellen Revolution, der Agrar- und Informationsrevolution nun eben die 4. – die Energieversorgungsrevolution.

Aber genug des Vorwortes, hier ein kleiner Filmeinblick:


Download Video or MP3

Wir stecken noch voll in der Informationsrevolution, der Revolution des Internets. Wie oft träumte ich davon, diese neuen Möglichkeiten der Wissensvermittlung auch denjenigen zukommen zu lassen, die nicht über die finanziellen Mittel verfügen, die keinen Strom, kein Telefon geschweige denn einen Laptop haben. Bildung bedeutet Unabhängigkeit, ermöglicht erst demokratische Denkweisen. Und Bildung ermöglicht auch eine Autonomie, die Möglichkeit, sich in dieser Welt besser zurecht zu finden und sie für sich zu gestalten.

Auch bei uns sind wir von einer guten Bildung für die Allgemeinheit noch weit entfernt. Doch zumindest die Grundlagen sind gelegt und wir verfügen über die Energieformen, um dazu Zugang zu bekommen. „Kommunismus – das ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes…“, war die bekannte Aussage Lenins. Nun, Kommunismus ist mit dem Strom nicht eingetreten und eine Sowjetmacht gibt es auch nicht mehr. Doch das Grundproblem zur effizienteren Lösung von Problemen wurde erkannt: das Energieproblem.

Wir setzen heute auf fossile Energiequellen: Kohle, Erdöl, Uran. Diese Ressourcen sind beschränkt und die Nutzung belastet unsere Umwelt. Dies wird in dem Film klar dargestellt. Es gilt, mehr auf die erneuerbaren Energien zuzugreifen – und das dies in kurzer Zeit möglich ist, zeigt der Film. Nur gilt es dabei auch Widerstände der herrschenden Energiebetreiber zu überwinden – einerseits politisch andererseits aber auch in unserer eigenen Verhaltensweisen zu den bestehenden Energieformen. Eine Endlagerung von Atommüll und CO2 über Jahrtausende ist für unserer Zukunft nicht akzeptabel. Auch deshalb ist eine Umstellung auf erneuerbare Energien unabwindbar…

Übrigens: ich beziehe keinen Atomstrom mehr!

CIAO Hans

Share
www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF   

Jakob von Uexküll: Gedanken zu unserer Zukunft…

Jakob von Uexküll (* 19. August 1944 in Uppsala) ist ein schwedisch-deutscher Berufsphilatelist, Schriftsteller, Stifter des „Alternativen Nobelpreises“ (Right Livelihood Award, Initiator des World Future Council (Weltzukunftsrat), Mitbegründer des alternativen Weltwirtschaftsgipfels (1984) und Gründer des Estonian Renaissance Award (1993).

Im Jahre 2007 gründete er den World Future Council (Weltzukunftsrat). Dieser setzt sich für ein verantwortungsvolles, nachhaltiges Denken und Handeln im Sinne zukünftiger Generationen ein. Der Rat identifiziert mithilfe seines Netzwerks von Wissenschaftlern, Parlamentariern und Umweltorganisationen weltweit zukunftsweisende Politikansätze und fördert ihre Implementierung auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene.

Hier ein sehr interessantes Interview mit ihm (Bild anklicken!):

Seine Überlegungen sind für unsere Zukunft beachtenswert!

2006 erhielt er den großen Binding-Preis für Natur- und Umweltschutz
2008 den Erich-Fromm-Preis
2009 das Bundesverdienstkreuz I. Klasse

CIAO Hans

Share
www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF   

This site employs the Wavatars plugin by Shamus Young.